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Kettner Edelmetalle
24.08.2026
06:10 Uhr
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9,2 Milliarden Dollar: Norwegen zahlt weiter – und Deutschland?

9,2 Milliarden Dollar: Norwegen zahlt weiter – und Deutschland?
Symbolbild: KI-generiert

Oslo legt nach: Norwegen will der Ukraine im Haushaltsjahr 2027 erneut 85 Milliarden norwegische Kronen überweisen – rund 9,2 Milliarden US-Dollar. Das teilte die norwegische Regierung am Sonntag mit, während Ministerpräsident Jonas Gahr Støre gemeinsam mit weiteren Staats- und Regierungschefs aus dem nordisch-baltischen Raum in Kiew weilte.

Die Summe entspricht exakt dem Niveau des laufenden Jahres. Fließen soll das Geld in militärische wie humanitäre Zwecke.

„Investition in Europas eigene Sicherheit"

Støre begründete die Milliarden in einer vorab veröffentlichten Rede mit europäischem Eigeninteresse. Aus dem Redetext:

„Die Ukraine zu unterstützen und wieder aufzubauen, ist nicht nur Hilfe. Es ist eine Investition in Europas eigene Sicherheit."

Ein Satz, der die Debatte auf den Punkt bringt – und zugleich offenlässt, wann sich diese Investition auszahlen soll. Denn der Krieg steuert auf sein viereinhalbjähriges Jubiläum zu, ein Ende ist nicht in Sicht.

Das Nansen-Programm: aus Öl- und Gasgeld finanziert

Norwegens Hilfe läuft über das sogenannte Nansen-Programm. Ursprünglich war es 2023 mit 75 Milliarden Kronen über fünf Jahre gestartet – also 15 Milliarden pro Jahr. Inzwischen ist es nach Angaben der norwegischen Entwicklungsagentur auf ein Gesamtvolumen von rund 275 Milliarden Kronen bis 2030 angewachsen.

Möglich macht das ein Umstand, den man in Berlin nur neidisch betrachten kann: Norwegen gehört zu den größten Profiteuren der europäischen Energiekrise. Die explodierten Gaspreise nach 2022 spülten Rekordsummen in den Staatshaushalt und in den weltgrößten Staatsfonds. Wer über einen solchen Puffer verfügt, kann Solidarität aus Überschüssen finanzieren.

Deutschland zahlt anders – auf Pump

Der Vergleich ist ernüchternd. Rund 5,6 Millionen Norweger stemmen umgerechnet etwa 1.600 Dollar pro Kopf und Jahr. Deutschland hat laut Bundesverteidigungsministerium für 2026 rund 11,5 Milliarden Euro für die Ukraine eingeplant – bei 83 Millionen Einwohnern sind das etwa 140 Euro pro Kopf.

Der entscheidende Unterschied liegt aber nicht in der Höhe, sondern in der Herkunft des Geldes. Norwegen schöpft aus Rohstoffrenten. Deutschland finanziert seine Hilfen aus einem Haushalt, der ohnehin auf Sondervermögen und neuen Schulden ruht – und der Bundeskanzler hatte bekanntlich einmal versprochen, genau das zu vermeiden.

Auf EU-Ebene wächst der Einsatz weiter: Im April 2026 einigte sich der Rat auf ein Darlehen über 90 Milliarden Euro für Kiew. Für den deutschen Steuerzahler bedeutet jede dieser Zusagen ein weiteres Risiko in der Bilanz.

Putin droht mit Vergeltung gegen die Wirtschaft

Parallel verschärft sich der Ton in Moskau. Kremlchef Wladimir Putin erklärte in am Samstag veröffentlichten Äußerungen, Kiew habe mit seinen Angriffen auf russische Wirtschaftsziele eine „Büchse der Pandora" geöffnet; Russland werde die „empfindlichsten Wirtschaftssektoren" der Ukraine treffen.

Beide Seiten weiten ihre Drohnenoffensiven gegen Infrastruktur weit hinter der Front aus. Der Krieg ist längst auch ein Wirtschaftskrieg – mit Folgen für Energiepreise, Lieferketten und Inflation in ganz Europa.

Was das für Sparer bedeutet

Krieg, Rekordverschuldung und wachsende Zusagen ohne erkennbares Enddatum: Diese Mischung hat historisch stets die Kaufkraft des Papiergeldes belastet. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in solchen Phasen über Jahrhunderte als stabiler Anker bewährt – als sinnvolle Beimischung in einem breit gestreuten Vermögen.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Einschätzung unserer Redaktion auf Basis der uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Anleger muss eigenverantwortlich recherchieren und entscheidet selbst über seine Vermögensdispositionen.

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