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Kettner Edelmetalle
12.08.2026
12:59 Uhr
KI-generiert

184 Milliarden Gewinn – und der Fondschef warnt: "Kann alles weg sein"

184 Milliarden Gewinn – und der Fondschef warnt: "Kann alles weg sein"
Symbolbild: KI-generiert

Norwegens Staatsfonds hat im ersten Halbjahr 2026 den höchsten Gewinn seiner Geschichte eingefahren: rund 1,75 Billionen norwegische Kronen, umgerechnet etwa 184 Milliarden US-Dollar. Das teilte der Fondsmanager Norges Bank Investment Management (NBIM) am Mittwoch in Oslo mit. Gleichzeitig wurde bekannt, dass der Fonds erstmals auch bei Elon Musks Raumfahrtkonzern SpaceX engagiert ist.

Asiens Chip-Rallye als Gewinntreiber

Die Rendite lag bei 9,4 Prozent. Fondschef Nicolai Tangen führte das Ergebnis vor allem auf die Kursgewinne an den Aktienmärkten zurück – besonders bei asiatischen Technologiewerten. Auf der Bühne brachte er es laut Berichten auf eine denkbar knappe Formel: "Chips, chips, chips."

Zu den stärksten Titeln im Depot zählten demnach Samsung, SK Hynix, TSMC, ASML, Intel und Nvidia. Der Weg dorthin war allerdings alles andere als glatt. Im ersten Quartal rutschten die Aktienanlagen um 2,6 Prozent ins Minus – gebremst von Nervosität rund um das Thema Künstliche Intelligenz und von den Sorgen um den Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Im zweiten Quartal folgte ein Sprung von knapp 16 Prozent.

Der größte Einzelaktionär der Welt

Der 1990 zur Verwaltung der norwegischen Öl- und Gaseinnahmen gegründete Fonds ist mit rund 2,3 Billionen Dollar der größte Einzelinvestor der Welt. Er hält Anteile an über 7.000 Unternehmen in mehr als 50 Ländern – und damit an etwa 1,5 Prozent aller börsennotierten Aktien weltweit.

Rund 40 Prozent des Portfolios stecken in US-Aktien. Die 1,28 Prozent an Nvidia werden mit rund 62 Milliarden Dollar bewertet, die Apple-Beteiligung mit gut 52 Milliarden, dazu kommen milliardenschwere Pakete an Alphabet, Microsoft und TSMC.

Musk und Norwegen: eine frostige Beziehung

Die neu offengelegte SpaceX-Beteiligung wirkt daneben fast bescheiden: 0,05 Prozent, gut 1,2 Milliarden Dollar. Zusammen mit rund einem Prozent an Tesla ist Norwegen damit bei beiden börsennotierten Musk-Firmen investiert. Harmonisch ist das Verhältnis nicht: NBIM stimmte gegen Musks 56-Milliarden-Dollar-Vergütungspaket und Ende 2025 auch gegen das Billionen-Paket. Man schätze den geschaffenen Wert, sorge sich aber um Größe, Verwässerung und Personenrisiko, hieß es damals. Medienberichten zufolge reagierte Musk verschnupft und ließ Tangen per Kurznachricht wissen, wer eine Bitte ausschlage, solle selbst keine stellen.

Die bemerkenswerteste Aussage kam nicht zu den Zahlen

Auf einer politischen Konferenz nannte Tangen den Fonds ein "Sparschwein für ganz Norwegen" – und warnte im selben Atemzug. Ob der Fonds verschwinden könne? Ja, sagte er, und das sei in der heutigen Welt sogar ziemlich wahrscheinlich.

Kein Land der Geschichte hat es geschafft, ein großes Finanzvermögen dauerhaft zu halten. Vermögen gehen am Ende immer verloren.

Ein Satz, der in Berlin nachdenklich stimmen sollte. Während Norwegen seine Rohstoffmilliarden über Jahrzehnte in Produktivkapital verwandelte, finanziert Deutschland Sondervermögen von 500 Milliarden Euro auf Pump – Vermögensaufbau sieht anders aus. Aus Sicht unserer Redaktion zeigt der Fall Norwegen beides: die Kraft langfristiger Kapitalanlage und ihre Verwundbarkeit, wenn Konzentration auf wenige Tech-Titel und geopolitische Schocks zusammentreffen. Wer Vermögen über Generationen sichern will, streut breit – auch in physische Edelmetalle, die ohne Gegenpartei auskommen.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren.

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