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Kettner Edelmetalle
16.02.2026
17:07 Uhr

13 Jahre Bauverzug: Bundestagserweiterung wird zum Milliardengrab auf Kosten der Steuerzahler

Man könnte meinen, es handele sich um einen schlechten Witz. Doch leider ist es bittere Realität: Der Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses am Berliner Spreeufer – jenes Gebäude, in dem sich unsere Volksvertreter künftig noch komfortabler einrichten wollen – steckt mittlerweile im 13. Jahr der Verzögerung. Dreizehn Jahre. Man lasse sich diese Zahl auf der Zunge zergehen.

Schlimmer als der BER – und das will etwas heißen

Bundestagsvizepräsident Omid Nouripour von den Grünen hat nun in einem Schreiben an die Baukommission des Parlaments eingeräumt, dass sich die Übergabe der Bürobereiche erneut verschiebt. Statt Ende des ersten Quartals 2026 sei nun frühestens Anfang Juni 2026 mit einem Einzug zu rechnen. Wohlgemerkt: Eine Garantie für diesen Termin gebe es ausdrücklich nicht. Das zuständige Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) arbeite angeblich „mit Hochdruck" an der Einhaltung – eine Formulierung, die mittlerweile so abgenutzt ist wie die Geduld der deutschen Steuerzahler.

Nouripour selbst zieht in seinem Brief einen Vergleich, der entlarvender kaum sein könnte: Der Pannenflughafen BER, jahrelang das Sinnbild deutscher Bau-Inkompetenz, habe sich „lediglich" um neun Jahre verspätet. Der Bundestagsanbau übertrifft dieses Debakel also bereits um satte vier Jahre – und ein Ende ist nicht in Sicht.

Technisches Versagen auf ganzer Linie

Die Ursachen der jüngsten Verzögerung lesen sich wie ein Katalog des Scheiterns: Probleme bei der Stromspannung, defekte Brandmeldeanlagen, mangelhafte Einbruchmeldesysteme und eine nicht funktionierende Entrauchungsanlage. Kurz gesagt – die elementarste technische Gebäudeausrüstung funktioniert nicht. In einem Neubau. Im Jahr 2026. In der Hauptstadt der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt.

Nouripour kritisiert eine „unzureichende strategische Steuerung und fachliche Koordination der Haustechnik" durch das BBR. Noch bemerkenswerter sei, dass das eigentlich zuständige Bauministerium im gesamten Verfahren „so gut wie nicht in Erscheinung getreten" sei. Ein Ministerium, das nicht in Erscheinung tritt – bei einem der prestigeträchtigsten Bauprojekte des Bundes. Willkommen in Deutschland.

Wo bleibt die Verantwortung?

Und genau hier liegt der eigentliche Skandal. Es geht nicht nur um verbogene Kabel und fehlerhafte Rauchmelder. Es geht um ein systemisches Versagen der öffentlichen Verwaltung, das sich wie ein roter Faden durch die deutsche Infrastrukturpolitik zieht. Ob Stuttgart 21, der BER oder nun der Bundestagsanbau – überall dasselbe Muster: explodierende Kosten, endlose Verzögerungen und am Ende niemand, der die Verantwortung übernimmt.

Während der einfache Bürger für jeden Tag Bauverzug bei seinem Eigenheim Vertragsstrafen zahlt, scheint im politischen Berlin eine andere Zeitrechnung zu gelten. Hier werden Milliarden an Steuergeldern verbrannt, ohne dass auch nur ein einziger Verantwortlicher zur Rechenschaft gezogen wird. Stattdessen schreibt man sich gegenseitig höfliche Briefe und verweist auf die jeweils andere Behörde.

Ein Symbol für den Zustand der Nation

Dieses Bauprojekt ist längst mehr als ein architektonisches Ärgernis. Es ist ein Sinnbild für den desolaten Zustand deutscher Verwaltung und Politik. Ein Land, das nicht einmal ein Bürogebäude für seine eigenen Abgeordneten termingerecht fertigstellen kann, will gleichzeitig die Energiewende stemmen, die Digitalisierung vorantreiben und 500 Milliarden Euro Sondervermögen sinnvoll investieren? Das klingt nicht nach einem Plan – das klingt nach einer Farce.

Vielleicht sollten sich unsere Volksvertreter weniger um neue Büros und mehr um die grundlegenden Probleme dieses Landes kümmern. Um eine marode Infrastruktur, um eine überbordende Bürokratie, um eine Wirtschaft, die unter der Last von Regulierung und Ideologie ächzt. Doch dafür bräuchte es politischen Willen, Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein – drei Eigenschaften, die beim Bundestagsanbau offensichtlich ebenso fehlen wie funktionierende Brandmeldeanlagen.

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