Demokraten übernehmen den Kongress: Was die geteilte Regierung ab Januar 2027 für Gold und den Dollar bedeutet
Die Amerikaner haben Donald Trump bei den Zwischenwahlen am 3. November 2026 einen deutlichen Denkzettel verpasst. Die Demokraten gewinnen nach bisherigem Stand beide Kammern des Kongresses, sogar in Texas und Kansas. Am Goldmarkt kam die Botschaft sofort an. Der Goldpreis stieg am Tag danach um 3,4 Prozent auf rund 4.060 Dollar je Feinunze, während Dollar und Zinsen nachgaben. Ab Januar 2027 regiert in Washington eine geteilte Regierung, und ihre ersten großen Kämpfe drehen sich ausgerechnet ums Geld.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Demokraten gewinnen Senat und Repräsentantenhaus, Trump behält sein Vetorecht.
- Gold stieg am Tag nach der Wahl um 3,4 Prozent, Dollar und Zinsen gaben nach.
- Im Dezember droht ein Haushaltsstreit, 2027 der Streit um die Schuldenobergrenze.
- Die US-Notenbank hält an höheren Zinsen fest und bremst damit den Goldpreis.
- Für Anleger in Euro fällt der Gewinn wegen des schwächeren Dollars kleiner aus.
Demokraten gewinnen beide Kammern des Kongresses
Im Senat hielten die Republikaner bislang 53 der 100 Sitze. Nach Angaben der Tagesschau haben die Demokraten mindestens sieben Sitze hinzugewonnen, unter anderem in Texas, Kansas, Ohio und Maine. Zusammen mit zwei parteilosen Senatoren, die mit ihnen stimmen, kommen sie laut der Nachrichtenagentur AP auf mindestens 54 Sitze. Im Repräsentantenhaus holten sie mindestens 226 der 435 Sitze, für eine Mehrheit genügen 218.
Einige Ergebnisse haben Symbolkraft. In Kansas gewinnt mit Adam Hamilton erstmals seit 1932 wieder ein Demokrat einen Senatssitz, in Texas mit James Talarico erstmals seit 1988. In Maine verlor die langjährige republikanische Senatorin Susan Collins ihren Sitz. Viele Wähler nannten laut Deutschlandfunk die hohe Inflation als wichtigstes Thema. Vizepräsident JD Vance sah auch im Krieg mit dem Iran einen Grund für das schwache Abschneiden seiner Partei.
Machtlos ist der Präsident dennoch nicht. Für eine Zweidrittelmehrheit, mit der der Kongress ein Veto überstimmen könnte, reicht es den Demokraten nicht. Trump kündigte an, Vorlagen der Demokraten notfalls mit seinem Veto zu stoppen, signalisierte laut US-Medien aber zugleich Gesprächsbereitschaft. Viele Entscheidungen trifft er ohnehin per Verfügung am Kongress vorbei, worauf auch Bundeskanzler Friedrich Merz hinwies. Für die deutsche Exportwirtschaft ändert sich deshalb vorerst wenig. Das Mannheimer Forschungsinstitut ZEW rechnet nicht mit einer Rückkehr zum Freihandel, und der Außenhandelsverband BGA sieht zunächst keine Änderung.
Für Anleger zählt vor allem die neue Machtverteilung. Ab Januar 2027 bringt der Präsident keine Gesetze mehr ohne die Demokraten durch, die Demokraten keine gegen den Präsidenten. Jeder Haushalt und jede Erhöhung des Schuldenrahmens braucht dann die Zustimmung beider Seiten. Mit dem Vorsitz in den Ausschüssen können die Demokraten zudem Untersuchungen einleiten, Zeugen vorladen und Akten anfordern. Das macht die Politik in Washington unberechenbarer – und genau solche Unsicherheit ist ein Grund, warum viele Menschen Gold halten.
Gold steigt, Dollar und Zinsen fallen
Die Finanzmärkte reagierten am 4. November deutlich. Laut Reuters stieg Gold bis zum Nachmittag New Yorker Zeit um 3,4 Prozent auf 4.059,95 Dollar je Feinunze. Es war der größte Tagesgewinn seit Mitte August. Noch am 30. Oktober hatte Gold mit rund 3.870 Dollar so tief gestanden wie seit einem Jahr nicht mehr. Silber legte um 4,8 Prozent auf gut 52 Dollar zu. Zugleich fiel der Dollar auf den tiefsten Stand seit mehr als einem Monat, und die Zinsen für US-Staatsanleihen gaben über alle Laufzeiten nach.
Am Vormittag des 6. November notierte Gold bei rund 4.050 Dollar beziehungsweise gut 3.600 Euro je Feinunze. Damit liegt der Preis noch immer deutlich unter seinem Rekordhoch von knapp 5.600 Dollar.
Auf den ersten Blick wirkt die Reaktion widersprüchlich. Eine geteilte Regierung gilt als Bremse für neue Ausgabenprogramme, und weniger neue Schulden sprechen eigentlich für einen stabileren Dollar. Der Markt liest das Ergebnis jedoch anders. Laut Bloomberg rechnen Anleger mit einem Stillstand in Washington, der neue Ausgaben und damit auch neue Staatsanleihen bremst. Das drückt die Zinsen, und Gold, das selbst keine Zinsen abwirft, wird im Vergleich attraktiver.
Weitere Gründe kommen hinzu. Ein US-Marktanalyst hält einen blockierten Kongress eher für schädlich für die Wirtschaft, was die Notenbank zu niedrigeren Zinsen bewegen könnte. Die Ökonomen von Capital Economics sehen in den Sorgen um die Staatsfinanzen eine Stütze für Gold. Und der schwächere Dollar macht Gold für Käufer außerhalb der USA günstiger. Ob diese Lesart trägt, zeigt sich in den kommenden Wochen. Erste Hinweise auf die Konjunktur liefert der US-Arbeitsmarktbericht vom 6. November.
Haushaltsstreit und Schuldenobergrenze bestimmen die kommenden Monate
Bevor der neue Kongress im Januar 2027 zusammentritt, arbeitet der alte mit den bisherigen republikanischen Mehrheiten weiter. Seine dringendste Aufgabe ist der Haushalt. Die laufende Übergangsfinanzierung endet laut der Kanzlei Holland & Knight und der Haushaltsorganisation CRFB am 11. Dezember 2026. Gibt es bis dahin keine Einigung, droht erneut ein teilweiser Stillstand der Bundesverwaltung, ein sogenannter Shutdown. Die USA haben damit Erfahrung. 2025 erlebten sie den längsten Shutdown ihrer Geschichte, im Frühjahr 2026 traf es das Heimatschutzministerium. Da ein Haushaltsgesetz im Senat in der Regel 60 Stimmen braucht, sind die Republikaner schon jetzt auf die Demokraten angewiesen. Wir halten es für fraglich, dass diese kurz vor ihrem Machtzuwachs große Zugeständnisse machen.
Noch mehr Sprengkraft hat die Schuldenobergrenze. Sie legt fest, wie viel Geld sich der US-Staat insgesamt leihen darf. Im Juli 2025 hatte der damals republikanisch beherrschte Kongress sie um 5 Billionen auf 41,1 Billionen Dollar angehoben. Die Schulden lagen jedoch schon im August 2026 über 40 Billionen Dollar. Nach Berechnungen des Bipartisan Policy Center wird die Grenze zwischen Spätwinter und Sommer 2027 erreicht. Danach kann sich das Finanzministerium noch einige Monate mit Notlösungen behelfen. Der Tag, an dem den USA tatsächlich die Zahlungsunfähigkeit droht, könnte nach Einschätzung von Analysten gegen Ende 2027 kommen.
Der politische Kalender bis Ende 2027
Termine, die für Gold, Dollar und Zinsen wichtig werden
| Termin | Was ansteht | Bedeutung |
|---|---|---|
| 11. Dezember 2026 Frist | Übergangsfinanzierung läuft aus | Shutdown-Risiko |
| Dezember 2026 | Zinsentscheid der US-Notenbank | Markt erwartet eine Erhöhung |
| Januar 2027 | Neuer Kongress tritt zusammen | Demokraten führen beide Kammern |
| Spätwinter bis Sommer 2027 | Schuldenobergrenze wird erreicht | Notlösungen für einige Monate |
| Möglicherweise Ende 2027 | Zahlungsunfähigkeit droht | Ausfallrisiko |
Angaben laut Holland & Knight, CRFB, Bipartisan Policy Center und CNBC; Stand: 6. November 2026
Die Demokraten dürften diesen Termin als Hebel nutzen. Laut einer Analyse des US-Senders CNBC könnten sie ihre Zustimmung an Bedingungen knüpfen, etwa an die Rücknahme der Kürzungen bei der staatlichen Krankenversicherung Medicaid aus dem Jahr 2025 oder an die Rücknahme von Zöllen. Ein dort zitierter Vermögensverwalter spricht von einer seltsamen Ironie, denn ein Kompromiss dürfte eher zu mehr als zu weniger Ausgaben führen. Die Ratingagentur Fitch warnte schon Ende Oktober vor einem riskanten Poker um Haushalt und Schuldengrenze.
Wie heikel solche Machtkämpfe werden können, zeigte der Sommer 2011. Damals stritten ein republikanisches Repräsentantenhaus und ein demokratischer Präsident bis kurz vor Fristende. Die Ratingagentur S&P entzog den USA daraufhin erstmals die Bestnote AAA, und Gold stieg wenige Wochen später auf ein damaliges Rekordhoch von über 1.900 Dollar.
Unsere Einschätzung
Der Markt feiert die geteilte Regierung als Schuldenbremse. Wir halten das für einen Trugschluss. Die Demokraten wollen die Kürzungen bei Medicaid zurückdrehen, Trump will laut Fitch rund 500 Milliarden Dollar mehr für das Militär. Der naheliegende Kompromiss heißt beides. Egal, wer im Kapitol die Mehrheit hat, die Schulden wachsen weiter. Bezahlen müssen das am Ende die Sparer, über eine Inflation, die ihr Geld leise entwertet.
Notenbank und Wechselkurs wiegen schwerer als der Kongress
Den größten Einfluss auf den Goldpreis hat nicht der Kongress, sondern die US-Notenbank Fed. An ihrer Spitze steht seit Ende Mai 2026 Kevin Warsh, den Trump als Nachfolger von Jerome Powell ausgewählt hatte. Wer erwartet hatte, Warsh werde Trumps Wunsch nach deutlich niedrigeren Zinsen folgen, wurde enttäuscht. Im September erhöhte die Fed den Leitzins einstimmig auf 3,75 bis 4,00 Prozent, zum ersten Mal seit mehr als drei Jahren. Offiziell begründet sie das mit der Inflation, die seit über fünf Jahren über ihrem Ziel von zwei Prozent liegt. An den Finanzmärkten gilt eine weitere Erhöhung im Dezember als wahrscheinlich.
Für Gold sind steigende Zinsen Gegenwind, denn wer Gold hält, verzichtet auf Zinserträge. Umso bemerkenswerter ist es, dass Gold trotzdem wieder über 4.000 Dollar notiert. Aus unserer Sicht trauen viele Anleger der Fed nicht zu, die Zinsen dauerhaft hoch zu halten. Der Druck aus dem Weißen Haus dürfte unter einem geschwächten Präsidenten eher zunehmen. Zudem kaufen die Notenbanken weltweit weiter Gold, laut World Gold Council allein im August 2026 netto 39 Tonnen.
Für Anleger in Deutschland kommt ein zweiter Punkt hinzu. Gold wird weltweit in Dollar gehandelt, für Ihr Vermögen zählt aber der Preis in Euro. Fällt der Dollar, wie am Tag nach der Wahl, geht beim Umrechnen ein Teil des Anstiegs verloren. Der Goldgewinn in Euro fällt dann kleiner aus als die Schlagzeile in Dollar.
Der Effekt wirkt allerdings in beide Richtungen. Seit Jahresbeginn hat Gold in Dollar rund fünf Prozent verloren. In Euro gerechnet - also in der Währung, in der Sie Ihr Vermögen messen - war es dagegen kaum etwas, weil der Euro gegenüber dem Dollar nachgab. Gerät der Euro selbst unter Druck, etwa durch neue Schulden in Europa, schützt Gold Anleger im Euroraum also umso besser. Wer sein Vermögen in Euro bemisst, sollte deshalb vor allem den Goldpreis in Euro im Blick behalten.
Was frühere Zwischenwahlen über Gold verraten
Wie hat sich Gold nach früheren Zwischenwahlen entwickelt? Eine Auswertung aller 13 Midterms seit 1974 fällt auf den ersten Blick positiv aus. Zwölf Monate nach der Wahl lag Gold achtmal im Plus und fünfmal im Minus. Der mittlere Wert lag bei einem Plus von 15 Prozent, während Gold in einem gewöhnlichen Jahr seit 1971 nur um knapp 6 Prozent zulegte. Auch Silber schnitt nach Zwischenwahlen meist gut ab.
Die Spanne ist allerdings enorm. Nach der Wahl 1974 fiel Gold binnen eines Jahres um 22 Prozent, nach der Wahl 1978 stieg es um 90 Prozent. Damals trieben die iranische Revolution und der Ölpreisschock den Preis. 2010 kündigte die Fed einen Tag nach der Wahl an, für 600 Milliarden Dollar Staatsanleihen zu kaufen, und Gold legte im folgenden Jahr um 27 Prozent zu. Wie jetzt verlor die Partei des Präsidenten auch 2018 und 2022 das Repräsentantenhaus. Gold stieg danach um 20 und 15 Prozent.
Die Beispiele zeigen, dass selten die Wahl selbst den Ausschlag gab. Auch der World Gold Council fand keinen belastbaren Zusammenhang zwischen der siegreichen Partei und dem Goldpreis. Entscheidend waren Zinsen, Inflation und Konjunktur. Mit 13 Fällen ist die Stichprobe zudem klein, und vergangene Entwicklungen sind kein verlässlicher Hinweis auf die Zukunft. Wie sich der Goldpreis im Vorfeld der Wahl entwickelt hat, lesen Sie in unserem Beitrag zu den US-Midterms 2026 und dem Wahlzyklus beim Goldpreis.
Was die geteilte Regierung für Sparer bedeutet
Kurzfristig hängt der Goldpreis an zwei Fragen. Hält die Fed an ihrem harten Kurs fest, und eskaliert der Streit um Haushalt und Schuldenobergrenze? Beides lässt sich nicht verlässlich vorhersagen. Für Gold sprechen der drohende Haushaltsstreit, die wachsenden Schulden, der schwächere Dollar und die anhaltenden Käufe der Notenbanken. Dagegen stehen steigende Zinsen und eine mögliche Erholung des Dollars, falls die US-Wirtschaft stärker läuft als erwartet.
Unsere Einschätzung ist dennoch klar. Ein Staat, dessen Schulden laut Fitch bis 2030 auf 129 Prozent der Wirtschaftsleistung steigen sollen, kann sich dauerhaft hohe Zinsen kaum leisten. Jeder Zinsschritt verteuert den Schuldendienst. Wir halten es deshalb für wahrscheinlich, dass der Druck auf die Fed mit jedem Haushaltsstreit wächst, bis sie nachgibt. Liegen die Zinsen dann wieder unter der Inflationsrate, war das in der Vergangenheit ein starker Rückenwind für Gold. Auf die Ausgabendisziplin der Politik zu setzen, war jedenfalls selten ein guter Schutz für das eigene Vermögen.
Wer sein Erspartes mit Gold absichern möchte, kann einige Punkte beachten.
- Ruhe bewahren Ein Plus von 3,4 Prozent an einem Tag kann sich ebenso schnell umkehren. Wer über einen Edelmetall-Sparplan regelmäßig feste Beträge anlegt, verteilt sein Einstiegsrisiko über die Zeit.
- In Euro rechnen Maßgeblich für Ihr Vermögen ist der Goldpreis in Euro, nicht die Schlagzeile in Dollar.
- Passende Größe wählen Kleine Barren wie 1-g-Goldbarren oder 5-g-Goldbarren lassen sich bei Bedarf einzeln verkaufen, kosten je Gramm aber mehr Aufschlag als größere Barren.
- Physisch statt auf Papier Physisches Gold hängt nicht an der Zahlungsfähigkeit einer Bank oder eines Staates. Beim Streit um die US-Schuldenobergrenze gewinnt dieser Punkt an Gewicht.
Hinweis zu Steuern
In Deutschland sind Gewinne aus dem Verkauf von physischem Gold nach mehr als einem Jahr Haltedauer in der Regel steuerfrei, Anlagegold ist zudem von der Umsatzsteuer befreit. Wie Ihr Fall steuerlich zu bewerten ist, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab. Holen Sie sich dafür Rat bei einem Steuerberater.
Ein verbreitetes Format für den Einstieg ist der 10-g-Goldbarren von Heimerle + Meule aus Pforzheim. Einen Überblick über alle Größen bieten die Kategorien Goldbarren und Goldmünzen.
Quellen: Tagesschau (04.11.2026); Deutschlandfunk (04.11.2026); Reuters (04.11.2026); Bloomberg (04.11.2026); CNBC (04.11.2026 und Analyse zur Schuldenobergrenze); Federal Reserve (16.09.2026); Fitch Ratings (28.10.2026); Bipartisan Policy Center; Congressional Research Service; American Action Forum; Holland & Knight; Committee for a Responsible Federal Budget; World Gold Council; Kursdaten vom 05.11. und 06.11.2026. Stand: 6. November 2026.
Häufige Fragen zum Ergebnis der Midterms 2026
Wer hat die Midterms 2026 gewonnen?
Nach bisherigem Stand die Demokraten. Laut Tagesschau unter Berufung auf AP kommen sie im Senat auf mindestens 54 der 100 Sitze, zwei mit ihnen verbündete Parteilose eingerechnet. Im Repräsentantenhaus holten sie mindestens 226 der 435 Sitze. Der neue Kongress tritt im Januar 2027 zusammen.
Warum ist der Goldpreis nach der Wahl gestiegen?
Anleger erwarten Stillstand in Washington und damit weniger neue Staatsanleihen. Das drückte die Zinsen und den Dollar, was Gold attraktiver macht. Hinzu kommen Sorgen um die Staatsfinanzen. Gold stieg am 4. November um 3,4 Prozent auf rund 4.060 Dollar je Feinunze.
Droht in den USA ein neuer Shutdown?
Das Risiko besteht. Die Übergangsfinanzierung läuft am 11. Dezember 2026 aus. Einigt sich der noch amtierende Kongress bis dahin nicht, kann ein Teil der Bundesverwaltung stillstehen. 2025 hatten die USA bereits den längsten Shutdown ihrer Geschichte erlebt.
Was ist die Schuldenobergrenze, und wann wird sie zum Problem?
Sie legt fest, wie viel Geld sich der US-Staat insgesamt leihen darf, derzeit 41,1 Billionen Dollar. Nach Berechnungen des Bipartisan Policy Center wird die Grenze 2027 erreicht. Mit Notlösungen kann das Finanzministerium danach noch einige Monate überbrücken, die Zahlungsunfähigkeit könnte frühestens gegen Ende 2027 drohen.
Steigt Gold nach Zwischenwahlen immer?
Nein. Nach den 13 Zwischenwahlen seit 1974 lag Gold ein Jahr später achtmal im Plus und fünfmal im Minus. Die Spanne reicht von minus 22 Prozent (1974) bis plus 90 Prozent (1978). Entscheidend waren jeweils Zinsen, Inflation und Konjunktur, nicht das Wahlergebnis selbst.
Was bedeutet der schwächere Dollar für Anleger in Euro?
Fällt der Dollar, steigt der Goldpreis in Euro meist weniger stark als in Dollar. Umgekehrt schützt Gold Anleger im Euroraum besonders gut, wenn der Euro selbst an Wert verliert. Für Sparer in Deutschland zählt deshalb vor allem die Entwicklung in Euro.
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