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Antoninian Kaiser Probus (276-282 n. Chr. | Zeitalter der Germaneneinfälle)

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  • Echtes Original: rund 1.750 Jahre alt
  • Soldatenkaiser: Förderer des Weinbaus
  • Jedes ein Unikat: kein Serienprodukt
Artikel-Nr: 2260691
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BeschreibungTechnische Daten
Antoninian Probus · Vorderseite

Original der Antike · Reichskrise und Soldatenkaiser

Antoninian ProbusRund 1.750 Jahre alt.

Den Antoninian führte Caracalla im Jahr 215 ein. Die Strahlenkrone des Kaisers kennzeichnet ihn als doppelten Wert.

Herrscher
Probus276 bis 282 n. Chr.
Durchmesser
18 mm
Gewicht
ca. 3,9 g

Den Antoninian führte Caracalla im Jahr 215 ein. Die Strahlenkrone des Kaisers kennzeichnet ihn als doppelten Wert.

Herrscher
Probus276 bis 282 n. Chr.
Durchmesser
18 mm
Gewicht
ca. 3,9 g
Antoninian Probus · Vorderseite
Antoninian Probus · Rückseite

Reichskrise und Soldatenkaiser · 235 bis 284 n. Chr.

Silber, das zu Bronze wurde.

In fünfzig Jahren beanspruchten mindestens 26 Männer den Kaisertitel. Gleichzeitig verfiel das Geld: Der Antoninian begann als Silbermünze, wohl im Wert von zwei Denaren, und endete als Bronzestück mit einem dünnen Silberhauch darüber. Wer eine Münze dieser Jahrzehnte in der Hand hält, hält eine Inflation in der Hand.

Die Abbildung zeigt ein Beispiel. Das gelieferte Stück kann im Detail abweichen.

Im selben Maßstab

Denar, Antoninian, Follis und Solidus im selben Maßstab

Drei Größen heißen hier Follis: rund 27 mm in der Tetrarchie, 20 mm unter Konstantin und seinen Söhnen, 28 mm unter Justinian.

Tremissis Justinian I.TremissisJustinian I. 16 mm
Denar Septimius SeverusDenarSeptimius Severus ca. 18 mm
Antoninian ProbusAntoninianProbus 18 mmdiese Seite
Follis Konstantin I.FollisKonstantin I. 20 mm
Solidus HerakliusSolidusHeraklius 20 mm
Umriss einer 1-Euro-Münze1 Eurozum Vergleich 23,25 mm
Großfollis DiocletianFollisDiocletian 27 mm
Follis Justinian I.FollisJustinian I. 28 mm

Einordnung

31 Originale aus rund 1.100 Jahren

Jedes Stück steht bei den Jahren seines Herrschers oder seines Typs. Hervorgehoben ist die Epoche dieses Stücks; wählen Sie eine andere, um ihre Originale zu sehen.

Reichskrise und Soldatenkaiser 235 bis 284 n. Chr. · 8 Originale

  • Antoninian Philippus I. Arabs · VorderseiteAntoninian Philippus I. Arabs244 bis 249 n. Chr.
  • Antoninian Philippus II. · VorderseiteAntoninian Philippus II.247 bis 249 n. Chr.
  • Antoninian Valerian I. · VorderseiteAntoninian Valerian I.253 bis 260 n. Chr.
  • Antoninian Valerian II. · VorderseiteAntoninian Valerian II.256 bis 258 n. Chr.
  • Antoninian Gallienus · VorderseiteAntoninian Gallienus260 bis 268 n. Chr.
  • Antoninian Claudius II. Gothicus · VorderseiteAntoninian Claudius II. Gothicus268 bis 270 n. Chr.
  • Antoninian Aurelian · VorderseiteAntoninian Aurelian270 bis 275 n. Chr.
  • Antoninian Probus · VorderseiteAntoninian Probus276 bis 282 n. Chr.diese Seite
Antoninian Probus · Vorderseite

Aufbewahren

Das Wichtigste zuerst: nicht putzen.

Die dunkle Schicht auf Bronze und das matte Grau auf Silber heißen Patina. Sie ist über Jahrhunderte gewachsen und schützt die Oberfläche. Wer sie wegpoliert, nimmt dem Stück diesen Schutz.

  1. Nur am Rand anfassenHautfett kann sich dauerhaft in die Oberfläche ätzen. Nehmen Sie das Stück zwischen Daumen und Zeigefinger am Rand, über einer weichen Unterlage.
  2. Einzeln und trocken lagernLagern Sie jedes Stück einzeln an einem trockenen Ort, in einer Kapsel oder einem säurefreien Etui. PVC-Hüllen gehören nicht dazu, sie greifen die Oberfläche an.
  3. Kein Mittel, kein PutztuchKein Essig, kein Silberputztuch, kein Ultraschall. Laut dem Bank of Canada Museum hinterlässt fast jeder Putzversuch ohne Restaurator Schäden, meist durch Abrieb.
Antoninian Probus · Vorderseite

Vor rund 1.750 Jahren geprägt.

Probus und seine Welt sind lange vergangen. Das Stück ist geblieben, mit den Spuren seines Umlaufs.

Antoninian des Kaisers Probus – ein Zeitzeuge aus dem Zeitalter der Germaneneinfälle

Wer echtes Silber aus der römischen Kaiserzeit in der Hand hält, hält Weltgeschichte in der Hand. Dieser Antoninian entstand unter Kaiser Marcus Aurelius Probus, der von 276 bis 282 n. Chr. über das Römische Reich herrschte – in einer Epoche, in der germanische Verbände über den Rhein drängten und das Imperium um seine Grenzen kämpfte. Rund 1.750 Jahre später liegt diese antike Prägung als Original vor Ihnen: kein Nachguss, keine moderne Gedenkausgabe, sondern echtes Geld aus dem alten Rom.

Kaiser Probus: Soldatenkaiser, Grenzverteidiger, Wegbereiter des Weinbaus

Probus wurde am 19. August 232 in Sirmium im pannonischen Donauraum geboren, als Sohn eines Militärtribuns. Seine Laufbahn war die eines Soldaten – schon unter Aurelian verteidigte er Germanien gegen die Alamannen. Als Kaiser Tacitus 276 starb, riefen ihn seine Truppen zum Kaiser aus.

Was folgte, war eine militärische Kraftanstrengung. 277 besiegte Probus zunächst die Goten und nahm den Ehrentitel Gothicus Maximus an. Dann wandte er sich Gallien zu, in das Germanen über den Rhein eingedrungen waren. Die Franken drängte er hinter den Fluss zurück, überquerte selbst den Neckar und vertrieb Alamannen und Longioner; deren Anführer Semnon nahm er gefangen, schenkte ihm aber die Freiheit. Am Ligys – wohl dem heutigen Lech – schlug er die zahlenmäßig überlegenen Burgunden. Für diese Erfolge trug er den Titel Germanicus Maximus. 278 kamen Siege über die Vandalen in Illyrien und Raetia hinzu, gefeiert mit der Münzlegende Restitutor Illyrici. In Rom ließ er den Bau der Aurelianischen Mauer vollenden.

Berühmt ist Probus bis heute aber auch aus einem friedlicheren Grund: Antike Quellen berichten, er habe den Bewohnern mehrerer Provinzen – genannt werden unter anderem Gallien, Hispanien, Britannien und Pannonien – erlaubt, Reben zu besitzen und Wein zu erzeugen. In vielen Weinbaugebieten nördlich der Alpen gilt er darum als Förderer der Weinkultur. Im Herbst 282 wurde er von unzufriedenen Soldaten in seiner Geburtsstadt Sirmium erschlagen.

Der Antoninian – Leitmünze des 3. Jahrhunderts

Der Antoninian wurde um 214 n. Chr. unter Caracalla als offizielles Zahlungsmittel eingeführt und galt nominal zwei Denare. Sein antiker Name ist nicht überliefert; die heutige Bezeichnung leitet sich von Caracallas eigentlichem Namen Marcus Aurelius Antoninus ab. Auffälligstes Merkmal im Münzbild ist die Strahlenkrone des Herrschers – ein altes römisches Zeichen für Doppelstücke.

Im Laufe des Jahrhunderts sanken Gewicht und Feingehalt schrittweise: Um 238 lag der Silbergehalt im Schnitt noch bei etwa 40 Prozent, um 270 bei unter 3 Prozent. Unter Probus blieb der Antoninian dennoch das beherrschende Nominal – ausgebracht als Billon, also Legierung mit hohem Kupfer- bzw. Bronzeanteil und dünner Silberauflage im sogenannten Sudverfahren. Erst die Münzreform Diokletians löste ihn ab. Damit ist dieses Stück ein greifbares Dokument einer der ersten gut dokumentierten Geldentwertungen der Geschichte – und ein sehr überzeugendes Argument für echte Sachwerte.

Die Daten auf einen Blick

  • Nennwert: Antoninian, Nominal des Römischen Reiches

  • Herrscher: Kaiser Probus, 276–282 n. Chr.

  • Prägejahr und Münzstätte: divers

  • Material: Silber (Billon mit Silbersud), Feinheit divers

  • Rohgewicht: ca. 3,9 g

  • Durchmesser: ca. 18 mm

  • Land / Ursprung: Römisches Reich

  • Erhaltung: Umlaufware. Die Stücke sind gelaufenes Zahlungsmittel und tragen entsprechende Spuren: dunklere Patina, individuelle Zentrierung, Kerben, Abnutzungen und teils schwächere Legendenpartien. Genau das macht den Reiz aus. Da Prägejahr, Münzstätte und Rückseitenvariante divers sein können, unterscheidet sich das gelieferte Exemplar von der Abbildung – Sie erhalten ein Original, kein Serienprodukt. Bitte haben Sie daher Verständnis, dass die Abbildung im Shop ein Beispiel darstellt und von dem gelieferten Artikel aufgrund historischer Umstände hinsichtlich Optik und Erhaltung individuell abweichen kann.

  • Serie: Geschichte

Vorderseite, Rückseite, Münzzeichen: jedes Exemplar ein Unikat

Die Vorderseite zeigt das Porträt des Kaisers mit Strahlenkrone, oft als Panzerbüste, begleitet von Legenden wie IMP PROBVS AVG oder IMP C M AVR PROBVS P F AVG. Die Rückseiten sind ausgesprochen vielfältig: von ADVENTVS AVG mit dem reitenden Kaiser über einem Gefangenen bis zu VICTORIA GERM mit Tropaion und gefesselten Germanen, dazu Typen wie SOLI INVICTO oder CLEMENTIA TEMP. Probus ließ in vielen Münzstätten prägen – darunter Rom, Lyon, Ticinum, Siscia, Serdica, Cyzicus, Antiochia und Tripolis. Die kleinen Beizeichen im Abschnitt, etwa R und A mit trennendem Halbmond für Rom, dienten der Kontrolle der Emissionen. Für den Aufbau einer Sammlung sind gerade sie ein spannendes Bestimmungsmerkmal, denn Münzen der römischen Kaiserzeit lassen sich darüber Werkstätten und Offizinen zuordnen.

Für Sammler und Anleger: antike Substanz mit Sachwertcharakter

Antike Münzen sind Sammlerprodukte; ihr Reiz liegt in Historie, Seltenheit und Individualität. Gleichzeitig verkörpern sie jenes Prinzip, das Edelmetalle seit Jahrtausenden tragen: Wert, der nicht auf dem Vertrauen in Regierungen ruht, sondern im Metall selbst liegt. Gold ist die älteste Währung der Menschheit und hat alle Papierwährungen überlebt. Silber begleitet die Menschheit ebenso lange als Geld-, Handels- und Münzmetall – in vielen Kulturen ein Symbol für Reichtum und Prestige.

  • Handfester Sachwert: physisches Metall mit innerem Wert, unabhängig von Fiat-Geld

  • Bewährter Inflationsschutz: Silber ist seit langem als Wertaufbewahrungsmittel bekannt

  • Solider Krisenschutz: Edelmetall behält seinen Wert, wenn Papierversprechen wanken

  • Industrielle Nachfrage: Elektronik, Solar- und Medizintechnik benötigen Silber, während das Angebot begrenzt bleibt

  • Generationenwert: Silber ist langlebig, behält seine physischen Eigenschaften und lässt sich weitergeben

  • Steuerlich interessant: Gewinne aus dem Verkauf physischen Silbers sind bei einer Haltefrist von mindestens einem Jahr grundsätzlich steuerfrei

Ein Antoninian des Probus ist kein Barren und kein Standardprodukt – er ist ein Stück Geldgeschichte, das man in der Hand halten, weitergeben und erzählen kann.

Im Vergleich: Antoninian, Denar und moderne Prägungen

Gegenüber dem älteren Denar bietet der Antoninian der Probus-Zeit mehr Motivvielfalt und ein größeres Münzbild, dafür einen niedrigeren Feingehalt; Denare der frühen Kaiserzeit sind silberreicher, im Motivspektrum aber konservativer. Wer heute moderne Silbermünzen wie Maple Leaf oder Wiener Philharmoniker kauft, erhält hohen Feingehalt und klare Gewichtsangabe – der antike Antoninian überzeugt dagegen mit Geschichte, Rarität und Unverwechselbarkeit. Beides zusammen verbindet Substanz mit Sammelfreude.

So wird dieser Antoninian zum idealen Einstieg in die Numismatik der römischen Kaiserzeit: historisch bedeutend, optisch charaktervoll und ein Geschenk, das lange im Gedächtnis bleibt.

Produktdarstellung kann vom Endprodukt abweichen.

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