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Kiwi Silber

Ein Vogel, der vieles anders macht

In Neuseeland leben fünf Arten von Kiwis: Braunkiwi, Roroa, Kleiner Fleckenkiwi, Rowi und Tokoeka, so das Department of Conservation. Der Braunkiwi (Apteryx mantelli) ist nachtaktiv: Am Tag ruht er in einer Höhle, einem hohlen Baum oder Stamm oder unter dichtem Bewuchs und kommt kurz nach Einbruch der Nacht hervor, so New Zealand Birds Online. Die Kapitel zeigen fünf Dinge, die den Kiwi ausmachen.

Zwei Kiwis auf Waldboden vor Farnen: vorn einer von der Seite mit langem Schnabel, dahinter ein zweiter, der den Schnabel in den Boden senkt.
Braunkiwi, Tafel von J. G. Keulemans, 1873

Die Nase an der Spitze des Schnabels

Nach Martin und anderen liegen die Nasenöffnungen, die Eingänge der Nase, nur beim Kiwi nahe der Spitze des Oberschnabels; bei allen anderen Vögeln öffnen sie sich nahe am Grund des Schnabels oder innen am Gaumen. Das Team um Cunningham verglich die Schnabelspitze des Braunkiwis mit denen von vier Arten, die ebenfalls im Boden stochern. Nur beim Kiwi lagen die Öffnungen vorn, im Mittel 4,3 bis 7,1 mm hinter der Spitze des Schnabelknochens.

Etwa 2,5 mm hinter der Spitze des Schnabelknochens zweigen von zwei Kanälen für Nerven, links und rechts, einzelne Tastgruben ab. Darin sitzen Tastkörperchen (Herbst‑Körperchen), kleine Sinnesorgane für Erschütterungen und Druckunterschiede im Boden: Im Gewebeschnitt waren beim Kiwi im Mittel 6,32 je Grube zu sehen (38 Gruben von vier Vögeln), bei der Pfuhlschnepfe 10,27 (15 Gruben eines Vogels). Schnepfenvögel, Kiwis und Ibisse sind nur entfernt verwandt; ihre Schnabelspitzen mit Tastgruben sind unabhängig voneinander entstanden.

Die Riechkolben, die Teile des Gehirns, die Gerüche verarbeiten, sind beim Braunkiwi im Verhältnis größer als bei allen 55 anderen Vogelarten, die Corfield und andere verglichen. Ob der Kiwi seine Nahrung eher ertastet oder erriecht, ist offen.

The nares of kiwi were downward-facing and shielded dorsally by ‘curtains’ of keratin.

Sinngemäß: Die Nasenöffnungen des Kiwis zeigten nach unten und waren von oben durch „Vorhänge“ aus Horn (Keratin) geschützt.

Cunningham und andere 2013, am Braunkiwi

Schema, keine Messung

Die Münze zeigt einen Kiwi der Art Tokoeka mit gesenktem Schnabel auf einem Strand mit einzelnen Steinen vor Felsen.

Was das kleine Auge sieht

Das Auge des Braunkiwis misst 7,0 mm, gemessen an zwei Augen. Für sein Körpergewicht ist es deutlich kleiner, als der Vergleich mit 104 fliegenden Vogelarten erwarten lässt. Das Sehfeld jedes Auges, der Bereich, den es auf einmal erfasst, ist 125° weit. Das beidäugige Feld vorn, in dem beide Augen dasselbe sehen, fehlt fast ganz, und hinter dem Kopf liegt ein großer Bereich ohne Sicht. Gemessen hat das Team um Martin die Sehfelder an einem Braunkiwi und einem Vogel der Art Roroa.

Der Sehnerv, der das Bild ins Gehirn leitet, ist beim Braunkiwi 0,77 mm dick, bei der Taube 1,58 mm. Mehrere Gene für Opsine, die Sehfarbstoffe des Farbsehens, sind im Erbgut des Braunkiwis stillgelegt, wahrscheinlich erst nach der Ankunft des Vorfahren der heutigen Kiwis in Neuseeland, so Le Duc und andere.

the bill falls at the very periphery of the visual field and the birds cannot see their own bill tip.

Sinngemäß: Der Schnabel liegt ganz am Rand des Sehfelds, und die Vögel können ihre eigene Schnabelspitze nicht sehen.

Martin und andere 2007

Kopf und Schnabel von oben; Schema, die Winkel stehen im Text

Die Münze zeigt einen goldenen Kiwi der Art Roroa auf dunklen Felsen am Ufer eines Sees, dahinter Berge.

Der Körper um das Ei

Kiwis legen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht sehr große Eier. Vieco‑Galvez und andere maßen, wie dick die Schale ist, die harte Hülle des Eis: im Mittel 304,77 Mikrometer (Tausendstel Millimeter) beim Braunkiwi, 368,95 beim Rowi und 383,96 bei der Tokoeka aus den Haast‑Bergen. Die Dicke schien der geografischen Breite zu folgen, dünner bei der nördlichsten Art, dicker bei der südlichsten.

Abourachid, Castro und Provini fanden bei Braunkiwi und Kleinem Fleckenkiwi ein stark gekrümmtes Becken, die Knochen der Hüfte, einen steifen Schwanz und vergrößerte Rippen. Beim Weibchen, das ein Ei trägt, sitzt das Ei bauchseitig unter dem Becken, bei anderen Vögeln näher an der Wirbelsäule. Im 3D‑Modell der Brutstellung könnten die vergrößerten Rippen das Gewicht des Vogels tragen, wenn er sich auf das große Ei stützt, bei Männchen wie Weibchen. Der Embryo arbeitet trotz der sehr langen Brut so sparsam wie die anderer Vögel, gemessen am Braunkiwi (Prinzinger und Dietz).

The eggshell of Apteryx is unusually thin and less porous than allometrically expected possibly as a compensation for a very long incubation period.

Sinngemäß: Die Eischale des Kiwis ist ungewöhnlich dünn und weniger porös, als nach den Größenverhältnissen zu erwarten wäre, möglicherweise als Ausgleich für eine sehr lange Brutzeit.

Vieco‑Galvez und andere 2021

Schema, keine Messung

Die Münze zeigt einen Braunkiwi in einer Nestmulde, davor zwei Eier im Nistmaterial, darüber einen Farnwedel.

Ein Vorrat für die ersten Tage

Kiwis schlüpfen voll befiedert. Mit etwa fünf Tagen verlassen die Küken das Nest zur Nahrungssuche; von den Eltern werden sie nie gefüttert, und bis zur vollen Größe wachsen junge Kiwis drei bis fünf Jahre, so das Department of Conservation. Einen Vorrat bringen sie aus dem Ei mit: Der Dotter ist der Nährvorrat im Ei, und was davon beim Schlupf übrig ist, heißt Restdotter.

Beim Braunkiwi finden sich 48 % des Dotters aus dem frischen Ei als Restdotter im geschlüpften Küken wieder, der ihm bis mindestens 17 Tage nach dem Schlupf als einzige Quelle für Energie und Wachstum dienen kann.

Prinzinger und Dietz, gemessen am Braunkiwi (vier Eier und Küken)

Die Münze zeigt einen Kleinen Fleckenkiwi, vor ihm ein Küken, am Rand Gräser.

Die nächsten Verwandten lebten auf Madagaskar

Die nächsten Verwandten der heutigen Kiwis sind die Elefantenvögel Madagaskars; auch die Moa, die in Neuseeland lebten, sind verwandt, aber nicht die nächsten, so das Department of Conservation. Mitchell und andere fanden das im Erbgut der Mitochondrien zweier Elefantenvögel. Für das Team spricht das gegen eine Trennung der Linien beim Zerfall des Urkontinents Gondwana und für eine Ausbreitung im Flug.

Ein großer Knochen, der sich unten in drei Enden teilt, in drei Ansichten, daneben drei gerundete Teile übereinander, gezeichnet auf hellem Grund.
Knochen eines Elefantenvogels (Aepyornis maximus), Tafel von C. Bettini für G. Bianconi, 1865

Daten aus altem Erbgut von Eierschalen deuten nach Grealy und anderen auf eine rasche Aufspaltung der Urkiefervögel, zu denen Kiwis und Elefantenvögel gehören, vor 69 bis 52 Millionen Jahren, lange nach dem Zerfall Gondwanas. Ein fossiles Brustbein stützt nach Widrig und anderen die Annahme, dass zumindest einige frühe Verwandte der heutigen Urkiefervögel weit fliegen konnten. In digital nachgebildeten Ausgüssen der Hirnhöhle zweier Arten von Elefantenvögeln fanden Torres und Clarke sehr kleine Sehzentren, wie beim Kiwi; sie deuten das als Zeichen eines Lebens in der Nacht.

Für den Elefantenvogel Vorombe titan geben Hansford und Turvey ein mittleres Körpergewicht von fast 650 kg an. Braunkiwi, Roroa, Rowi und Tokoeka wiegen höchstens 2,0 bis 3,0 kg, je nach Art und Geschlecht (Vieco‑Galvez und andere).

RoroaSilber, 1 Unze (31,1 g)Silber, 1 Unze

Die Nasenöffnungen nahe der Schnabelspitze, das kleine Auge und der Körper um ein großes Ei unterscheiden den Kiwi von anderen Vögeln; dazu kommen ein Küken mit eigenem Vorrat und Verwandte, die auf Madagaskar lebten. Gemessen wurde das meist am Braunkiwi, und manches, wie die Frage nach Tasten oder Riechen, ist noch offen.

Fachaufsätze: Martin und andere (2007): PLoS ONE, doi.org/10.1371/journal.pone.0000198. Cunningham und andere (2013): PLoS ONE, doi.org/10.1371/journal.pone.0080036. Corfield und andere (2014): Brain, Behavior and Evolution, doi.org/10.1159/000365564. Cunningham, Castro, Alley (2007): Journal of Anatomy, doi.org/10.1111/j.1469-7580.2007.00786.x. Le Duc und andere (2015): Genome Biology, doi.org/10.1186/s13059-015-0711-4. Vieco-Galvez und andere (2021): Ecology and Evolution, doi.org/10.1002/ece3.7266. Abourachid, Castro, Provini (2019): Journal of Anatomy, doi.org/10.1111/joa.13072. Prinzinger, Dietz (2002): Comparative Biochemistry and Physiology Part A: Molecular & Integrative Physiology, doi.org/10.1016/s1095-6433(02)00010-7. Mitchell und andere (2014): Science, doi.org/10.1126/science.1251981. Grealy und andere (2017): Molecular Phylogenetics and Evolution, doi.org/10.1016/j.ympev.2017.01.005. Widrig und andere (2025): Biology Letters, doi.org/10.1098/rsbl.2025.0320. Torres, Clarke (2018): Proceedings of the Royal Society B, doi.org/10.1098/rspb.2018.1540. Hansford, Turvey (2018): Royal Society Open Science, doi.org/10.1098/rsos.181295. Alle Aufsätze abgerufen am 22. Oktober 2026.Weitere Quellen, abgerufen am 22. Oktober 2026: Department of Conservation, Kiwi, doc.govt.nz/nature/native-animals/birds/birds-a-z/kiwi; Facts and threats to kiwi, doc.govt.nz/nature/native-animals/birds/birds-a-z/kiwi/facts; Brown kiwi, doc.govt.nz/nature/native-animals/birds/birds-a-z/kiwi/brown-kiwi. New Zealand Birds Online, North Island brown kiwi, nzbirdsonline.org.nz/species/north-island-brown-kiwi. Artnamen nach der Liste des Department of Conservation, sinngemäß übersetzt. Die deutschen Fassungen der Zitate sind eigene, sinngemäße Übersetzungen. Bilder: Münzen nach Produktfotos des Shops; Tafeln von J. G. Keulemans (1873, aus W. L. Buller: A history of the birds of New Zealand; Alexander Turnbull Library, Wellington, New Zealand) und C. Bettini (für G. Bianconi, 1865) über Wikimedia Commons; Schemata von Kettner Edelmetalle.

Kaum eine Silbermünze verbindet Tierliebe und Sammlerleidenschaft so eng wie der Silber Kiwi aus Neuseeland. Der kleine, flugunfähige Laufvogel ziert seit 2004 die Motivseite dieser begehrten Serie und wechselt Jahr für Jahr sein Erscheinungsbild – mal aufmerksam pickend, mal wachsam durch das nächtliche Unterholz streifend. In den folgenden Abschnitten geht es um die Geschichte der Münze, ihre Serien und Motive, die technischen Daten, Echtheitsmerkmale, die steuerliche Behandlung sowie die Frage, warum gerade dieser Vogel bei Sammlern ein solches Herzblut auslöst.

Der Kiwi – ein Wahrzeichen wird zur Silbermünze

Der Kiwi ist weit mehr als nur ein Tiermotiv. Er gilt als Nationalsymbol Neuseelands, und die Einwohner des Landes nennen sich selbst voller Stolz Kiwis. Der nachtaktive Vogel gehört zur Ordnung der Laufvögel, kann nicht fliegen und lebt ausschließlich auf den Inseln Neuseelands. Diese kulturelle Bedeutung machte ihn zur idealen Wahl für eine eigene Silbermünzen-Serie, die das Land international sichtbar macht.

Herausgeber der Münze ist die New Zealand Post – eine Besonderheit, denn üblicherweise würde man die staatliche Prägeanstalt als Emittenten erwarten. Diese historisch gewachsene Konstellation prägt die Serie bis heute. Geprägt wird die Münze von wechselnden internationalen Partnern, darunter die New Zealand Mint, die Perth Mint in Australien sowie die deutsche Kunstprägeanstalt B.H. Mayer.

Das jährlich wechselnde Design der Kiwi Münze

International trägt die Münze auch den Namen New Zealand Silver Dollar. Seit der ersten Auflage zeigt die Motivseite stets einen nach links blickenden Kiwi in unterschiedlichen Haltungen und vor wechselnden, landestypischen Hintergründen. Genau dieser jährliche Wandel ist das Herzstück der Serie: Kein Jahrgang gleicht dem anderen, und jedes Motiv erzählt ein Stück neuseeländischer Natur.

Die Wertseite zeigte über viele Jahre das Porträt von Queen Elizabeth II. als Staatsoberhaupt Neuseelands – ein klassisches Merkmal von Commonwealth-Prägungen. Wer die verschiedenen Jahrgänge nebeneinanderlegt, erkennt schnell, wie fein die Graveure den Charakter des scheuen Vogels herausgearbeitet haben. Diese motivische Vielfalt unterscheidet den Kiwi deutlich von reinen Anlageprägungen wie dem Maple Leaf oder dem Wiener Philharmoniker, deren Motiv über Jahrzehnte gleich bleibt.

Silbermünze mit Reliefdarstellung eines Kiwi-Vogels und polierter Oberfläche
Der Kiwi als fein graviertes Reliefmotiv – Herzstück jeder Ausgabe der Serie. (Symbolbild)

Ein Kiwi lässt sich nicht bändigen – er lässt sich nur bewundern. Genau dieser Charme macht jede Ausgabe der Serie zu einem kleinen Sammlerereignis.

Technische Daten und Qualitäten

Der klassische Silber Kiwi existiert in erster Linie als 1-Unzen-Prägung. Eine Unze entspricht 31,1 Gramm Feinsilber mit einem Feingehalt von 999/1000. Der Nominalwert beträgt in der Regel 1 Neuseeland-Dollar. Neben der Standardunze sind über die Jahre auch Sonderformate wie 2,5-Unzen-Ausgaben und teilvergoldete Varianten erschienen, die die Serie zusätzlich abwechslungsreich machen.

Angeboten wird die Münze in zwei zentralen Prägequalitäten, die sich in Anmutung, Verpackung und Aufschlag unterscheiden:

  • Stempelglanz (BU / Specimen) – geliefert im Blister oder in der Münzkapsel. Die zugängliche Einstiegsvariante mit klarer, gleichmäßiger Oberfläche.
  • Polierte Platte (PP) – geliefert im hochwertigen Etui mit Echtheitszertifikat. Spiegelnder Untergrund, mattierte Motivelemente und ein deutlich edlerer Gesamteindruck.
  • Teilvergoldete und colorierte Sonderausgaben – meist in sehr niedriger Auflage, gefragt bei Motivsammlern.

Für die Aufbewahrung empfehlen sich passende Münztaschen oder eine Münzkassette, um die empfindliche PP-Oberfläche vor Kratzern und Fingerabdrücken zu schützen.

Die drei Serien des Silber Kiwis

Die Geschichte der Münze lässt sich in drei aufeinanderfolgende Serien gliedern, die den anhaltenden Erfolg – gerade auch in Deutschland – widerspiegeln.

New Zealand (2004–2008)

Die erste Auflage trug schlicht die Bezeichnung New Zealand. Bereits die Erstausgabe von 2004 gilt heute als Rarität und wird auf dem Sammlermarkt zu einem Vielfachen des ursprünglichen Ausgabepreises gehandelt. Innerhalb dieser Serie wurden gezielt einzelne Kiwi-Arten porträtiert – vom Great Spotted Kiwi der Jahre 2004 und 2005 über den Rowi Kiwi (2006) bis zum Brown Kiwi (2007) und dem Tokoeka Kiwi (2008). Diese frühen Jahrgänge legten den Grundstein für den Ruf der Serie.

Icons of New Zealand (ab 2009)

Aufgrund des großen Erfolgs folgte 2009 die zweite Serie Icons of New Zealand. Sie führte die Idee des jährlich wechselnden Motivs konsequent fort und festigte die Beliebtheit des Silber Kiwis im deutschsprachigen Raum.

Kiwi Treasures (ab 2012)

Nur wenig später startete die dritte Serie Kiwi Treasures, die den Erfolg nahtlos fortsetzte. Neben dem klassischen Kiwi widmeten sich einzelne Ausgaben auch anderen neuseeländischen Tieren und Themen. Wer die verschiedenen Serien vergleicht, findet thematische Nähe zu anderen naturnahen Sammelserien wie der Wildlife-Kanada-Reihe, der australischen Koala-Serie oder den jährlich wechselnden Motiven der Lunar-Serie II.

Auflagen, Sammlerwert und Preisentwicklung

Der entscheidende Reiz des Silber Kiwis liegt in seiner geringen Auflage. Während gängige Anlagemünzen millionenfach geprägt werden, bewegen sich die Kiwi-Jahrgänge oft nur im Bereich weniger tausend Exemplare. Diese Knappheit sorgt für einen Sammleraufschlag über den reinen Silberpreis hinaus.

Als Orientierung dienen einige historische Auflagenzahlen der frühen Jahrgänge:

Jahrgang Stempelglanz (Blister) Polierte Platte (Etui)
20042.5001.500
20054.0002.200
20065.0002.000
20075.0003.000
20088.0005.000

Da der Kiwi überwiegend als 1-Unzen-Münze existiert, deckt ein einzelnes Exemplar den jeweiligen Jahrgang bereits vollständig ab. Genau deshalb entscheiden sich viele Sammler dafür, gezielt mehrere Jahrgänge zusammenzutragen und so eine geschlossene Sammlung aufzubauen. Wer ergänzend in gängiges Anlagesilber investieren möchte, findet in Silberbarren die kostengünstigere Alternative ohne Sammleraufschlag.

Hinweis zur Preisentwicklung

Historische Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Preise. Der Sammlerwert einer Münze hängt von Auflage, Nachfrage, Erhaltungsgrad und Marktlage ab und kann schwanken. Die genannten Angaben dienen ausschließlich der Information und stellen keine Anlageberatung dar.

Echtheitsmerkmale und Prüfung

Bei Sammlermünzen mit hohem Aufschlag lohnt ein prüfender Blick besonders. Der Silber Kiwi lässt sich anhand mehrerer Merkmale zuverlässig einordnen:

  1. Gewicht und Maße – eine echte Unze wiegt exakt 31,1 Gramm; Abweichungen sind ein Warnsignal.
  2. Prägeschärfe – feine Gefiederdetails und saubere Kanten sind typisch für die Originalprägung.
  3. Verpackung und Zertifikat – PP-Ausgaben werden im Etui mit nummeriertem Echtheitszertifikat geliefert.
  4. Feingehalt – der Silberanteil von 999/1000 zeigt die charakteristische helle, gleichmäßige Farbe.

Als deutsches Familienunternehmen setzt Kettner Edelmetalle auf eine ISO-konforme Echtheitsprüfung, sodass jede gehandelte Münze auf ihre Authentizität kontrolliert wird. Wer tiefer in die Materie einsteigen möchte, findet in der Kategorie Sammlerutensilien hilfreiche Prüf- und Pflegehelfer.

Steuerliche Behandlung von Silbermünzen

Anders als Anlagegold ist Anlagesilber in Deutschland grundsätzlich umsatzsteuerpflichtig. Für Silbermünzen von außerhalb der EU – wozu neuseeländische Prägungen zählen – kommt bei gewerblichen Händlern häufig die Differenzbesteuerung zur Anwendung, wodurch der effektive Steuersatz spürbar niedriger ausfällt als der reguläre Satz.

Zudem gilt für private Verkäufe die Spekulationsfrist: Wird eine Silbermünze länger als ein Jahr gehalten, ist ein etwaiger Veräußerungsgewinn nach derzeitiger Rechtslage steuerfrei. Wer Gold als steuerlich privilegierte Alternative prüfen möchte, findet in Goldmünzen und den kleineren 1-Gramm-Goldbarren passende Einstiegsformate. Steuerliche Angaben ersetzen keine individuelle Beratung durch einen Steuerberater.

Aufbewahrung und Pflege

Gerade Münzen in Polierter Platte reagieren empfindlich auf Berührung und Umwelteinflüsse. Ein einziger Fingerabdruck kann sich dauerhaft in die spiegelnde Oberfläche einbrennen. Für die sichere Lagerung empfiehlt sich daher eine Kombination aus Schutzverpackung und geeignetem Aufbewahrungsort.

  • Münzen möglichst nur am Rand und mit Handschuhen anfassen.
  • Originaletui und Zertifikat stets aufbewahren – sie erhalten den Sammlerwert.
  • Für größere Sammlungen bieten sich ein Münzkoffer oder Dosensafes an.
  • Trocken, dunkel und temperaturstabil lagern, um Anlaufen zu vermeiden.

Wer seine Sammlung planvoll erweitern möchte, kann verwandte Tiermotive aus dem Sortiment ergänzen – etwa den Somalia Elefant oder Ausgaben aus der Reihe Birds of Prey.

Häufig gestellte Fragen zum Silber Kiwi

Seit wann gibt es die Silber-Kiwi-Münze? +

Die erste Silber-Kiwi-Münze wurde 2004 von der New Zealand Post herausgegeben. Seitdem erscheint jährlich ein neues Motiv des flugunfähigen Laufvogels, wodurch eine mittlerweile umfangreiche Sammlerserie entstanden ist.

In welchen Stückelungen ist der Silber Kiwi erhältlich? +

Der klassische Silber Kiwi existiert vor allem als 1-Unzen-Münze mit 31,1 Gramm Feinsilber und einem Feingehalt von 999/1000. Vereinzelt sind über die Jahre auch Sonderformate wie 2,5-Unzen-Ausgaben sowie teilvergoldete und colorierte Varianten erschienen.

Worin unterscheiden sich Stempelglanz und Polierte Platte? +

Stempelglanz-Münzen (BU) werden meist im Blister oder in der Münzkapsel geliefert und bilden die Einstiegsvariante. Die Polierte Platte (PP) zeichnet sich durch einen spiegelnden Untergrund und mattierte Motivteile aus, wird im Etui mit Echtheitszertifikat geliefert und liegt preislich höher.

Warum ist der Silber Kiwi bei Sammlern so begehrt? +

Ausschlaggebend sind das jährlich wechselnde Motiv und die vergleichsweise niedrigen Auflagen. Diese Knappheit führt zu einem Sammleraufschlag über den reinen Silberpreis hinaus. Frühe Jahrgänge wie 2004 werden heute zu einem Vielfachen ihres Ausgabepreises gehandelt.

Wer prägt die Kiwi Silbermünze? +

Herausgeber ist die New Zealand Post. Die Prägung erfolgt durch wechselnde internationale Partner, darunter die New Zealand Mint, die Perth Mint in Australien und die deutsche Kunstprägeanstalt B.H. Mayer.

Wie sollte man einen Silber Kiwi aufbewahren? +

Ideal ist die Lagerung in der Originalverpackung, ergänzt durch Münzkapseln, Münztaschen oder eine Münzkassette. Der Aufbewahrungsort sollte trocken, dunkel und temperaturstabil sein. Münzen in Polierter Platte sollten nur am Rand und möglichst mit Handschuhen angefasst werden.

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