
15.000 Euro mehr: Der Bundespräsident wird 2027 teurer

Berlin, 18. August 2026: Aus dem Regierungsentwurf für den Bundeshaushalt 2027 geht hervor, dass die Amtsbezüge des deutschen Staatsoberhauptes von 277.000 auf 292.000 Euro steigen. Rund 15.000 Euro mehr — und das in einem Jahr, in dem Bund und Bürger jeden Euro dreimal umdrehen müssen. Der Gesamtetat für Bundespräsident und Bundespräsidialamt klettert auf 70,4 Millionen Euro.
Automatik statt Debatte: Wie die Erhöhung zustande kommt
Die Steigerung ist kein Willkürakt, sondern Gesetzesmechanik: Die Bezüge des Bundespräsidenten sind auf zehn Neuntel des Amtsgehalts des Bundeskanzlers festgeschrieben. Steigt oben, steigt automatisch auch unten mit.
Das Aufwandsgeld, aus dem unter anderem das Hauspersonal der Amtswohnung bezahlt wird, bleibt dem Entwurf zufolge unverändert bei 78.000 Euro. Die Amtszeit von Frank-Walter Steinmeier endet im März 2027 — die Erhöhung dürfte also größtenteils seinem Nachfolger oder seiner Nachfolgerin zugutekommen.
Drei Millionen mehr — vor allem für Personal, Mieten und Imagepflege
Interessanter als die Chefgehälter ist der Apparat dahinter. Über drei Millionen Euro mehr als im laufenden Jahr sieht der Entwurf vor. Die Zahlen im Überblick:
- Personalausgaben: plus 3,1 Millionen auf 32,1 Millionen Euro
- Sächliche Verwaltungsausgaben: knapp 32 Millionen Euro, darunter 16,8 Millionen für Mieten und Pachten (plus 852.000 Euro)
- Öffentlichkeitsarbeit: 500.000 Euro — 2025 waren es noch 355.000 Euro
- Versorgungsbezüge früherer Bundespräsidenten und Hinterbliebener: plus über 100.000 auf 1,01 Millionen Euro
- Versorgung zugewiesener Beamter: von 6,5 auf 7 Millionen Euro; für Beamte im einstweiligen Ruhestand plus eine Million auf knapp 4,4 Millionen Euro
Investitionen bleiben mit 2,1 Millionen Euro nahezu unverändert. Für Konferenzen, Tagungen, Messen und Ausstellungen stehen 260.000 Euro bereit, für Trennungsgeld, Fahrkostenzuschüsse und Umzüge 50.000 Euro. Dass die Ausgaben für Öffentlichkeitsarbeit binnen zwei Jahren um rund 40 Prozent zulegen, während bei Investitionen Stillstand herrscht, dürfte manchen Steuerzahler nachdenklich machen.
Der Kontext, der die Sache pikant macht
Die Summen sind, gemessen am Gesamthaushalt, ein Rundungsfehler. Doch sie fallen in eine Zeit, in der die schwarz-rote Koalition Medienberichten zufolge für 2027 Ausgaben von rund 555 Milliarden Euro und eine Neuverschuldung von fast 120 Milliarden Euro plant — begleitet von Sparvorgaben in anderen Ressorts und Steuererhöhungen.
Aus Sicht unserer Redaktion ist genau das das Problem: Wer den Bürgern Konsolidierung predigt, sollte im eigenen Apparat mit Beispielen für Sparsamkeit vorangehen. Stattdessen wächst der Verwaltungsüberbau zuverlässiger als die Wirtschaft.
Was das für Sparer bedeutet
Steigende Staatsausgaben, wachsende Schuldenberge, dazu Versorgungslasten, die über Jahrzehnte weiterlaufen: Diese Kombination ist historisch der Nährboden für Geldentwertung. Wer sein Vermögen davor schützen will, streut breit — und viele Sparer setzen dabei auf physische Edelmetalle wie Gold und Silber, die sich in Inflationsphasen als wertbeständiger Anker bewährt haben.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Er beruht auf den uns vorliegenden Informationen und gibt unsere Einschätzung wieder. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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