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Kettner Edelmetalle

Perth Mint Australia

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Wenige Prägestätten der Welt verbinden Tradition und gestalterische Wagemut so eindrucksvoll wie die Perth Mint. Seit 1899 entstehen in Westaustralien Anlage- und Sammlermünzen, die bei Anlegern und Sammlern weltweit Begehrlichkeiten wecken: vom berühmten Australian Lunar über die ikonische Kookaburra bis zu farbintensiven Sammlerstücken, die das Münzdesign immer wieder neu definieren. Dieser Ratgeber beleuchtet Geschichte, Münzserien, Edelmetalle, Echtheitsmerkmale und die steuerlichen Besonderheiten der Prägungen aus dem Hause Perth Mint.

Geschichte und Bedeutung der Perth Mint

Die Perth Mint ist die älteste noch in Betrieb befindliche Münzprägeanstalt Australiens. Die Grundsteinlegung erfolgte 1896, die Betriebsaufnahme im Jahr 1899 — und zwar als Niederlassung der britischen Royal Mint aus London. Anlass war der Goldrausch in Westaustralien, dessen reiche Funde rund um Kalgoorlie und Coolgardie eine eigene Raffinerie und Prägestätte vor Ort wirtschaftlich machten. Bis weit ins 20. Jahrhundert lieferte Perth Sovereigns und veredeltes Feingold an das Britische Empire.

Erst zum 1. Juli 1970 löste sich die Prägeanstalt vom britischen Recht und ging in den Besitz des australischen Bundesstaates Western Australia über. Heute gehört die Perth Mint zur staatlichen Gold Corporation und versteht sich nicht als Bergbauunternehmen, sondern als Veredler und Münzhersteller: Sie betreibt eine eigene Raffination, gießt Barren und prägt Anlage- wie Sammlermünzen. Anders als verbreitete Annahmen fördert sie selbst kein Gold — sie verarbeitet es zu hochwertigen Produkten.

Eine Prägestätte mit Rekorden

Bis zum Jahr 2000 verarbeitete die Perth Mint rund 4.500 Tonnen Gold — ein beträchtlicher Anteil der jemals weltweit raffinierten Goldmenge. 2011 prägte sie zudem die seinerzeit größte und schwerste Goldmünze der Welt: ein Koloss von rund 1.012 Kilogramm aus 24 Karat Feingold, fast 80 Zentimeter im Durchmesser, mit einem Nennwert von einer Million Australischen Dollar. Solche Projekte unterstreichen den handwerklichen Anspruch, der auch in den regulären Serien spürbar bleibt. Wer das gesamte Spektrum australischer Prägekunst sucht, findet bei den australischen Goldmünzen einen guten Überblick.

Die bekanntesten Münzserien der Perth Mint

Das Renommee der Perth Mint gründet auf einer Handvoll Serien, die sich über Jahrzehnte als feste Größen etabliert haben. Sie verbinden klassische Anlagemotive mit jährlich wechselnden Designs — ein Konzept, das sowohl reine Anleger als auch leidenschaftliche Sammler anspricht.

  • Australian Lunar — die wohl berühmteste Serie, die jährlich ein Tierkreiszeichen des chinesischen Kalenders zeigt. Die jährlich wechselnden Motive und begrenzten Auflagen machen die Lunar-Serie in Gold und die Lunar-Serie in Silber besonders begehrt.
  • Kookaburra — die älteste fortlaufende Silbermünzenserie Australiens, seit 1990 mit jährlich neuem Motiv des lachenden Eisvogels. Eine Übersicht bietet die Kategorie Kookaburra.
  • Koala — eine charmante Serie, die das Wappentier in wechselnden Posen zeigt und sowohl in Silber als auch in Platin erschien (siehe Koala).
  • Känguru / Nugget — die australische Antwort auf die klassischen Anlagemünzen, ursprünglich als Gold Nugget gestartet (siehe Känguru-Goldmünze).
  • Colorierte Sammlermünzen — eine Spezialität des Hauses, von Tiermotiven bis zu Lizenzthemen, oft als Polierte Platte mit kleiner Auflage (siehe colorierte Silbermünzen).

Charakteristisch für die Perth Mint sind die strengen, fortlaufend dokumentierten Auflagenbegrenzungen. Sie schaffen Knappheit und sind ein wesentlicher Grund, warum frühe Jahrgänge auf dem Sammlermarkt hohe Aufgelder erzielen können.

Gold, Silber und Platin — die Edelmetalle der Perth Mint

Die Prägestätte verarbeitet alle klassischen Anlagemetalle und bedient damit unterschiedliche Anlegerprofile. Anlagemünzen erscheinen meist mit einem Feingehalt von 999,9/1000 und damit auf dem höchsten Niveau moderner Bullion-Prägungen.

Goldmünzen und Goldbarren

Im Goldsegment reicht das Angebot von kleinen Teilunzen bis zur Unze und darüber hinaus. Neben den geprägten Münzen gießt die Perth Mint auch Barren, die — wie alle Goldbarren renommierter Hersteller — über Feingehalt und Herstellerpunze klar identifizierbar sind. Für Einsteiger eignen sich kleinere Stückelungen, etwa der 1 g Goldbarren, während die 1 oz Goldbarren das klassische Anlageformat darstellen.

Silbermünzen

Im Silberbereich ist die Perth Mint besonders stark: Kookaburra, Koala und die Lunar-Serie zählen zu den meistgesammelten Silbermünzen überhaupt. Häufig erscheinen sie in der 1-Unzen-Stückelung, aber auch größere Formate bis zur Kilomünze sind Teil des Programms.

Platinmünzen

Auch im selteneren Segment der Platinmünzen hat sich die Perth Mint einen Namen gemacht, etwa mit dem Koala in Platin. Platin gilt als Nischenmetall mit eigener Industrienachfrage und ergänzt ein breit aufgestelltes Edelmetall-Portfolio sinnvoll.

Echtheitsmerkmale und Qualität

Die Prägungen der Perth Mint genießen wegen ihrer handwerklichen Sorgfalt einen exzellenten Ruf. Mehrere Merkmale helfen, echte Stücke zu erkennen und von Fälschungen abzugrenzen.

  • Feingehaltsangabe — Anlagemünzen tragen die geprägte Reinheit, etwa 9999 für Feingold, direkt im Münzbild.
  • Gewicht und Maße — exakt definierte Werte lassen sich mit einer Feinwaage und Messschieber überprüfen.
  • Prägeschärfe — die detailreiche Gravur, häufig mit Mattfeldern und Spiegelglanz kombiniert, ist schwer zu imitieren.
  • Zertifikat und Etui — Sammlerausgaben werden mit nummeriertem Echtheitszertifikat und Originalverpackung geliefert.

Bei Kettner Edelmetalle durchlaufen Edelmetalle eine ISO-konforme Echtheitsprüfung, bevor sie das Hochsicherheits-Logistikzentrum verlassen. Wer Münzen langfristig im Originalzustand bewahren möchte, sollte zudem auf passendes Zubehör achten — von der Münzkapsel bis zur Münzkassette.

Steuerliche Behandlung und Aufbewahrung

Bei der steuerlichen Einordnung gilt in Deutschland eine klare Unterscheidung zwischen Gold und Silber, die für Käufer von Perth-Mint-Prägungen unmittelbar relevant ist.

Steuerlicher Hinweis

Anlagegold ist in Deutschland gemäß den Vorgaben zur Umsatzsteuer von der Mehrwertsteuer befreit. Silbermünzen unterliegen hingegen seit 2014 dem Regelsteuersatz, werden im Handel aber häufig differenzbesteuert. Beim Verkauf von Edelmetallen aus dem Privatvermögen gilt zudem eine einjährige Spekulationsfrist — danach sind Veräußerungsgewinne in der Regel steuerfrei. Dies ist eine allgemeine Information und keine Steuerberatung.

Für die Aufbewahrung kommen Bankschließfach, häuslicher Tresor oder ein Dosensafe infrage. Entscheidend sind Diebstahlschutz, ausreichende Versicherung und ein trockenes Umfeld, das gerade Silber vor Anlaufen schützt. Wer mit dem Vermögensaufbau in kleinen Schritten beginnen möchte, findet in den Sparplan-Produkten einen niedrigschwelligen Einstieg.

Investment- und Sammleraspekt

Münzen der Perth Mint verbinden zwei Welten. Reine Anlagemünzen folgen eng dem Spotpreis des jeweiligen Metalls und eignen sich zur breiten Streuung eines Edelmetall-Bestands. Limitierte Sammlermünzen hingegen können über das reine Metall hinaus einen Liebhaberwert entwickeln, der von Auflage, Erhaltungsgrad und Motivbeliebtheit abhängt.

Diese Doppelnatur macht das Sortiment so reizvoll: Ein farbveredeltes Tiermotiv in Polierter Platte mit wenigen tausend Exemplaren erzählt eine andere Geschichte als die schlichte Unze zur Wertaufbewahrung. Wer den Schwerpunkt auf Werterhalt legt, orientiert sich an den klassischen Anlagemünzen; wer das Besondere sucht, wird im Bereich der Sammlermünzen fündig. Ein Vergleich mit anderen renommierten Häusern wie der Royal Canadian Mint lohnt sich, um das eigene Profil zu schärfen.

Eine Lunar-Münze ist nie nur Metall — sie ist ein kleines Stück Kalender, Kultur und Handwerk in der Hand.

Kaufkriterien für Münzen der Perth Mint

Vor dem Kauf lohnt ein prüfender Blick auf einige Punkte, die über Preis und spätere Veräußerbarkeit entscheiden.

  1. Zielsetzung klären — reine Wertanlage oder Sammlung mit Liebhaberwert?
  2. Edelmetall wählen — Gold für steuerfreie Anlage, Silber und Platin zur Ergänzung.
  3. Auflage beachten — kleine, dokumentierte Auflagen sind für Sammler relevant.
  4. Erhaltungsgrad prüfen — Stempelglanz oder Polierte Platte, möglichst mit Etui und Zertifikat.
  5. Aufgeld vergleichen — das Aufgeld über dem reinen Materialwert beeinflusst die Rendite langfristig.

Wer sich breiter mit der Materie befassen will, findet weiterführende Themen rund um Lunar-Motive und bei den Goldmünzen insgesamt zahlreiche verwandte Serien.

Häufig gestellte Fragen zur Perth Mint Australia

Ist die Perth Mint ein Bergbauunternehmen? +

Nein. Die Perth Mint ist eine Münzprägeanstalt mit eigener Raffination. Sie fördert kein Gold selbst, sondern veredelt Edelmetalle und prägt daraus Anlage- und Sammlermünzen sowie Barren.

Welche Münzserien sind am bekanntesten? +

Zu den bekanntesten zählen die Australian Lunar Serie in Gold und Silber, die Kookaburra-Silbermünze, der Koala sowie die Känguru- beziehungsweise Nugget-Goldmünze. Hinzu kommen zahlreiche colorierte Sammlerausgaben.

Welchen Feingehalt haben die Anlagemünzen? +

Moderne Anlagemünzen der Perth Mint erscheinen typischerweise mit einem Feingehalt von 999,9/1000. Dieser hohe Reinheitsgrad wird in der Regel direkt im Münzbild geprägt.

Sind Silbermünzen der Perth Mint umsatzsteuerpflichtig? +

Silbermünzen unterliegen in Deutschland seit 2014 dem Regelsteuersatz, werden im Handel jedoch oft differenzbesteuert. Anlagegold ist dagegen umsatzsteuerbefreit. Diese Angaben sind allgemeiner Natur und ersetzen keine steuerliche Beratung.

Lohnen sich limitierte Sammlermünzen als Investment? +

Limitierte Ausgaben können über den Materialwert hinaus einen Sammlerwert entwickeln, der von Auflage, Erhaltungsgrad und Motivbeliebtheit abhängt. Eine garantierte Wertsteigerung gibt es jedoch nicht; reine Anlagemünzen folgen enger dem Edelmetallpreis.

Wie bewahrt man Münzen der Perth Mint richtig auf? +

Empfehlenswert sind Münzkapseln oder Kassetten in einem trockenen, sicheren Umfeld wie Tresor oder Bankschließfach. Gerade Silber sollte vor Feuchtigkeit geschützt werden, um Anlaufen zu vermeiden, während der Originalzustand mit Etui und Zertifikat den Sammlerwert erhält.

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