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Kettner Edelmetalle
11.08.2026
10:39 Uhr
KI-generiert

71 Prozent wollen weniger Migration – Berlin hört weg

71 Prozent wollen weniger Migration – Berlin hört weg
Symbolbild: KI-generiert

Eine neue Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Insa liefert ein eindeutiges Bild: 71 Prozent der Befragten sprechen sich dafür aus, die Migration nach Deutschland zu begrenzen. Nur 21 Prozent lehnen das ab. Veröffentlicht wurden die Zahlen am Dienstag – wenige Wochen vor drei Landtagswahlen.

Je intensiver informiert, desto klarer das Urteil

Besonders bemerkenswert ist ein Detail, das in der öffentlichen Debatte gern untergeht: Die Zustimmung wächst mit der Beschäftigung mit dem Thema. Unter jenen, die sich nach eigener Aussage eingearbeitet haben, fordern 84 Prozent eine Begrenzung der Zuwanderung, lediglich 14 Prozent widersprechen.

Das Argument, die Ablehnung ungesteuerter Migration sei ein Reflex der Uninformierten, verliert damit an Substanz. Wer sich mit Zahlen, Kosten und Folgen befasst, wird laut dieser Umfrage nicht milder – sondern deutlicher.

Wirtschaft entlasten, Verteidigung stärken – und der Umweltschutz

Auch andere Politikfelder hat Insa abgefragt. Jeweils 78 Prozent wünschen sich einen besseren Schutz von Umwelt und Natur sowie eine Entlastung der Wirtschaft. Für eine stärkere Verteidigungsfähigkeit Deutschlands sprechen sich 72 Prozent aus.

Die Botschaft an die Große Koalition unter Kanzler Friedrich Merz ist unbequem: Steuern und Abgaben runter, Bürokratie weg, Grenzen kontrollieren, Bundeswehr wieder wehrfähig machen. Nichts davon ist exotisch. Es ist Mehrheitsmeinung – seit Jahren.

Ostdeutschland tickt anders

Insa fragte zudem, wer künftig regieren solle: Ulrich Siegmund (AfD) in Sachsen-Anhalt oder Elif Eralp (Linkspartei) in Berlin. 23 Prozent hoffen auf einen Sieg Siegmunds, 22 Prozent auf einen Erfolg Eralps, 26 Prozent wollen keinen von beiden, neun Prozent beide.

Der regionale Bruch ist frappierend. Im Osten unterstützen 32 Prozent den AfD-Politiker und 28 Prozent die Linken-Kandidatin, während dort nur 16 Prozent beide ablehnen. Im Westen kommen beide auf je 21 Prozent, 28 Prozent votieren gegen beide.

Auffällig ist auch die verhaltene Begeisterung in den eigenen Lagern: 64 Prozent der AfD-Anhänger wünschen sich Siegmund als Ministerpräsidenten, 62 Prozent der Linken-Sympathisanten sehen Eralp im Amt. In Sachsen-Anhalt wird am 6. September gewählt, in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern am 20. September.

Sonntagsfrage: AfD vorn, FDP wieder draußen

Im Bundestrend der Erhebung ergibt sich folgendes Bild:

  • AfD: 28,5 Prozent (plus 0,5 Punkte)
  • Union: 20,5 Prozent (minus 0,5)
  • Grüne: 13 Prozent (minus 0,5)
  • SPD: 12,5 Prozent (plus 0,5)
  • Linkspartei: 11,5 Prozent (plus 0,5)
  • FDP: 4,5 Prozent (minus 0,5) – damit außerhalb des Bundestags
  • BSW: 3 Prozent (minus 1,0), Sonstige: 6,5 Prozent

Die Regierungsparteien kommen zusammen auf 33 Prozent. Aus Sicht unserer Redaktion ist das weniger ein Betriebsunfall als die Rechnung für jahrelanges Aussitzen: Wer die Sorgen der Bürger bei Migration, Sicherheit und Wirtschaftskraft in Sonntagsreden lobt und montags nichts ändert, verliert Vertrauen.

Was Anleger daraus lesen

Politische Unsicherheit, wachsende Staatsschulden durch Sondervermögen und ein stagnierender Standort – dieser Dreiklang treibt seit Monaten die Nachfrage nach realen Werten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber sind kein Allheilmittel, aber ein bewährter, staatsferner Baustein zur Vermögenssicherung in einem breit gestreuten Portfolio.

Hinweis: Dieser Beitrag dient der Information und stellt keine Anlageberatung dar. Wir geben keine Kauf- oder Verkaufsempfehlungen. Jeder Leser trifft seine Anlageentscheidungen eigenverantwortlich und sollte sich vorab selbst umfassend informieren.

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