
200 Dollar pro Barrel: Iran droht der Welt mit Öl-Schock biblischen Ausmaßes

Während westliche Investoren noch auf ein schnelles Ende des Konflikts wetten, macht Teheran unmissverständlich klar: Die Straße von Hormus bleibt blockiert, Handelsschiffe werden beschossen, und die Welt soll sich auf Ölpreise vorbereiten, die seit den Schocks der 1970er Jahre ihresgleichen suchen. Was sich derzeit im Persischen Golf abspielt, ist nichts weniger als die schwerste Energieversorgungskrise seit einem halben Jahrhundert – und sie könnte erst am Anfang stehen.
Handelsschiffe unter Beschuss – die Straße von Hormus wird zum Kriegsgebiet
Iranische Streitkräfte haben am Mittwoch erneut Handelsschiffe im Golf angegriffen. Ein thailändisch geflaggter Massengutfrachter wurde in Brand geschossen, die Besatzung musste evakuiert werden, drei Seeleute gelten als vermisst – vermutlich eingeschlossen im Maschinenraum. Zwei weitere Schiffe, ein japanischer Containerfrachter und ein unter der Flagge der Marshallinseln fahrender Frachter, sollen durch Projektile beschädigt worden sein. Damit steigt die Zahl der seit Kriegsbeginn getroffenen Handelsschiffe auf mindestens 14.
Die Botschaft Teherans könnte kaum deutlicher sein. Ebrahim Zolfaqari, Sprecher des iranischen Militärkommandos, richtete seine Worte direkt an die Vereinigten Staaten: Man solle sich auf Ölpreise von 200 Dollar pro Barrel einstellen, denn der Ölpreis hänge von der regionalen Sicherheit ab – und genau diese hätten die USA destabilisiert. Eine Drohung, die angesichts der Tatsache, dass ein Fünftel des weltweiten Öls durch die Straße von Hormus fließt, keineswegs als leere Rhetorik abgetan werden sollte.
Die IEA greift zum größten Notfallplan der Geschichte
Die Internationale Energieagentur hat bereits reagiert und die Freigabe von 400 Millionen Barrel aus den strategischen Reserven der großen Verbraucherländer empfohlen – die größte derartige Intervention, die es jemals gegeben hat. Washington stimmte dem Vorschlag umgehend zu. Doch selbst diese historische Maßnahme kann nur einen Bruchteil der Versorgung ersetzen, die normalerweise durch die Meerenge fließt. Es ist, als wolle man einen Hausbrand mit einer Gießkanne löschen.
Die Ölpreise, die zu Wochenbeginn kurzzeitig auf fast 120 Dollar pro Barrel geschossen waren, haben sich zwar bei rund 90 Dollar eingependelt. Doch diese vermeintliche Beruhigung dürfte trügerisch sein. Die Märkte setzen offenbar auf ein schnelles Kriegsende – eine Wette, die sich als fataler Irrtum erweisen könnte.
Trump beschwichtigt – doch die Realität spricht eine andere Sprache
US-Präsident Donald Trump versuchte die Märkte einmal mehr zu beruhigen. In einem Telefoninterview erklärte er, es gebe „praktisch nichts mehr", was man im Iran noch angreifen könne. „Kleinigkeiten hier und da... Wann immer ich will, dass es endet, wird es enden", so Trump. Worte, die an Selbstgewissheit kaum zu überbieten sind. Doch die Lage am Boden erzählt eine völlig andere Geschichte.
Zwei israelische Offizielle bestätigten gegenüber Nachrichtenagenturen, dass es keinerlei Anzeichen dafür gebe, dass Washington kurz davor stehe, den Feldzug zu beenden. Israels Verteidigungsminister Israel Katz erklärte unmissverständlich, die Operation werde „ohne zeitliche Begrenzung fortgesetzt, so lange wie nötig, bis alle Ziele erreicht sind". Eine Formulierung, die wenig Raum für diplomatische Interpretation lässt.
Irans Führung überlebt – und droht mit wirtschaftlicher Vergeltung
Besonders brisant: Hochrangige israelische Vertreter räumten mittlerweile intern ein, dass das iranische Herrschaftssystem den Krieg überleben könnte. Sollte dies eintreten, würde Teheran zweifellos den Sieg für sich reklamieren – ungeachtet der verheerenden Zerstörungen im eigenen Land.
Der Iran macht derweil klar, dass er einen langanhaltenden wirtschaftlichen Schock zu erzwingen gedenkt. Nach einem Angriff auf Büros einer Bank in Teheran kündigte Zolfaqari Vergeltungsschläge gegen Banken an, die Geschäfte mit den USA oder Israel unterhalten. Menschen im gesamten Nahen Osten sollten sich mindestens 1.000 Meter von Bankgebäuden fernhalten, warnte er. Eine Eskalationsstufe, die den Konflikt weit über das Militärische hinaus in die Sphäre des globalen Finanzsystems trägt.
Teheran unter Dauerbeschuss – und doch nicht gebrochen
In Teheran selbst haben sich die Bewohner an die nächtlichen Luftangriffe gewöhnt, die Hunderttausende aufs Land getrieben haben. Schwarzer Regen aus Ölrauch kontaminiert die Stadt. „Es gab letzte Nacht Bombardierungen, aber ich hatte nicht mehr so viel Angst wie vorher. Das Leben geht weiter", berichtete ein 52-jähriger Einwohner. Eine Aussage, die gleichermaßen von Resignation wie von trotziger Widerstandsfähigkeit zeugt.
Mojtaba Khamenei, der Sohn und Nachfolger des bei Luftangriffen getöteten Obersten Führers Ayatollah Ali Khamenei, soll zu Beginn des Krieges leicht verwundet worden sein. Bei denselben Angriffen kamen sein Vater, seine Mutter, seine Frau und ein Sohn ums Leben. Seit Kriegsbeginn ist er weder öffentlich aufgetreten noch hat er eine direkte Botschaft veröffentlicht. Dennoch strömten am Mittwoch riesige Menschenmengen auf die Straßen, um gefallenen Kommandeuren die letzte Ehre zu erweisen – Särge tragend, Fahnen und Porträts schwenkend.
Die Opferzahlen steigen – auf allen Seiten
Mehr als 1.300 iranische Zivilisten seien seit Beginn der US-amerikanischen und israelischen Luftangriffe am 28. Februar getötet worden, erklärte Irans UN-Botschafter. Auch im Libanon forderten israelische Angriffe zahlreiche Todesopfer. Auf der anderen Seite haben iranische Angriffe auf Israel mindestens elf Menschen getötet, zwei israelische Soldaten fielen im Libanon. Washington meldete sieben getötete und rund 140 verwundete US-Soldaten.
Der Iran feuerte Raketen auf einen US-Stützpunkt im Nordirak, das US-Marinehauptquartier für den Nahen Osten in Bahrain sowie auf Ziele in Zentralisrael. In Bahrain waren Explosionen zu hören, in Dubai wurden vier Menschen durch zwei Drohnen verletzt, die in der Nähe des Flughafens einschlugen.
Was bedeutet das für Europa und Deutschland?
Die Auswirkungen dieser Eskalation auf die europäische und insbesondere die deutsche Wirtschaft könnten verheerend sein. Deutschland, das ohnehin unter einer schwächelnden Konjunktur, explodierenden Energiekosten und einer durch das 500-Milliarden-Sondervermögen weiter angeheizten Inflation leidet, wäre von einem Ölpreis von 200 Dollar pro Barrel existenziell betroffen. Die Abhängigkeit von Energieimporten, die man nach dem Abschneiden russischer Gaslieferungen nie wirklich kompensiert hat, rächt sich nun ein weiteres Mal.
Es zeigt sich einmal mehr, dass geopolitische Stabilität und eine vorausschauende Energiepolitik keine abstrakten Konzepte sind, sondern über den Wohlstand ganzer Nationen entscheiden. Wer jahrelang ideologiegetrieben Kernkraftwerke abschaltet und auf volatile erneuerbare Energien setzt, ohne für Krisenfälle vorzusorgen, der steht in Momenten wie diesen mit leeren Händen da.
In Zeiten derartiger geopolitischer Verwerfungen und drohender Energiepreisexplosionen erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Gold und Silber kennen keine Blockaden, keine Meerengen und keine Drohneneinschläge – sie bewahren ihren Wert, wenn Papierwährungen und Aktienmärkte ins Wanken geraten.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und dienen ausschließlich der Information. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keinerlei Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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