Nord Stream Sprengung: Wer steckt hinter dem Anschlag?
Es war die Nacht, in der Deutschlands Energiezukunft auf dem Grund der Ostsee zerbrach. Am 26. September 2022 detonierten nahe der dänischen Insel Bornholm mehrere Sprengsätze. Drei der vier Nord-Stream-Röhren wurden zerstört, die vierte blieb zwar ohne festgestelltes Leck, transportiert aber bis heute kein Gas. Vier Jahre später ist eine Anklage erhoben. Die zentrale Frage bleibt dennoch offen: Wer hatte das Wissen, die Mittel und das Motiv für den größten Anschlag auf die deutsche Infrastruktur seit dem Zweiten Weltkrieg?
Die offizielle Erzählung klingt nach Abenteuerroman. Eine kleine Gruppe auf einer gecharterten Segeljacht soll die Tat verübt haben. Ihr Name: Andromeda. Je genauer man sich diese Version ansieht, desto mehr Fragen stellen sich. Der Berliner Dokumentarfilmer Moritz Enders hat gemeinsam mit seinem Kollegen Gunter Merz genau diese Fragen gestellt. Im Podcast Hopf & Kettner spricht er darüber, warum er die Segeljacht-These für wenig plausibel hält und wohin seine Spur führt.
Ein Versprechen vor laufenden Kameras
Um den Fall zu verstehen, muss man ein halbes Jahr vor die Explosionen zurückgehen. Am 7. Februar 2022 stehen US-Präsident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz gemeinsam im Weißen Haus vor der Presse. Eine Journalistin fragt, was mit Nord Stream 2 geschehe, falls Russland in die Ukraine einmarschiere. Bidens Antwort ist bis heute im Netz abrufbar:
„If Russia invades […] then there will be no longer a Nord Stream 2. We will bring an end to it." – Auf die Nachfrage, wie das gehen solle, da das Projekt unter deutscher Kontrolle stehe: „I promise you, we will be able to do it."
Der deutsche Kanzler stand daneben. Er widersprach nicht, er fragte nicht nach, und er zeigte auch keine erkennbare Irritation. Stattdessen betonte er die Geschlossenheit mit den „amerikanischen Freunden". Man werde alles gemeinsam machen. Im Film greift der frühere CIA-Analyst Ray McGovern diese Szene auf und spiegelt das wiederholte „zusammen" ironisch zurück. Enders nennt Scholz' Auftritt im Podcast „wenig souverän" und betont zugleich, man wisse nicht, was der Kanzler gewusst habe.
Das ist die nüchterne Faktenlage: Ein amerikanischer Präsident kündigt öffentlich an, eine Infrastruktur unter deutscher Hoheit beenden zu können. Rund sieben Monate später ist sie zerstört. Kurz danach richteten viele Stimmen in Politik und Medien den Blick reflexhaft nach Moskau. Unsere Einschätzung: Wer diese zeitliche Abfolge nicht wenigstens prüfen will, betreibt keine Aufklärung. Er verwaltet einen Verdacht, der politisch bequem ist.
Die Andromeda-These: Ein Abenteuerroman unter Wasser
Nach der Darstellung, die derzeit in den großen Medien vorherrscht und offenbar auch die Bundesanwaltschaft überzeugt, segelte ein Team mit der Andromeda auf die Ostsee, tauchte zu den Leitungen hinab und brachte dort die Sprengladungen an. Laut Bundesanwaltschaft soll der Ukrainer Serhij K. die Aktion im Auftrag ukrainischer Stellen koordiniert haben. Für ihn gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil selbstverständlich die Unschuldsvermutung. Die Tat bleibt bis dahin eine mutmaßliche Beteiligung.
Enders zerlegt die Segeljacht-Hypothese nicht mit Ideologie, sondern mit Physik und Logistik. Wer die einzelnen Hürden nebeneinanderlegt, erkennt schnell das Problem.
Die technischen Hürden im Überblick
- Kein Ankern möglich: Bei 70 bis 80 Metern Wassertiefe müsste die Ankerkette etwa dreimal so lang sein wie die Tiefe, also über 200 Meter. Bei unruhiger See im September wäre sie noch länger. Das Boot hätte ständig über der Zielstelle manövrieren müssen.
- Dekompression: Wer aus 70 Metern ohne Stopps auftaucht, riskiert die lebensgefährliche Taucherkrankheit. Nötig sind Dekompressionsstufen und eine Orientierungsleine. An einer abtreibenden Jacht hängt diese Leine aber schnell schräg im Wasser.
- Spezielle Atemgase: In dieser Tiefe atmet man keine normale Luft, sondern Spezialgemische. Strömungen erhöhen den Verbrauch zusätzlich.
- Kälte und Dunkelheit: Bei rund 4 Grad Wassertemperatur sind Trockentauchanzüge Pflicht. In der Tiefe ist es stockdunkel, ohne Scheinwerfer geht nichts.
- Spezialsprengstoff: Für eine solche Aufgabe braucht man militärische Unterwassersprengstoffe, gerichtete Schneidladungen und wasserfeste Zünder. Nichts davon kauft man im Baumarkt.
- Platzproblem: Eine Dekompressionskammer wiegt nach Enders' Angaben rund 1,5 Tonnen. Dazu kommen Sprengstoff und Gasflaschen. Auf einer Charterjacht ist für all das schlicht kein Platz vorgesehen.
Jeder einzelne Punkt ließe sich mit viel Aufwand vielleicht noch lösen. Genau darauf zielt Enders' Argument:
„Einer davon, das mag vielleicht irgendwie notfalls hinhauen. In Kombination all dieser Faktoren wird diese Geschichte unplausibel." – Moritz Enders
Ein seltsamer Umweg und verschwundene Beweise
Der schwedische Ingenieur Erik Andersson, der die Sprengstellen selbst mit einer Unterwasserdrohne gefilmt und sein Material für den Film zur Verfügung gestellt hat, wirft zwei weitere Fragen auf. Die erste betrifft die Route: Rostock liegt deutlich westlich der Tatorte. Von der polnischen Küste bei Kolberg wäre der Weg kürzer gewesen. Nach offizieller Darstellung nahm die Gruppe trotzdem den Umweg in Kauf, fuhr den Sprengstoff im Lieferwagen über eine Landesgrenze und ging damit zusätzliche Entdeckungsrisiken ein. Und das in einer der am besten überwachten Meeresregionen Europas.
Die zweite Frage betrifft das Beweismaterial. Schweden und Dänemark haben ihre eigenen Ermittlungen eingestellt. Laut Enders liegt ein Großteil der geborgenen Spuren in Schweden unter Verschluss. Seine nüchterne Bilanz: Belastbare Beweise für die Täterschaft der Andromeda-Crew gebe es nach seiner Kenntnis nicht. Ohne Geständnis werde ein Nachweis vor Gericht schwierig.
Profis statt Freizeitsegler: Der Konsens der Experten
Enders' Gesprächspartner kommen aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Dazu gehören die schwedische Friedensforscherin Ulla Tunander, der Journalist Dirk Pohlmann, Ray McGovern, der MIT-Physiker Theodore Postol und nach Abschluss der Dreharbeiten auch Militärjournalisten sowie ein früherer Generalmajor der Bundeswehr mit Erfahrung im militärischen Nachrichtenwesen. Laut Enders sind sie sich in einem Punkt einig: Es habe sich um eine komplexe militärische Kommandoaktion gehandelt, nicht um das Werk einer Segeltruppe.
Mehrfach fällt dabei der Begriff Underwater Demolition Team. Solche militärischen Spezialeinheiten räumen etwa vor Landungsoperationen Minen und Hindernisse. Sie verfügen über Unterwasserfahrzeuge, Spezialausrüstung und genau jene Routine, die einer Freizeitcrew fehlt. Erik Andersson schließt nach Enders' Darstellung zwar nicht aus, dass die Andromeda-Leute in der Gegend getaucht sind. Ob sie die Leitungen gesprengt haben, ist aber eine völlig andere Frage.
Und dann ist da noch Seymour Hersh. Der Pulitzer-Preisträger, einer der bekanntesten Investigativjournalisten der USA, veröffentlichte im Februar 2023 einen Bericht. Darin behauptet er unter Berufung auf eine anonyme Quelle, US-Marinetaucher hätten die Sprengsätze mit norwegischer Unterstützung platziert. Das Weiße Haus wies den Bericht als frei erfunden zurück. Widerlegt wurde er seitdem nicht. Bestätigt allerdings auch nicht. Auch das gehört zur Wahrheit.
Cui bono? Die Frage, die niemand stellen will
Wenn die Segeljacht-Version wackelt, wer kommt dann infrage? Die frühe These, Russland habe seine eigene Pipeline gesprengt, hält Enders für wenig überzeugend. Wer den Gasfluss drosseln will, dreht den Hahn zu. Dafür muss niemand eine Investition in Milliardenhöhe in die Luft jagen.
Übrig bleiben nach Enders' Einschätzung zwei Kandidaten. Entweder die Ukraine, was er für unwahrscheinlich hält, die dann aber „grünes Licht aus den USA" gebraucht hätte. Oder die USA selbst. Selbst das Buch des Journalisten Bojan Pancevski, das die ukrainische Spur nachzeichnet, verweist laut Enders am Ende auf Verbindungen der Beteiligten zur CIA. Seine Schlussfolgerung:
„So oder so laufen die Fäden schon irgendwo in Washington zusammen." – Moritz Enders
Dominik Kettner wird im Gespräch noch deutlicher. Nach seiner persönlichen Einschätzung liegen die USA in der Schuldfrage „mit über 50 Prozent" vorn. Er begründet das mit dem Profit, den Washington aus der neuen Lage zieht. Der Blick auf die Gewinner und Verlierer der Sprengung macht diese These zumindest nachvollziehbar.
Wer gewonnen hat und wer verloren
- Die US-Flüssiggasindustrie: Amerikanisches Fracking-Gas war lange teurer als russisches Pipelinegas. Mit Nord Stream fiel der günstigste Konkurrent weg. Europa importiert heute in großem Stil US-LNG.
- Der Industriestandort USA: Wer in Europa keine bezahlbare Energie mehr findet, verlagert seine Produktion. Eine Abwanderung nach Übersee kommt Washingtons Reindustrialisierungsplänen gelegen.
- Die geopolitische Kontrolle: Europa ist energiepolitisch abhängiger von den USA als je zuvor.
- Russland: Es verliert einen Absatzmarkt und eine Milliardeninvestition.
- Deutschland: Es verliert sein wirtschaftliches Fundament, nämlich bezahlbare Energie für eine energiehungrige Industrie.
Enders verweist zur Einordnung auf die Heartland-Theorie des britischen Geografen Halford Mackinder von 1904. Nach diesem Denken muss eine Seemacht verhindern, dass sich die eurasische Landmasse zusammenschließt. Westeuropa auf der einen und Japan und Südkorea auf der anderen Seite dienen dabei als Brückenköpfe. Die Kontrolle über Energieströme ist das zentrale Werkzeug. Dazu zitiert der Film die offizielle RAND-Studie „Overextending and Unbalancing Russia" von 2019. Er zitiert außerdem ein angebliches RAND-Papier mit dem Titel „Weakening Germany", das allgemein als Fälschung gilt und von RAND zurückgewiesen wurde. Enders macht im Podcast selbst darauf aufmerksam. Für die Beweisführung taugt dieses Papier deshalb nicht. Es zeigt aber, wie verbreitet die Sorge ist, dass Deutschland im Spiel der Großmächte nur eine Figur ist.
Das deutsche Geschäftsmodell liegt am Meeresgrund
Unabhängig von der Täterfrage ist eines sicher: Das Erfolgsmodell der Bundesrepublik basierte jahrzehntelang auf einer einfachen Formel. Günstige Energie aus dem Osten, daraus hochwertige Industrieprodukte, damit Exporterfolge und mit den Erlösen ein großzügiger Sozialstaat. Enders erinnert an Aluminiumgießereien im Sauerland, wo sein Team gedreht hat. Ohne bezahlbare Energie, sagt er, „können Sie das knicken". Das gilt genauso für die Chemie, die Autoindustrie und die Grundstoffindustrie.
Großbritannien wählte 1986 mit dem Big Bang unter Margaret Thatcher einen anderen Weg. Es opferte weite Teile seiner Industrie zugunsten des Finanzplatzes London. Deutschland hat diese Option nicht. Frankfurt wird London und New York nicht verdrängen. Damit bleibt nur die Industrie, und genau sie gerät ins Rutschen.
Vom Exportweltmeister zur Schuldenökonomie
Was folgt, beschreibt Enders als schleichenden Umbau. Mittelständler stehen vor der Wahl zwischen Insolvenz und Rüstungsaufträgen. Ein Unternehmer, den das Filmteam interviewt hat, lehnte ein solches Angebot nach Enders' Darstellung ab. Viele andere werden es annehmen, um ihre Belegschaft zu halten. Noch bevor Friedrich Merz zum Kanzler gewählt war, beschloss der alte Bundestag im März 2025 eine Grundgesetzänderung. Sie machte den Weg frei für neue Schulden in historischem Ausmaß.
- Steigende Neuverschuldung treibt die Renditen deutscher Staatsanleihen und damit die Finanzierungskosten der gesamten Wirtschaft.
- Höhere Zinsen treffen den Mittelstand besonders hart, also die Hidden Champions aus Baden-Württemberg und Bayern.
- Übernahmen geschwächter Betriebe durch ausländische Investoren bedeuten, dass auch Patente und Know-how das Land verlassen.
- Rüstungsausgaben bringen kurzfristig Wachstum in der Statistik, schaffen aber keine produktive Infrastruktur, keine Bildung und keine Ingenieure von morgen.
Enders bringt es auf den Punkt: Statt über den Verlust billiger Energie zu sprechen, erzähle die Politik den Bürgern, sie arbeiteten zu wenig und gingen zu früh in Rente. Unsere Einschätzung: Wer eine Wirtschaft mit Schulden über Wasser hält, statt ihr Fundament zu reparieren, schiebt die Rechnung den Sparern zu. Die übliche Begleichung solcher Rechnungen heißt Geldentwertung, und Inflation bleibt eine stille Enteignung.
Das Paradox der deutschen Politik
Philip Hopf benennt im Podcast den Widerspruch, der sich durch den gesamten Fall zieht. Die Bundesanwaltschaft klagt mutmaßliche ukrainische Täter an, die im Auftrag ukrainischer Stellen gehandelt haben sollen. Gleichzeitig sichert die Bundesregierung Kiew weitere Milliarden zu. Wäre die ukrainische Spur zutreffend, müsste das nach Hopfs Logik sofort politische Konsequenzen haben. Ein Angriff auf die kritische Infrastruktur eines Unterstützerlandes ist kein Kavaliersdelikt.
Doch nichts dergleichen geschieht. Die EU hat inzwischen sogar Transaktionen zur Wartung und Nutzung der Leitungen untersagt. Damit ist auch der intakte Strang politisch blockiert. Nach Darstellung im Gespräch hat Moskau zuletzt erneut angeboten, Gas über die verbliebene Röhre zu liefern. In Berlin findet diese Option keine Mehrheit.
Die Frage muss erlaubt sein, warum eine Regierung, die täglich über Standortschwäche und Energiepreise klagt, jede Debatte über die einzige noch funktionsfähige Gasleitung verweigert.
Auf parlamentarische Anfragen zur Aufklärung des Anschlags verwies die Bundesregierung wiederholt auf das Staatswohl und verweigerte Auskünfte. Hopf sieht darin ein deutliches Signal. Dirk Pohlmann formulierte es laut Enders bei einer Zuschaltung vor der UN sinngemäß so: Schweden, Dänen und Deutsche wüssten genug, um zu wissen, dass sie nicht noch mehr wissen wollten. Unsere Einschätzung: Wenn die Aufklärung eines Anschlags auf die eigene Infrastruktur dem Staatswohl widerspricht, dann liegt das Staatswohl offenbar nicht mehr dort, wo die Bürger es vermuten.
Enders erinnert auch an frühere Zeiten. Unter Willy Brandt und Helmut Schmidt habe die Bundesrepublik ihren begrenzten Spielraum noch genutzt, um eigene Interessen durchzusetzen. Heute sehe er keine Politiker, die das täten. Er verweist auf Angela Merkels Interview in der Zeit vom Dezember 2022. Darin beschrieb sie das Minsker Abkommen als Versuch, der Ukraine Zeit zu verschaffen. Medienberichten zufolge soll Boris Johnson Kiew im Frühjahr 2022 von einem Abschluss der Istanbuler Gespräche abgeraten haben, was dieser bestreitet. Enders' Fazit lautet: Deutschland habe in einer angelsächsisch-russischen Konfrontation geopolitisch nichts zu gewinnen, schon Bismarck habe das gewusst.
Gegenwind für die Fragesteller
Wer solche Fragen stellt, macht sich nicht beliebt. Enders berichtet von zwei Artikeln desselben Journalisten, im Berliner Stadtmagazin tip und in der FAZ, die den Film als Kremlpropaganda einordneten. Dazu kamen Verzögerungen bei der DVD-Auslieferung, die er ausdrücklich nicht als gezielte Behinderung bewertet. Sein relativer Bekanntheitsgrad sei vielleicht sogar ein gewisser Schutz. Der Film ist über den Hintergrund-Verlag als DVD und als Stream erhältlich. Eine englische Fassung existiert bereits.
Seine Motivation fasst er in einem Satz zusammen: Die Sprengung stelle die Weichen für die nächsten zehn, zwanzig, dreißig Jahre. Rückblickend werde man sie als einschneidendes Ereignis der deutschen Geschichte erkennen. Davon sind auch Österreich, die Schweiz und Norditalien betroffen, deren Industrie eng mit Süddeutschland verflochten ist.
Was das für Ihr Vermögen bedeutet
Man muss die Täterfrage nicht abschließend beantworten können, um die Konsequenzen für das eigene Geld zu erkennen. Der Nord-Stream-Anschlag hat eine Kette in Gang gesetzt: teure Energie, schrumpfende Industrie, steigende Staatsschulden, wachsender Druck auf Zentralbanken und Währung. Am Ende dieser Kette steht fast immer der Sparer, dessen Kaufkraft schwindet.
Genau hier zeigt sich, warum physisches Gold seit Jahrtausenden als Vermögensschutz gilt. Gold ist kein Versprechen einer Regierung und keine Verbindlichkeit einer Bank. Es lässt sich nicht per Beschluss vermehren. Es hat jede Papierwährung der Geschichte überlebt. Wer in unruhigen Zeiten Substanz sucht, findet sie nicht in Zusagen, sondern im Edelmetall in der eigenen Hand.
Praktische Überlegungen für sicherheitsbewusste Anleger
- Physisch statt Papier: Zertifikate erleben zwar ein Comeback, doch die entscheidende Frage bleibt, wem das Metall im Ernstfall wirklich gehört. Unser Beitrag zum Comeback des Papiergolds beleuchtet die Risiken.
- Flexibel stückeln: Goldmünzen wie der Maple Leaf, der Wiener Philharmoniker oder die 1 Unze Gold Krügerrand 2026 sind weltweit bekannt und gut handelbar.
- Kleine Einheiten für den Notfall: Wer Tauschfähigkeit sucht, greift zu Kleinststückelungen wie dem 0,1g Goldbarren von Heimerle und Meule oder dem 0,5g Gold Deutscher Adler 2026.
- Historische Klassiker: Schweizer Vreneli 10 Franken und Vreneli 20 Franken stammen aus einer Zeit, in der Geld noch durch Gold gedeckt war.
- Kostenbewusst größere Beträge sichern: Goldbarren bieten bei höheren Summen meist günstigere Aufpreise.
- Breit streuen: Neben Känguru, Britannia und American Eagle sind auch Motivmünzen wie Lunar und China Panda verbreitet.
Wie sich der Goldpreis zuletzt um die psychologisch wichtige Marke von 4.000 Dollar verhalten hat, lesen Sie in unserer Analyse Gold zittert um die 4.000er-Marke. Dass auch in Washington wieder über Gold nachgedacht wird, zeigt unser Beitrag über goldgedeckte US-Anleihen und eine mögliche Rückkehr zum Goldstandard. Und wie schnell öffentliche Debatten über Gold ins Absurde kippen können, belegt der Goldzähne-Vorwurf gegen die Schweiz.
Kettner-Einordnung: Aufklärung ist keine Verschwörung
Vier Jahre nach den Explosionen in der Ostsee steht fest: Die Segeljacht-Erzählung lässt zu viele Fragen offen, um als abschließende Antwort zu gelten. Fest steht ebenso, dass ein US-Präsident öffentlich angekündigt hatte, Nord Stream beenden zu können. Die Bundesregierung verweigert seitdem tiefere Auskünfte. Und Deutschland bezahlt die Folgen täglich über die Strom- und Gasrechnung, über verlorene Arbeitsplätze und über neue Schulden.
Unsere Einschätzung: Wer die Täterfrage nur in Richtungen stellt, die politisch ungefährlich sind, will nicht aufklären. Er will einen Fall schließen. Der Preis dafür sind deutsche Interessen.
Wer dem Staat die Aufklärung nicht mehr zutraut, sollte ihm zumindest nicht blind sein Vermögen anvertrauen. Eigenverantwortung beginnt mit unbequemen Fragen und endet beim Schutz dessen, was man sich selbst aufgebaut hat. Das vollständige Gespräch zwischen Philip Hopf, Dominik Kettner und Moritz Enders liefert dazu viele Details, die in keiner Pressemitteilung stehen. Es lohnt sich, genau hinzuhören.




