Chinas Goldstrategie: Warum der Yuan zur Währung der Zukunft wird
Zwei Supermächte, zwei Strategien und ein Kontinent, der zuschaut. Während China Monat für Monat Gold in seine Tresore holt und US-Staatsanleihen abstößt, diskutiert man in Washington über goldgedeckte Anleihen. In Europa wird derweil vor allem verwaltet. Jochen Staiger, Gründer von Rohstoff-TV und einer der erfahrensten Rohstoffinvestoren im deutschsprachigen Raum, hält diese Gemengelage für den Auftakt eines globalen Finanzumbruchs. Im Gespräch mit Dominik Kettner wird er deutlich, gerade beim Blick auf den Euro.
Wer verstehen will, warum der Goldpreis trotz aller Schwankungen auf historisch hohem Niveau notiert und warum Silber binnen Tagen um zweistellige Prozentsätze springen kann, findet hier die Zusammenhänge. Dieser Beitrag ordnet die wichtigsten Thesen ein, prüft sie und zieht eine klare Linie: Was bedeutet das für deutsche Sparer?
Chinas stiller Goldmarsch: 23 Monate ohne Pause
Die Zahlen sprechen eine eigene Sprache. Die chinesische Notenbank hat im September den 23. Monat in Folge Gold gekauft. Mit rund 21 Tonnen war es die größte Monatsmenge seit drei Jahren. Gleichzeitig ist der chinesische Bestand an US-Staatsanleihen auf etwa 590 Milliarden US-Dollar geschrumpft. So wenig hielt Peking seit 2008 nicht mehr.
Für Staiger ist das kein Zufall, sondern Strategie. Er geht davon aus, dass China „mit ganz großen Schritten in Richtung eines goldgedeckten Yuan“ marschiert. Die US-Anleihen würden schrittweise in Gold „recycelt“. Bei mehr als 40 Billionen Dollar US-Staatsschulden sei das Papier aus Pekinger Sicht eben nicht mehr viel wert, ganz gleich, welche Zinsen Washington biete.
„Die Chinesen denken einfach in 50 und 100 Jahren, im Gegensatz zu den Amerikanern, die sich von Quartal zu Quartal hangeln.“ – Jochen Staiger
Was hinter dieser Rechnung steckt
Die Logik ist bestechend einfach. Wer Staatsanleihen hält, ist Gläubiger. Und Gläubiger eines Staates, der seine Schulden kaum noch aus eigener Kraft tilgen kann, tragen ein Risiko, das in keiner Ratingtabelle vollständig auftaucht: das Risiko der schleichenden Entwertung durch Inflation. Gold hingegen ist niemandes Schuldversprechen. Es kann nicht gedruckt, nicht eingefroren und nicht per Federstrich entwertet werden.
- Kein Gegenparteirisiko: Physisches Gold hängt nicht an der Zahlungsfähigkeit eines Staates.
- Kein Sanktionsrisiko: Seit dem Einfrieren russischer Devisenreserven 2022 wissen Notenbanken weltweit, dass Dollar-Reserven politisch angreifbar sind.
- Langfristiger Werterhalt: Gold hat jede Papierwährung der Geschichte überdauert.
- Strategische Unabhängigkeit: Ein goldgestütztes Handelssystem macht den Dollar als Abrechnungswährung verzichtbar.
Bemerkenswert ist zudem Staigers Beobachtung, dass Peking die Schwächephasen des Goldpreises gezielt nutzt, ganz im Gegensatz zu vielen Privatanlegern, die bei fallenden Kursen nervös werden. Ein Notenbankverhalten, das man sich hierzulande zum Vorbild nehmen könnte.
Hongkong statt London: Die neue Geografie des Goldes
Parallel dazu verschiebt sich die Infrastruktur des Goldhandels. Berichten zufolge entstehen in Hongkong Tresorkapazitäten für zunächst mehr als 2.000 Tonnen Gold. Schweizer Raffinerien wie Valcambi und Argor-Heraeus sollen eine stärkere Präsenz vor Ort prüfen. Staiger geht noch weiter: Nach seiner Darstellung peilen Hongkonger Behörden inzwischen eine Zielgröße von bis zu 30.000 Tonnen an.
Verliert die Schweiz damit ihre Rolle? Staiger, selbst in der Schweiz lebend, winkt ab. Das Land raffiniere einen Großteil des Weltgoldes, und vom Flughafen Zürich gehe tagtäglich Gold in alle Welt.
„In Zürich bei uns verlässt kein Flugzeug den Flughafen, ohne dass mindestens ein Kilo Gold an Bord ist.“ – Jochen Staiger
Die eigentliche Verschiebung sieht er an anderer Stelle: bei der Preissetzungsmacht. Ein Verbund aus Hongkong, Shanghai, Singapur und Dubai, flankiert von der Shanghai Futures Exchange, könne einen eigenen, standardisierten Abrechnungsstandard für Gold schaffen. Über diesen ließen sich künftig auch Öl, Gas und Kohle bezahlen, an London und New York vorbei.
Warum das für Anleser im Westen relevant ist
Wenn physisches Gold in Asien gelagert, abgewickelt und bepreist wird, verliert der westliche Papiermarkt an Einfluss. Unsere Einschätzung: Je mehr Handel über physisch gedeckte Plattformen läuft, desto schwerer wird es, den Preis über Terminkontrakte zu dämpfen. Für Besitzer echter Unzen, etwa des China Panda in Gold oder des australischen Lunar Gold, ist diese Entwicklung kein Grund zur Sorge, ganz im Gegenteil.
Die Fed im Zinsdilemma: Warum Washington sich höhere Zinsen kaum leisten kann
Ein Blick über den Atlantik zeigt, wie nervös die Märkte inzwischen sind. Nach einer Rede von Fed-Chef Kevin Warsh rutschte die eingepreiste Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung im Oktober unter 20 Prozent, Gold kletterte auf rund 4.180 Dollar. Ende August war es umgekehrt: Warsh hatte in Jackson Hole Zinserhöhungen angedeutet, und Gold verlor an einem einzigen Tag rund 3 Prozent.
Warum reagiert Gold so empfindlich? Staigers Antwort ist unbequem, aber nachvollziehbar: Gold ist eines der liquidesten Vermögensgüter der Welt. Wer mit Kredit auf Zinsentwicklungen spekuliert und danebenliegt, verkauft zuerst das, was sich in Sekunden zu Geld machen lässt. Die Ausschläge seien also eher ein Symptom überhebelter Spekulation als ein Urteil über den Wert des Metalls.
„Gold hat bisher noch jeden Zinsanstieg im längeren Zeitraum weggesteckt.“ – Jochen Staiger
Die Rechnung, die niemand gern aufmacht
Für die Fed-Sitzung am 28. Oktober erwartet Staiger keine Zinserhöhung. Seine Begründung: Jeder zusätzliche Viertelprozentpunkt koste die USA langfristig rund 200 Milliarden Dollar mehr. Bei über 40 Billionen Dollar Schulden sei das schlicht nicht mehr tragbar. Steige die Rendite der 30-jährigen US-Anleihe nachhaltig über 6 Prozent, drohe eine regelrechte Bondkrise.
- Hohe Zinsen verteuern den Schuldendienst des Staates massiv.
- Niedrige Zinsen bei hoher Inflation entwerten das Geld der Sparer.
- Der politische Anreiz liegt damit klar bei Variante zwei: Schulden werden lieber weginflationiert als zurückgezahlt.
Die Unabhängigkeit der Notenbank wird offiziell stets betont. Doch die Frage muss erlaubt sein, wie unabhängig eine Zentralbank tatsächlich agieren kann, wenn jede ihrer Entscheidungen über die Zahlungsfähigkeit des eigenen Staates mitentscheidet. Unsere Einschätzung: Wer auf dauerhaft „harte“ Geldpolitik in den USA setzt, unterschätzt die Macht der Schuldenarithmetik. Staiger selbst rechnet zudem mit einem Ende des Iran-Konflikts, sinkenden Ölpreisen und dadurch nachlassendem Inflationsdruck. Das ist eine Prognose, keine Gewissheit.
Goldanleihen aus Washington: Vision oder Rechentrick?
Seit Anfang Oktober berät Dr. Judy Shelton, eine bekennende Befürworterin des Goldstandards, das US-Finanzministerium unter Scott Bessent. Shelton hatte bereits im Mai 2024 in Gold einlösbare Staatsanleihen mit 50 Jahren Laufzeit vorgeschlagen. In der Goldszene rechneten manche damit, dass ein solches Papier pünktlich zum 250. Unabhängigkeitstag am 4. Juli kommen würde. Gekommen ist bislang nichts. Mehr zum Hintergrund lesen Sie in unserem Beitrag über goldgedeckte US-Anleihen und eine mögliche Rückkehr zum Goldstandard.
Staiger bleibt skeptisch, und er rechnet vor. Die offiziellen US-Goldreserven von gut 8.100 Tonnen wären zum aktuellen Preis etwa 1,1 bis 1,2 Billionen Dollar wert. Gemessen an rund 40,4 Billionen Dollar Staatsschulden, von Hypotheken, Kreditkarten- und Studentenschulden ganz zu schweigen, ist das ein Tropfen auf den heißen Stein.
- Erstens: Vor jeder Goldanleihe müsste das Gold nachweislich vorhanden sein. Ein umfassendes, unabhängiges Audit von Fort Knox steht aus Staigers Sicht weiterhin aus.
- Zweitens: Damit eine Golddeckung überhaupt ins Gewicht fällt, müsste der Goldpreis um ein Vielfaches höher bewertet werden.
- Drittens: Denkbar wären hybride Modelle, etwa Anleihen, die zur Hälfte in Gold und zur Hälfte in Dollar zurückgezahlt werden. Staiger betont ausdrücklich, dass es sich dabei um hypothetische Gedankenspiele handelt.
Der Kern seiner Argumentation ist dennoch aufschlussreich: Wenn ein hoch verschuldeter Staat ernsthaft über Gold als Sicherheit nachdenkt, hat er ein Interesse an einem deutlich höheren Goldpreis. Für Halter eines American Eagle in Gold oder anderer physischer Unzen wäre das kein Nachteil.
Frankreich als Blaupause: Wie sicher ist der Euro noch?
Am schärfsten wird Staiger, wenn es um Europa geht. In Frankreich eskalieren die sogenannten Schülerproteste zu Ausschreitungen mit Plünderungen. Parallel dazu wächst die Finanzkrise. Bei einer Schuldenquote von rund 119 Prozent zahlt Paris inzwischen, so die im Gespräch genannte Größenordnung, höhere Zinsen als Italien und Griechenland zusammen. Der Euro geriet zuletzt unter Druck.
Für Staiger ist Frankreich die Blaupause dessen, was Europa und insbesondere Deutschland bevorstehen könnte. Er führt die Lage auf eine aus seiner Sicht verfehlte Wirtschafts- und Migrationspolitik zurück und kritisiert, die französische Regierung habe bislang keinen tragfähigen Vorschlag zur Lösung der Schuldenkrise vorgelegt. Gewalt und Plünderungen verurteilt er unmissverständlich, sie änderten nichts außer der weiteren Destabilisierung.
„Fällt Frankreich, fällt der Euro, fällt Europa – und Deutschland zahlt für alles. Da wünsche ich jetzt schon ganz viel Spaß, wenn euer Sparschwein geschlachtet wird.“ – Jochen Staiger
Warum deutsche Sparer genau hinschauen sollten
Die Sorge ist nicht aus der Luft gegriffen. Der Euroraum ist eine Haftungsgemeinschaft, ob man das offiziell so nennt oder nicht. Gerät ein großes Mitgliedsland in Refinanzierungsnot, steht die EZB vor einer Wahl: Anleihen kaufen und damit Geld schöpfen oder einen Flächenbrand riskieren. Unsere Einschätzung: Die EZB hat in der Vergangenheit immer wieder gezeigt, welche Option sie im Ernstfall wählt. Die Rechnung dafür begleichen die Sparer über die Kaufkraft ihres Geldes.
Hinzu kommt, dass auch hierzulande der Staat immer neue Wege sucht, an das Geld der Bürger zu gelangen, wie die Debatte um die Zucker-Abgabe, gegen die sich ausgerechnet Fritz-Kola gegen Finanzminister Klingbeil stellt, zeigt. Wer in einem solchen Umfeld sein Vermögen ausschließlich in Euro hält, setzt alles auf eine Karte.
Europas Notenbanken: Diskutieren statt kaufen
Ein Blick in die Geschichte: Ab 1999 stimmten Europas Notenbanken ihre Goldverkäufe im Central Bank Gold Agreement ab, damit der Markt nicht von Verkäufen überrollt wurde. 2019 lief das Abkommen aus, weil ohnehin kaum noch jemand verkaufen wollte. Wäre heute ein neues Abkommen denkbar, diesmal zum Halten oder Aufstocken?
Staiger hält das für ausgeschlossen. In Europa sei Polen die einzige Notenbank, die wirklich nennenswert Gold kaufe. Gekauft werde dagegen in Asien, in den BRICS-Staaten, nach seinen Informationen aus dem Umfeld großer Schweizer Vermögensverwalter auch durch die Kuwait Investment Authority. Indien habe ebenfalls signalisiert, weiter zuzukaufen.
Besonders treffend ist ein Bild, das Staiger vom Investor Ray Dalio aufgreift:
- China spielt Go, das hochkomplexe Strategiespiel, bei dem man Jahrzehnte vorausdenkt.
- Die USA pokern, mit hohem Einsatz und viel Bluff.
- Europa übersetzt die Spielregeln in 24 Sprachen, gründet Ausschüsse mit Unterausschüssen und redet erst einmal darüber.
Die Pointe sitzt. Staiger befürchtet, dass Europas Notenbanken erst dann über Gold nachdenken, wenn der Preis bei 8.000 oder 10.000 Dollar steht, um dann festzustellen, es sei zu teuer. Dass sich das EU-Parlament zuletzt eher als Satire-Bühne mit einem nackten Gold-Trump in Straßburg präsentierte, passt leider ins Bild.
Silber: Defizit im echten Markt, Chaos auf dem Papier
Kaum ein Edelmetall polarisiert so stark wie Silber, Staigers erklärtes Lieblingsmetall. Nach den jüngsten US-Inflationsdaten brach der Preis an einem einzigen Tag um mehr als 6 Prozent ein. Im Januar notierte Silber noch über 121 Dollar, inzwischen ist es deutlich zurückgekommen. Und das, obwohl das Silver Institute für 2026 das sechste Defizitjahr in Folge mit rund 46 Millionen Unzen erwartet.
Staiger hält selbst diese Schätzung für konservativ. Inklusive physisch hinterlegter Exchange Traded Products rechnet er mit einem Defizit von 100 bis 120 Millionen Unzen. Prognosen eines Großbank-Analysten, der für das kommende Jahr einen Überschuss erwartet, hält er für äußerst gewagt.
„Das, was wir jetzt gesehen haben, ist knallharte Manipulation und sonst gar nichts. Es ist alles über die Comex gekommen. Es wurden Hunderte von Millionen Unzen Silber gehandelt – auf dem Papier.“ – Jochen Staiger
Die Zahlen hinter Staigers Comex-These
Nach Staigers Darstellung liegen die Comex-Bestände insgesamt bei rund 329 Millionen Unzen, die direkt lieferfähigen registered Bestände bei etwa 99 Millionen Unzen, nachdem sie zwischenzeitlich auf rund 92 Millionen gefallen waren. Dem stehe ein Open Interest im Dezemberkontrakt von über 400 Millionen Unzen gegenüber.
- Würden nur 25 Prozent der offenen Kontrakte physische Lieferung verlangen, wären die lieferfähigen Bestände rechnerisch erschöpft.
- Die Tendenz der Lagerbestände zeigt laut Staiger klar nach unten.
- Was künstlich gedrückt werde, könne umso heftiger nach oben ausschlagen. Der Short Squeeze im Januar sei dafür ein Beispiel gewesen.
Ob man den Begriff „Manipulation“ teilt oder nicht: Die Diskrepanz zwischen gehandeltem Papiersilber und tatsächlich vorhandenem Metall ist offensichtlich. Für Staiger ist ein möglicher Rücksetzer Richtung 50 Dollar nicht ausgeschlossen, er sieht jedoch um die 55 Dollar einen mehrfach getesteten Boden. Hinzu kommt eine wachsende industrielle Nachfrage aus Rüstung, Kernkraft und Batterietechnik. Berichten zufolge plant Samsung eine neue Batteriegeneration mit erheblichem Silberanteil. Staiger selbst rechnet hier vorsichtig. Schon 20 bis 50 Millionen Unzen zusätzliche Nachfrage würden einen ohnehin engen Markt spürbar belasten.
Seine persönlichen Kursziele aus der Chartanalyse nennt er offen. Klar ist aber auch, und das betont er selbst: Eine verlässliche Vorhersage ist in derart volatilen Märkten nicht möglich. Für langfristig orientierte Anleger zählt ohnehin weniger der Tageskurs als die fundamentale Knappheit.
Indien und der Blick auf 2027: Rückenwind aus Asien
In Indien hat die Fest- und Hochzeitssaison begonnen. Zum ersten Mal seit mehr als drei Monaten zahlen indische Händler wieder einen Aufschlag auf den Weltmarktpreis. Gleichzeitig haben mehrere Fondshäuser laut Berichten größere Anlagen in Gold-ETFs wegen der schwachen Rupie gestoppt. Staiger sieht darin keinen Widerspruch: Die Inder wollen Gold, der Staat stockt seine Reserven auf, und wer kaufen will, findet einen Weg. Nach seinen Angaben wurden für die Hochzeitssaison zudem 400 Tonnen Silber zum Import freigegeben.
Der größte Rückenwind komme aber weiterhin aus Asien insgesamt und von den BRICS-Staaten. Und eine Gruppe, so Staiger, sei bislang noch gar nicht richtig in Erscheinung getreten: die europäischen Privatanleger. Sollten sie in größerem Stil einsteigen, werde es richtig spannend.
Ob sich die starke Rally vom Jahreswechsel wiederholt, lässt Staiger bewusst offen. Dafür bräuchte es eine Glaskugel. Die Märkte seien jedoch „exorbitant angespannt“.
Was Sie jetzt tun können: Eigenverantwortung statt Hoffnung
Staigers Schlusswort ist ein Appell. Wer noch kein Gold und Silber besitze, solle sich beeilen. Nach seinen Informationen lägen große chinesische Kauforders im Bereich von 4.000 bis 4.100 Dollar im Markt, die den Goldpreis nach unten stützten. Als Orientierung für die Gewichtung nennt er 10 bis 20 Prozent des Vermögens in Edelmetallen, manche Anleger gingen deutlich darüber hinaus.
Dabei rät er zu fungiblen, weltweit bekannten Produkten, also zu Münzen und Barren, die überall wiedererkannt werden. Eine sinnvolle Struktur könnte so aussehen:
- Das Fundament: Bewährte Anlagemünzen wie der Maple Leaf in Gold, der Wiener Philharmoniker in Gold, das Känguru in Gold, die Britannia in Gold oder der klassische 1 Unze Gold Krügerrand 2026.
- Größere Beträge: Goldbarren bieten in der Regel ein günstigeres Verhältnis von Aufpreis zu Materialwert.
- Historische Klassiker: Das Vreneli Gold 20 Franken und das kleinere Vreneli Gold 10 Franken verbinden Geschichte mit Gold und sind gut teilbar.
- Für den Ernstfall: Kleinste Einheiten wie der 1g Gold Münzbarren von Heimerle + Meule oder der 0,1g Goldbarren eignen sich als Tauschmittel, wenn es beim Bäcker oder beim Bauern ohne Bank gehen muss.
Staiger selbst hat sich nach eigener Aussage kürzlich eine Krisenschutzbox mit solchen Gramm-Plättchen zugelegt. Sein Argument ist so schlicht wie überzeugend: Edelmetalle gehen nicht kaputt und haben kein Verfallsdatum. Eine Breite an Goldmünzen und kleinen Stückelungen gibt Ihnen im Ernstfall Flexibilität.
Echte Werte statt neuer Versprechen
Während die Wall Street Anleger mit immer neuen Konstrukten lockt, etwa mit dem vermeintlichen KI-Betongold in Rechenzentren, das bereits erste Risse zeigt, setzen Notenbanken von Peking bis Warschau auf das Älteste, was die Finanzwelt kennt.
Unsere Einschätzung: Wenn die großen Spieler der Welt ihr Vertrauen vom Papier ins Metall verlagern, sollten Sie als Sparer nicht der Letzte sein, der es bemerkt.
Der Umbruch, vor dem Jochen Staiger warnt, kündigt sich nicht mit einem großen Knall an. Er vollzieht sich Tonne für Tonne, Monat für Monat und Tresor für Tresor. China baut, die USA rechnen, und Europa diskutiert. Für Sie als Anleger bleibt die Frage, auf welcher Seite dieser Entwicklung Ihr Vermögen stehen soll. Das vollständige Gespräch mit vielen weiteren Details zu Comex, Notenbanken und Euro finden Sie im eingebetteten Video.
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