Platinmünzen
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1 Unze Platin American Eagle
1 Unze Platin Wiener Philharmoniker 2026
1 Unze Platin Koala
1 Unze Platin Wiener Philharmoniker
1 Unze Platin Big Five Elefant 2019 PP (Auflage: 500 | 1. Motiv | im Etui)
1 Unze Platin Purest Maple Leaf 2026 (Auflage: 425 | Reverse Proof)
1 Unze Platin Mystic Wolf 2021 PP (Auflage:199 | Ultra High Relief)
1 Unze Platin Lunar III Maus 2020 PP (Auflage: 188 | Polierte Platte)
1 Unze Platin Lunar III Schlange 2025 (Auflage: 188 | Polierte Platte)
1 Unze Platin Lunar III Tiger 2022 PP (Auflage: 188 | Polierte Platte)
1 Unze Platin Big Five Löwe 2019 PP (Auflage: 500 | 2. Motiv | im Etui)
1 Unze Platin Big Five II Leopard 2023 PP (Auflage: 500 | 4. Motiv | Polierte Platte)
1 Unze Platin Lunar III Ziege 2027 (Auflage: 5.000)
1 Unze Platin Lunar III Ochse 2021 PP (Auflage: 188 | Polierte Platte)
1 Unze Platin Big Five Leopard 2020 PP (Auflage:500 | 4.Motiv | Polierte Platte)
1 Unze Platin Lunar III Hase 2023 PP (Auflage: 188 | Polierte Platte)
1 Unze Platin American Eagle PP 2017 (Auflage: 10.000)
Krügerrand Vintage Set 5 x 1 Unze Gold/Silber/Platin PP (1967, 2016, 2017 | 50 Jahre Krügerrand)
1 Unze Platin Britannia 2024 Charles III.
1 Unze Platin Känguru Nugget 2025
1/25 Unze Platin Wiener Philharmoniker 2026
1 Unze Platin Mongolischer Falke 2023 PP HR (Auflage: 199 | Ultra High Relief | Polierte Platte)
1 Unze Platin Maple Leaf Forever 2023 (Auflage: 375 | Reverse Proof | Gelbgold veredelt)
1 Unze Platin Britannia
1/10 Unze Platin Australien Kookaburra 2024 (Auflage: 15.000)
1/25 Unze Platin Wiener Philharmoniker 2024
1 Unze Platin Maple Leaf
1 Unze Platin Lunar III Drache 2024 (Auflage: 5.000)
1/10 Unze Platin Australien Koala 2023 (Auflage: 15.000)
Sechs Metalle aus einem Gestein.
Platin und Palladium gehören zu den sechs Platinmetallen. Alle sechs haben „ähnliche physikalische und chemische Eigenschaften und treten in der Natur meist zusammen auf“, schreibt der U.S. Geological Survey (übersetzt).
Ordnungszahl, Zeichen und Name. Hervorgehoben ist das Metall dieser Seite.

Im Magma finden sie zusammen. Ist es mit Schwefel gesättigt, trennt sich eine Sulfidschmelze ab, und die Platinmetalle reichern sich bevorzugt darin an. Aus solchen Lagerstätten stammt fast alles, was gefördert wird.
In der oberen Erdkruste steckt im Mittel ein halbes Milligramm Platin je Tonne. Erze, die man wegen der Platinmetalle abbaut, enthalten von allen sechs zusammen 5 bis 15 Gramm je Tonne. Eigene Rechnung: rund 10.000- bis 30.000‑mal so viel.
Platin steckt am Ende vor allem in eigenen Mineralen. In den meisten Gesteinen sind sie winzig: von unter einem Tausendstel bis zu einigen Zehnteln eines Millimeters.
„Die meisten Geologen können ein Leben lang an Gesteinen arbeiten, die an Platinmetallen angereichert sind, und nie ein Mineral der Platingruppe in einem Handstück sehen.“
U.S. Geological Survey, 2017 (übersetzt)
Platin formen: am Pazifik und in Madrid.
An der Küste im heutigen Grenzgebiet von Kolumbien und Ecuador kannte die La‑Tolita‑Tumaco‑Kultur das Platin schon einige Jahrhunderte vor Christus. Ihre Goldschmiede verbanden es mit Gold: Sie sinterten beide zu Legierungen, überzogen Gold mit Platin und plattierten Stücke mit Folie aus beiden Metallen. Die Raffinesse ihrer Metallarbeit sei „in einigen Fällen einzigartig auf der Welt“, schreibt David A. Scott (übersetzt).

Viele Jahrhunderte später, 1786, gelang Pierre François Chabaneau in Madrid, unterstützt von Fausto de Elhuyar, formbares Platin. Ein königlicher Erlass von 1787 hielt das Verfahren geheim. Das Labor in der Calle Hortaleza hieß „Casa de la Platina“. Dort und in einem zweiten Labor entstanden 435 bis 560 Kilogramm Platin.
Die Schritte nach der Studie im Mineralogical Magazine, 2020.
„Die Barren bekamen allzu oft Risse und zerbröckelten manchmal sogar unter dem Hammer, ohne erkennbaren Grund.“
Chaston, 1980, zitiert im Mineralogical Magazine, 2020 (übersetzt)
Eine Studie von 2020 sieht die Ursache darin: Im Platin steckten noch die übrigen Platinmetalle.
1886: ein Bild aus Platin.

William Willis erfand den Platindruck 1873. Zuerst entsteht das Bild aus lichtempfindlichen Eisensalzen. Beim Entwickeln werden sie herausgelöst und durch Platin ersetzt, so beschreibt es das Victoria and Albert Museum. Am Ende besteht das Bild aus Platin.
Geschätzt wurden die Abzüge für ihren Reichtum an feinen Tonstufen, meist silbrigen Grautönen, und für ihre Beständigkeit. Heute erlebt der Platindruck in der künstlerischen Fotografie eine Wiederkehr.
Peter Henry Emerson zeigt 1886 Lastsegler bei Cantley in Norfolk, die auf den Wechsel der Gezeiten warten. Das Blatt ist Tafel XXIV des Buches „Life and Landscape on the Norfolk Broads“.
Das Riff von 1924.
Im Juni 1924 wusch A. F. Lombaard Kies aus einem trockenen Flussbett der Farm Maandagshoek in Südafrika. Er fand „ein paar Körnchen eines schweren weißen Metalls“ (übersetzt) und dachte sofort an Platin. Am 7. Juni ging sein Konzentrat an Hans Merensky, am 12. August stieß Merensky im Gelände zu ihm.
In der ersten Septemberhälfte folgte der wichtigste Fund: die Gesteinslage, die heute Merensky‑Riff heißt. Wer die erste Probe nahm, sagen die Berichte von 1925 nicht, und den genauen Tag hielt niemand fest.
Ein solches Riff ist meist eine Gesteinslage von Zentimetern bis Metern Dicke, die sich über Zehner bis Hunderte Kilometer zieht. Das Merensky‑Riff lässt sich durch den ganzen Ost‑ und Westteil des Bushveld‑Komplexes verfolgen.
Der Komplex ist rund 2,05 Milliarden Jahre alt und liegt unter einer Fläche von rund 69.000 km². Laut U.S. Geological Survey (Stand 2017) wurden dort seit den 1920er‑Jahren 7.200 Tonnen Platinmetalle gewonnen.

Schema, nicht maßstäblich: Das Band ist viel dicker gezeichnet, als es im Verhältnis wäre.
Im selben Gestein: Palladium.
Im Erz liegt Platin meist mit Palladium und den anderen vier Platinmetallen zusammen, erst die Raffinerie trennt sie. Wie die Palladiummünze von 2017 entstand, erzählt die Palladiumseite.
Erhalten Sie innerhalb weniger Minuten ein kostenloses und individuelles Edelmetall-Angebot passend zu Ihren finanziellen Zielen.
Jetzt Angebot anfordernPlatin ist das seltenste der klassischen Anlage-Edelmetalle – rund dreißigmal seltener als Gold und über weite Strecken der Geschichte teurer. Wer Platinmünzen kauft, erwirbt daher nicht nur einen Sachwert, sondern ein Stück Edelmetall mit einer eigenwilligen, faszinierenden Geschichte und einer Doppelrolle zwischen Geldanlage und industriellem Rohstoff. In den folgenden Abschnitten geht es um Herkunft und Prägestätten, die verschiedenen Stückelungen, bekannte Motive wie Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker, die steuerlichen Besonderheiten sowie die Frage, was den Platinpreis eigentlich bewegt.
Platinmünzen als Geldanlage – der Markt im Überblick
Im direkten Vergleich zu Goldmünzen und Silbermünzen ist der Markt für Platinmünzen noch überschaubar. Genau darin liegt für viele Anleger der Reiz: Wo Gold und Silber längst in Millionenauflagen zirkulieren, sind hochwertige Prägungen aus Platin vergleichsweise rar. Die Nachfrage nach diesem weißen Edelmetall ist in den letzten Jahren spürbar gestiegen, und mit ihr das Angebot – Jahr für Jahr kommen neue Ausgaben hinzu.
Platin wird wie Gold und Silber in Feinunzen gehandelt und die gängigen Anlagemünzen tragen eine Feinheit von 999,5/1000. Sie bestehen damit nahezu vollständig aus reinem Platin. Klassiker wie der Krügerrand oder der Wiener Philharmoniker sind heute auch in Platin erhältlich und machen den Einstieg vertraut, weil die Motive bereits aus der Gold- und Silberwelt bekannt sind.
Anlagemünzen und Sammlermünzen – der feine Unterschied
Unabhängig vom Material wird zwischen Anlagemünzen und Sammlermünzen unterschieden. Anlagemünzen – auch Bullionmünzen genannt – werden in hohen Auflagen geprägt, ihr Preis orientiert sich in erster Linie am tagesaktuellen Materialwert. Sie eignen sich für Einsteiger ebenso wie für erfahrene Anleger. Sammlermünzen aus Platin dagegen besitzen neben dem Edelmetallwert einen zusätzlichen Sammlerwert, der sich aus geringer Auflage, besonderer Prägequalität oder dem Alter der Ausgabe speist.
- Anlagemünzen – z. B. Wiener Philharmoniker, Maple Leaf, Krügerrand. Geeignet für Einsteiger und alle, die den reinen Materialwert suchen.
- Sammlermünzen – z. B. Lunar Serie III, Queen's Beasts, Somalia Elefant. Interessant für Sammler und Anleger mit entsprechendem Fachwissen.
Wer regelmäßig in Sachwerte investiert, findet in der Kategorie Anlagemünzen das breitere Sortiment über alle Edelmetalle hinweg – Platin ergänzt dieses Feld als seltene, eigenständige Facette.
Geschichte der Platinmünzen – vom Abfallprodukt zum Edelmetall
Kaum ein Edelmetall hat einen so ungewöhnlichen Werdegang wie Platin. Lange galt es als wertlos, ja sogar als lästig. Nach der Ankunft der Europäer in Südamerika stießen Goldsucher auf ein schweres, silbrig-weißes Metall, das sich nur schwer schmelzen ließ – sie tauften es abschätzig platina, kleines Silber.
Die ersten Platinmünzen des 18. Jahrhunderts waren keine Wertanlagen, sondern Fälschungen: Weil der Platinpreis damals weit unter dem Goldpreis lag, wurden Platinkerne vergoldet und als Goldmünzen ausgegeben. Die Fälschungen waren so verbreitet, dass der spanische König den Platinhandel 1758 zeitweise komplett untersagte.
Als echte Umlaufwährung wurde Platin nur ein einziges Mal ernsthaft geprägt: Im russischen Kaiserreich ließ Zar Nikolaus I. von 1828 bis 1845 Münzen zu 3, 6 und 12 Rubel aus Platin herstellen. Rund 14 Millionen Platinrubel entstanden – wegen ihres schlichten Aussehens spöttisch als Serinkie (kleines Eselchen) verschrien.
Ein Metall, das man einst nicht schmelzen konnte, gilt heute als eines der wertvollsten der Welt – Platin hat den weitesten Weg aller Edelmetalle hinter sich.
Prägestätten und bekannte Platinmünzen
Den Einstieg in die moderne Ära machte 1983 die Isle of Man mit dem Platin Noble, der bis 1997 geprägt wurde und den bis heute gültigen Feinheitsstandard von 999,5/1000 setzte. Kanada folgte 1988 mit dem Platin-Maple-Leaf aus der Royal Canadian Mint, die USA schoben mit dem American Eagle nach. Heute geben Prägestätten rund um den Globus Anlage- und Sammlermünzen aus Platin heraus.
Beliebte Ausgaben nach Herkunftsland
- Kanada – der Maple Leaf aus Platin, motivgleich zu den Gold- und Silberausgaben.
- Österreich – der Wiener Philharmoniker, seit 2016 auch in Platin von der Münze Österreich.
- USA – der American Eagle der United States Mint.
- Großbritannien – Britannia sowie die Sammlerserien Queen's Beasts und Tudor Beasts.
- Südafrika – der Krügerrand in Platin, die jüngste Metallvariante des Klassikers.
- Australien – das Känguru Nugget, der Platypus und der Koala der Perth Mint.
- Cook Islands – die Bounty-Prägung, siehe Cook Islands.
- Somalia – der Somalia Elefant, motivgleich zur beliebten Elefanten-Serie.
Der australische Koala und das Schnabeltier
Der australische Koala wurde erstmals 1988 geprägt und wechselte sein Motiv jährlich; wegen der hohen Volatilität von Platin wurde die Serie im Jahr 2000 eingestellt. Ihr folgte 2011 der Platypus, das Schnabeltier der Perth Mint – eine 1-Unzen-Anlagemünze, die ein unter Wasser gleitendes Schnabeltier zeigt. Weitere Motive und Jahrgänge finden sich unter weitere Platinmünzen.
Stückelungen – welche Größen es gibt
Die Standard-Anlagemünze ist die 1 Unze (31,1 g). Daneben existieren kleinere Stückelungen wie 1/2, 1/4, 1/10, 1/20 oder 1/25 Unze sowie – bei einzelnen Serien – Grammausgaben und größere Formate. Weil der Prägeaufwand pro Münze annähernd gleich bleibt, gilt eine einfache Faustregel:
Je größer die Stückelung, desto günstiger der Preis pro Unze.
Kleine Einheiten sind flexibler beim späteren Verkauf und niedriger im Einstiegspreis, tragen aber einen höheren prozentualen Aufschlag. Große Einheiten sind materialeffizienter, dafür weniger teilbar. Wer Platin mit Barren kombinieren möchte, findet unter Platinbarren die aufschlagsärmere Alternative für reine Gewichtsanlage.
Steuer und rechtliche Besonderheiten
Der wichtigste Unterschied zu Anlagegold: Platinmünzen sind nicht von der Umsatzsteuer befreit. In Deutschland fallen beim Kauf die vollen 19 % Mehrwertsteuer an. Der Kaufpreis liegt dadurch merklich über dem reinen Materialwert – ein Effekt, der beim Verkauf allerdings in umgekehrter Richtung wirkt.
Steuerlicher Hinweis
Anders als Anlagegold unterliegen Platinmünzen und Platinbarren der vollen Mehrwertsteuer von 19 %. Wird beim späteren Verkauf ein Gewinn erzielt, bleibt dieser steuerfrei, sofern zwischen An- und Verkauf mindestens zwölf Monate liegen (private Veräußerungsgeschäfte). Diese Angaben sind allgemeine Informationen und ersetzen keine Steuerberatung.
Wer die steuerlichen Vorteile von Edelmetallen voll nutzen möchte, kombiniert Platin häufig mit umsatzsteuerbefreitem Anlagegold – etwa mit Goldbarren oder klassischen Goldmünzen.
Platinpreis – was den Kurs bewegt
Da der Wert von Anlagemünzen in erster Linie über das Material bestimmt wird, lohnt ein Blick auf die Preisbildung. Platin-Futures werden seit 1964 an der New York Mercantile Exchange in US-Dollar gehandelt, den physischen Referenzpreis liefert seit 1987 der London Platinum and Palladium Market. Der aktuelle Kurs lässt sich jederzeit über den Platin-Bereich verfolgen.
Platin ist ausgesprochen volatil, weil es zu einem großen Teil ein Industriemetall ist. Diese Faktoren beeinflussen den Kurs besonders stark:
- Industrienachfrage – vor allem aus der Automobilbranche, wo Platin in Fahrzeugkatalysatoren eingesetzt wird.
- Fördermenge – Südafrika, Russland und Kanada dominieren den Abbau; politische oder soziale Unruhen wirken direkt auf das Angebot.
- Dollar-Kurs – da Platin in US-Dollar notiert, beeinflusst der Wechselkurs den Preis in Euro.
- Technologiewandel – alternative Antriebe oder Ersatzmaterialien können die industrielle Nachfrage langfristig verschieben.
Neben dem Katalysatorgeschäft findet Platin auch in Schmuckherstellung, Medizin- und Labortechnik sowie in der Luft- und Raumfahrt Verwendung. Diese breite industrielle Basis macht das Metall zu einem eigenständigen Baustein neben Silber und Palladium.
Platinmünzen kaufen – Vorteile, Nachteile und Aufbewahrung
Platinmünzen sind eine interessante Ergänzung für ein breit gestreutes Edelmetall-Portfolio. Sie verbinden ansprechende Motive mit der Seltenheit eines Metalls, das sich weitgehend unabhängig von Gold entwickelt. Wie jede Anlageform haben sie zwei Seiten.
- Vorteile – seltenes Edelmetall, attraktive und limitierte Motive, Diversifikation gegenüber Gold und Silber, weltweite Handelbarkeit.
- Nachteile – 19 % Mehrwertsteuer, höhere Prägekosten als bei Barren, ausgeprägte Kursschwankungen, teils geringe Auflagen mit Aufschlägen.
Für die Aufbewahrung gilt: Platinmünzen gehören trocken, sicher und möglichst in ihrer Originalverpackung gelagert. Münzkapseln schützen die empfindliche Oberfläche vor Kratzern, für größere Bestände bieten sich Münzkassetten oder ein Bankschließfach an. Gerade Sammlermünzen in polierter Platte verlieren durch Fingerabdrücke oder Kratzer schnell an Wert.
Häufig gestellte Fragen zu Platinmünzen
Wie werden Platinmünzen in Deutschland besteuert? +
Beim Kauf fallen die vollen 19 % Mehrwertsteuer an, da Platin – anders als Anlagegold – nicht umsatzsteuerbefreit ist. Ein späterer Verkaufsgewinn bleibt steuerfrei, wenn zwischen An- und Verkauf mindestens zwölf Monate liegen. Diese Information ersetzt keine individuelle Steuerberatung.
Welche Feinheit haben Platin-Anlagemünzen? +
Gängige Anlagemünzen aus Platin tragen eine Feinheit von 999,5/1000 und bestehen damit nahezu vollständig aus reinem Platin. Dieser Standard wurde bereits vom Platin Noble der Isle of Man gesetzt und gilt bis heute für die meisten Ausgaben.
Was ist wertvoller – Gold oder Platin? +
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, weil sich die Kurse beider Metalle weitgehend unabhängig voneinander entwickeln. Historisch war Platin oft teurer als Gold, in den vergangenen Jahren hat sich das Verhältnis mehrfach verschoben. Ausschlaggebend ist, welches Metall industriell gerade stärker nachgefragt wird.
Welche Stückelung ist für den Einstieg sinnvoll? +
Die 1-Unzen-Münze ist die verbreitetste und liquideste Größe mit dem günstigsten Preis pro Unze. Kleinere Stückelungen wie 1/10 Unze sind flexibler und günstiger im Einstieg, tragen jedoch einen höheren prozentualen Aufschlag. Für reine Gewichtsanlage sind Platinbarren die aufschlagsärmere Alternative.
Warum schwankt der Platinpreis so stark? +
Platin ist zu einem großen Teil ein Industriemetall, dessen Nachfrage stark von der Automobil- und Fertigungsindustrie abhängt. Zusammen mit der Konzentration der Förderung auf wenige Länder und der Notierung in US-Dollar führt das zu ausgeprägter Volatilität – deutlich mehr, als es bei Gold üblich ist.
Worauf sollte man beim Kauf von Platinmünzen achten? +
Empfehlenswert ist ein Blick auf den historischen Kursverlauf, die Wahl eines erfahrenen Edelmetallhändlers sowie bei Sammlermünzen die Beachtung von Auflage und Erhaltungsgrad. Platin eignet sich eher für langfristige Anlagehorizonte; überstürzte Käufe oder Verkäufe bei kurzfristigen Kursausschlägen sollten vermieden werden.

















































