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21.09.2026
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4,9 Prozent: CDU fliegt aus dem Landtag – und Merz dankt der SPD

4,9 Prozent: CDU fliegt aus dem Landtag – und Merz dankt der SPD
Symbolbild: KI-generiert

Es ist der bitterste Abend in der Geschichte der Christdemokraten: Bei der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern am Sonntag scheiterte die CDU nach vorlĂ€ufigem Ergebnis mit 4,89 Prozent an der FĂŒnf-Prozent-HĂŒrde. Am Montag trat Bundeskanzler Friedrich Merz im Konrad-Adenauer-Haus vor die Presse – und rĂ€umte ein, seine Partei sei nur noch in „einigen Teilen des Landes“ eine Volkspartei.

Erstmals raus aus einem Landtag – ein historischer Einschnitt

Die Zahlen sind brutal. Laut vorlĂ€ufigem Ergebnis holte die AfD in Schwerin 38,2 Prozent und stellt kĂŒnftig 32 Abgeordnete, die SPD kam auf 35,5 Prozent und 29 Sitze. Linke (6,5) und GrĂŒne (5,7) schafften den Sprung, BSW (4,8) und FDP (1,0) nicht.

Die CDU stĂŒrzte von 13,3 Prozent im Jahr 2021 ab – und ist nun in keinem einzigen Sitz mehr vertreten. Zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik fliegt die Union aus einem Landesparlament. Bemerkenswert: Die Wahlbeteiligung stieg auf 78,1 Prozent, ein Plus von ĂŒber sieben Punkten. Von WahlmĂŒdigkeit also keine Spur – die BĂŒrger gingen hin, nur eben nicht zur CDU.

Merz: „Das wird fĂŒr uns lange nachhallen“

Der Kanzler nannte das Ergebnis dem Bericht zufolge „ein in Deutschland einmaliges Ergebnis, dass die CDU aus einem Landtag fliegt“, und sprach von einem „schweren Schlag“, der „lange nachhallen“ werde. Man wolle im PrĂ€sidium beraten, „wo wir stehen, wo wir hin wollen und wo wir nicht bleiben können“.

Dann folgte der Satz, ĂŒber den viele Beobachter staunen dĂŒrften:

„Ich bin dankbar, dass wir heute Morgen von den Sozialdemokraten hören, dass sie an der Koalition in Berlin festhalten wollen“

Ein Kanzler, dessen Partei gerade aus einem Landtag geflogen ist, bedankt sich beim Koalitionspartner dafĂŒr, dass dieser das BĂŒndnis nicht aufkĂŒndigt. FĂŒr Kritiker ist das weniger FĂŒhrung als Erleichterung – und ein Symptom.

Auch in Berlin ein Debakel

In der Hauptstadt verlor die CDU dem vorlĂ€ufigen Ergebnis zufolge 9,5 Punkte und landete mit 18,8 Prozent hinter der Linken, die mit 25,7 Prozent ihr bestes Berliner Ergebnis aller Zeiten einfuhr. Die AfD kam auf 16,3 Prozent, die SPD stĂŒrzte auf historische 12,1 Prozent ab. Merz bezeichnete das Berliner Abschneiden trotzdem als „beachtlich“ – Spitzenkandidat Stefan Evers habe unter „schwierigsten Bedingungen“ Verantwortung ĂŒbernommen.

80 Prozent sagen: Merz schadet seiner Partei

Besonders unangenehm fĂŒr den Kanzler dĂŒrfte eine Erhebung der Forschungsgruppe Wahlen fĂŒr das ZDF in Mecklenburg-Vorpommern sein: Demnach meinten 80 Prozent der Befragten, Merz schade der CDU – unter den CDU-WĂ€hlern selbst 70 Prozent. Nur ein Prozent hielt ihn fĂŒr hilfreich.

Merz rĂ€umte ein, Bundespolitik und seine Person hĂ€tten „eine Rolle gespielt“, die GrĂŒnde reichten aber „weit“ darĂŒber hinaus. Aus Sicht unserer Redaktion ist genau das die Kernfrage: Wer Rekordschulden, ausufernde BĂŒrokratie und ungelöste Migrations- und Sicherheitsprobleme mit Beratungsschleifen beantwortet, verliert Vertrauen – und zwar dauerhaft.

Was das fĂŒr BĂŒrger bedeutet

Politische InstabilitĂ€t, wachsende Schuldenberge und eine schwĂ€chelnde Wirtschaft sind keine abstrakten Begriffe – sie treffen Sparer und Familien direkt. Viele BĂŒrger setzen in solchen Phasen auf Substanz: physisches Gold und Silber gelten traditionell als ErgĂ€nzung zur Absicherung eines breit gestreuten Vermögens.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger muss eigenstĂ€ndig recherchieren und trĂ€gt die Verantwortung fĂŒr seine Entscheidungen selbst.

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