Deutsche Auswanderer: Warum Rentner und Familien Deutschland verlassen
Die Zahlen sind alarmierend, die Geschichten dahinter noch viel mehr: Alleinerziehende Mütter, Arbeitslose, Rentner mit bescheidener Rente – sie alle wollen raus aus Deutschland. Was einst ein Phänomen wohlhabender Unternehmer und digitaler Nomaden war, hat sich zu einer breiten gesellschaftlichen Bewegung entwickelt, die sämtliche Schichten erfasst. Und während die Politik in Berlin über Koalitionsarithmetik debattiert, packen immer mehr Deutsche ihre Koffer – nicht für den Urlaub, sondern für immer.
Die große Flucht: Warum Deutschland seine Bürger verliert
Christoph Heuermann kennt das Phänomen wie kaum ein Zweiter. Der Gründer von Staatenlos.ch, der alle Länder und Territorien der Welt bereist hat, berät seit über elf Jahren Menschen beim Auswandern. Was er in jüngster Zeit beobachtet, ist beispiellos.
„Es ist halt extremst in die Breite gegangen. Ich habe mittlerweile Anfragen von alleinerziehenden Müttern, von Arbeitslosen, Rentnern mit nicht allzu hoher Rente – die wollen alle weg. Das ist unglaublich."
Früher waren es die typischen Onlineunternehmer und Selbstständigen, die den Schritt wagten. Heute klopfen fest verwurzelte Mittelständler mit 100 Mitarbeitern an, Familien, die dem deutschen Schulzwang entfliehen wollen, und eben jene Rentner, die man als letzte Auswanderer-Kandidaten vermutet hätte.
Die Gründe sind vielfältig – und sie gehen weit über die Steuerbelastung hinaus:
- Erdrückende Bürokratie für Unternehmer und Privatpersonen
- Explodierende Energiekosten, die den Mittelstand in die Knie zwingen
- Wachsende Unsicherheit im öffentlichen Raum
- Schulzwang und mangelnde Bildungsfreiheit für Familien
- Drohende Enteignungsszenarien durch Politik und EU
- Zunehmende Zensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit
Holland als Warnsignal: 36 Prozent auf unrealisierte Gewinne
Wer glaubt, es könne nicht schlimmer werden, wird eines Besseren belehrt. Ausgerechnet die Niederlande – bislang ein vergleichsweise attraktiver Standort für Vermögende – haben gerade ein Gesetz durchs Parlament gebracht, das selbst hartgesottene Steuerexperten fassungslos macht: 36 Prozent Steuer auf unrealisierte Kursgewinne.
Was das konkret bedeutet? Ein Rechenbeispiel macht die Absurdität greifbar:
- Sie kaufen vor zehn Jahren Kryptowährungen im Wert von 10.000 Euro
- Heute sind diese Bestände eine Million Euro wert
- Sie haben 990.000 Euro unrealisierte Gewinne – also Buchgewinne, die Sie nie realisiert haben
- Darauf werden nun 36 Prozent Steuern fällig – rund 356.400 Euro
- Fällt der Kurs danach um die Hälfte, bekommen Sie nichts zurück
„Da wird wirklich eine Massenflucht einsetzen. Wer halbwegs vernünftig ist, wird sich das nicht gefallen lassen."
Das Beunruhigende: Es ist nur eine Frage der Zeit, bis solche Ideen auch nach Deutschland überschwappen. Österreich ist bereits einen Schritt weiter – dort gilt die Wegzugsbesteuerung schon seit drei Jahren auf jeden unrealisierten Kursgewinn, ob Aktien, Kryptos oder sogar Gold.
Die Wegzugsbesteuerung: Deutschlands goldener Käfig
Wer als Unternehmer Deutschland verlassen möchte, stößt auf eine besonders perfide Hürde: die Wegzugsbesteuerung, auch Entstrickungssteuer genannt. Sie funktioniert wie ein unsichtbarer Zaun um das Land.
Das Finanzamt berechnet den fiktiven Wert Ihres Unternehmens nach einer simplen Formel: Durchschnittsgewinn der letzten drei Jahre multipliziert mit dem Faktor 13,75. Bei einem Durchschnittsgewinn von 100.000 Euro ergibt das einen fiktiven Firmenwert von 1,375 Millionen Euro. Darauf werden rund 25 Prozent Steuern fällig – nur damit Sie das Land verlassen dürfen.
Die meisten Unternehmer haben diese Liquidität schlicht nicht. Es ist, als würde man einem Gefangenen sagen: „Du darfst gehen – wenn du die Mauer bezahlst."
Verschärfung in Sicht
Besonders besorgniserregend: Deutschland hat die Wegzugsbesteuerung bereits auf Fonds ab 500.000 Euro Anschaffungskosten ausgeweitet. Experten rechnen damit, dass diese Schwelle deutlich gesenkt wird und künftig auf alle Vermögenswerte Anwendung findet. Wer sein Vermögen schützen möchte, sollte jetzt handeln – nicht erst, wenn die Schlinge sich weiter zuzieht.
Umso wichtiger wird es, Vermögen in Sachwerten zu halten, die international mobil sind. Goldmünzen und Goldbarren bieten hier einen entscheidenden Vorteil: Sie sind physisch, anonym lagerbar und weltweit als Wertaufbewahrungsmittel anerkannt. Wer etwa mit einem Gold Starter-Set beginnt, macht den ersten Schritt in Richtung finanzieller Unabhängigkeit vom System.
Vermögensschutz: Wenn der Staat nach Ihren Ersparnissen greift
Die Sorge vor staatlichem Zugriff auf private Vermögen ist längst keine Verschwörungstheorie mehr. Wenn ein Friedrich Merz öffentlich davon spricht, die „Sparguthaben der Steuerzahler zu mobilisieren", um Infrastruktur zu finanzieren, und eine Ursula von der Leyen eine „Savings and Investment Union" propagiert – also die Umwandlung von Ersparnissen in staatlich gelenkte Investitionen –, dann sind das unmissverständliche Signale.
„Jeder Bundesbürger sollte zumindest in Erwägung ziehen, ein Konto im Ausland aufzumachen, außerhalb der Reichweite Deutschlands oder der Europäischen Union. Oder noch besser: das Geld in Edelmetallen, in Krypto, in anderen Sachwerten diversifiziert anzulegen."
Diese Einschätzung deckt sich mit dem, was wir bei Kettner Edelmetalle seit Jahren beobachten: Die Nachfrage nach physischem Gold steigt kontinuierlich – und das aus gutem Grund. Während Gold auf dem Weg zur 6.000-Dollar-Marke ist, erweist sich das Edelmetall einmal mehr als der ultimative Vermögensschutz.
Die Flaggentheorie: Vermögen global diversifizieren
Das Konzept, das Heuermann seinen Klienten empfiehlt, nennt sich Flaggentheorie. Die Idee ist bestechend einfach: Was in der Investmentwelt als Diversifikation selbstverständlich ist, wird konsequent auf das gesamte Leben übertragen.
Die wichtigsten „Flaggen" im Überblick:
- Wohnsitz – in einem steuerlich attraktiven Land
- Staatsbürgerschaft – idealerweise mehrere, für maximale Flexibilität
- Bankkonten – verteilt auf verschiedene Jurisdiktionen
- Unternehmen – dort gegründet, wo die Bedingungen am besten sind
- Vermögenslagerung – physische Werte wie Gold an sicheren Standorten weltweit
- Digitale Infrastruktur – außerhalb zensurgefährdeter Systeme
Singapur gilt dabei als einer der besten Standorte für Edelmetalllagerung weltweit. Auch Hongkong positioniert sich zunehmend als globales Edelmetall-Zentrum – ein Trend, der die Verlagerung von Vermögenswerten nach Asien weiter beschleunigen dürfte.
Digitale ID und CBDC: Die nächste Stufe der Kontrolle
Ein Thema, das viele Menschen in der Edelmetall-Community besonders umtreibt, ist die digitale Identität und das digitale Zentralbankgeld (CBDC). Heuermann ist realistisch: Die digitale ID wird kommen, und wir werden sie nicht komplett vermeiden können.
Entscheidend sei jedoch, sich eine „parallele Realität" aufzubauen – finanzielle Infrastruktur außerhalb des EU-Zugriffs. Dafür braucht es nicht zwingend eine neue Staatsbürgerschaft. Schon ein sogenannter Scheinwohnsitz in Ländern wie Paraguay, Thailand oder Mexiko kann ausreichen, um Konten und Plattformen außerhalb der EU-Regulierung zu verifizieren.
Es gibt zudem Länder, die infrastrukturell gar nicht in der Lage sind, solche Systeme umzusetzen. Wo die Bevölkerung kaum Internet nutzt und keine Kreditkarten besitzt, wird eine digitale ID auf absehbare Zeit nicht durchsetzbar sein. Ein Spiel auf Zeit – aber eines, das sich lohnen kann.
Gerade in diesem Kontext gewinnt physisches Gold eine zusätzliche Dimension. Während digitale Vermögenswerte theoretisch eingefroren, überwacht oder besteuert werden können, bleibt ein Maple Leaf oder ein Wiener Philharmoniker das, was er ist: ein Stück monetäre Freiheit, das in keine Datenbank passt.
Wohin die Deutschen fliehen: Die beliebtesten Auswanderungsländer
Die Destinationen, die bei Auswanderungsberatern am häufigsten nachgefragt werden, unterscheiden sich deutlich von den klassischen Urlaubszielen. Hier die Top-Destinationen für steuerlich motivierte Auswanderer:
Innerhalb Europas
- Portugal – attraktive Steuerprogramme für Neuzuzügler
- Griechenland – nur 7% Steuer auf Renten, Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland
- Italien – Pauschalsteuer für Vermögende, 7% für Rentner in Süditalien
- Zypern – weitgehende Steuerfreiheit für Investoren möglich
- Kroatien – zunehmend attraktiv für digitale Unternehmer
- Irland – interessante Unternehmensbesteuerung
Weltweit
- Paraguay – einfache Einwanderung, keine Steuer auf Auslandseinkommen, guter „Plan B"
- Dubai/VAE – steuerfrei, aber Banken mit Einschränkungen
- Costa Rica – Lebensqualität bei niedrigen Kosten
- Thailand – günstig, warm, wachsende Expat-Community
- Mexiko – niedrige Lebenshaltungskosten, einfache Einwanderung
Besonders bemerkenswert ist das Beispiel Griechenland für Rentner: Durch das Doppelbesteuerungsabkommen mit Deutschland entfällt der deutsche Besteuerungsanspruch komplett. Die Rente wird nur mit 7 Prozent in Griechenland versteuert. Für einen Rentner mit 2.000 Euro monatlicher Rente kann das einen Unterschied von mehreren hundert Euro pro Monat ausmachen.
Sicherheit: Das unterschätzte Auswanderungsmotiv
Neben Steuern und Bürokratie gibt es ein Thema, das zunehmend an Bedeutung gewinnt: die persönliche Sicherheit. Heuermann, der buchstäblich jedes Land der Welt kennt, bringt es auf den Punkt:
„In Deutschland bin ich extrem unwohl. Ich fahre gar nicht mehr mit der Straßenbahn. Ich nehme nie öffentlichen Verkehr in Deutschland, weil ich nie weiß, ob vielleicht was passiert. Das ist so ein latentes Unwohlsein, weil das, was du in der Kindheit gewohnt warst, als es noch ziemlich sicher war, heutzutage nicht mehr der Fall ist."
In vielen anderen Ländern, selbst in vermeintlich „gefährlichen" wie Brasilien oder Russland, sei die Sicherheitslage besser kalkulierbar. Man wisse, welche Viertel man meiden sollte und welche sicher sind. In Deutschland hingegen sei diese Berechenbarkeit verloren gegangen.
Eine bittere Erkenntnis für ein Land, das einst als eines der sichersten der Welt galt.
Gold als ultimativer Auswanderungsbegleiter
Unabhängig davon, ob man Deutschland verlässt oder bleibt – der Schutz des eigenen Vermögens sollte oberste Priorität haben. Und hier spielt Gold eine Schlüsselrolle, die kaum überschätzt werden kann.
Physisches Edelmetall bietet Eigenschaften, die in Zeiten zunehmender staatlicher Kontrolle unersetzlich sind:
- Keine digitale Spur – Gold existiert außerhalb jeder Datenbank
- Weltweit akzeptiert – von Singapur bis Paraguay
- Inflationsschutz – seit Jahrtausenden bewährt
- Transportabel – ein Vermögen passt in die Hosentasche
- Nicht einfrierbar – kein Staat kann physisches Gold per Knopfdruck sperren
Wer sich international aufstellen möchte, sollte auch sein Edelmetallportfolio diversifizieren. Klassiker wie der Känguru aus Australien, der American Eagle oder der Britannia sind weltweit bekannt und leicht handelbar. Auch exotischere Stücke wie der China Panda oder die Lunar-Serie erfreuen sich international großer Beliebtheit.
Für den systematischen Vermögensaufbau bieten sich strukturierte Lösungen an: Vom Gold Starterpaket S für den Einstieg über das Gold Krisenschutzpaket S bis hin zum Gold Krisenschutzpaket M oder dem Gold Krisenschutzpaket XXL für größere Vermögen – die Möglichkeiten sind vielfältig.
Interessant in diesem Zusammenhang: Selbst Krypto-Giganten wie Tether horten mittlerweile Gold wie ein Staat – ein deutliches Signal, dass auch die digitale Finanzwelt die Bedeutung physischer Werte erkannt hat.
Freiheit ist eine Entscheidung
Die Botschaft, die aus all diesen Entwicklungen hervorgeht, ist unmissverständlich: Wer wartet, verliert. Jedes Jahr, das verstreicht, bringt neue Regulierungen, höhere Steuern und engere Kontrollen. Was heute noch legal möglich ist – ein Auslandskonto, eine internationale Firmenstruktur, die steueroptimierte Auswanderung –, kann morgen bereits eingeschränkt oder verboten sein.
Bezeichnend ist ein Detail, das Heuermann beiläufig erwähnt: In Deutschland ist es verboten, mit dem Auswandern zu werben. Allein diese Tatsache sagt mehr über den Zustand dieses Landes aus als jede Statistik.
Doch selbst wer Deutschland nicht verlassen kann oder will, hat Optionen. Ein Auslandskonto, physisches Gold an einem sicheren Standort, eine diversifizierte Vermögensstruktur – all das lässt sich noch legal umsetzen. Die Betonung liegt auf „noch".
Die ersten Schritte
- Eigene Situation analysieren – Wo stehe ich? Was habe ich? Was will ich?
- Vermögen in Sachwerte umschichten – physisches Gold, Silber, Edelmetalle
- Auslandskonto eröffnen – außerhalb der EU-Jurisdiktion
- Professionelle Beratung suchen – nicht beim lokalen Steuerberater, sondern bei internationalen Experten
- Nicht überstürzen – erst erkunden, dann entscheiden, dann handeln
Heuermanns Rat für Auswanderungswillige ist pragmatisch: Erst zwei Jahre lang vier Standorte à sechs Monate ausprobieren, dann entscheiden. Keine Immobilien kaufen, bevor man ein Land wirklich kennt. Und vor allem: nicht blind dem Hype folgen, sondern die eigene Situation ehrlich bewerten.
Das Fazit: Deutschland verliert – und Gold gewinnt
Die Auswanderungswelle aus Deutschland ist kein vorübergehendes Phänomen. Sie ist das logische Ergebnis jahrzehntelanger Fehlentwicklungen: einer erdrückenden Steuerlast, wachsender Bürokratie, schwindender Sicherheit und einer politischen Klasse, die ihre Bürger zunehmend als Melkkühe betrachtet.
Ob man geht oder bleibt – eines steht fest: Vermögensschutz ist keine Option mehr, sondern eine Notwendigkeit. Und in einer Welt, in der digitale Vermögenswerte eingefroren, Bankkonten gesperrt und unrealisierte Gewinne besteuert werden können, bleibt physisches Gold das, was es seit 5.000 Jahren ist: der ultimative Anker in stürmischen Zeiten.
Denn während Staaten kommen und gehen, Währungen entstehen und vergehen, Gesetze geschrieben und umgeschrieben werden – eine Unze Gold bleibt eine Unze Gold. In Deutschland, in Paraguay, in Singapur und überall sonst auf dieser Welt.
Weitere Podcasts

Nahtoderfahrung eines Unternehmers: Dominik Kettner über Leben und Tod
22.02.2026

Deutschlands Krise: Moralpolitik statt Realpolitik der Altparteien
22.02.2026

Gasspeicher kritisch: 22% Füllstand gefährdet Versorgung
19.02.2026

Silbermarkt-Kollaps: COMEX-Manipulation und historische Lagerleere
18.02.2026
