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Kettner Edelmetalle
19.02.2026
20:57 Uhr

Amerikas Handelsdefizit explodiert – Trumps Zollpolitik verpufft wirkungslos

Es ist eine Zahl, die wie eine Ohrfeige wirkt: 70,3 Milliarden Dollar betrug das US-Handelsdefizit allein im Dezember – ein Anstieg von satten 32,6 Prozent gegenüber dem Vormonat. Und das, obwohl Präsident Donald Trump mit seiner aggressiven Zollpolitik genau das Gegenteil erreichen wollte. Die Vereinigten Staaten importieren mehr denn je, während die Exporte sinken. Ein Armutszeugnis für eine Wirtschaftspolitik, die mit markigen Sprüchen begann und nun in ernüchternden Zahlen endet.

Rekorddefizit trotz Strafzölle – die bittere Bilanz

Die vom US-Handelsministerium veröffentlichten Daten zeichnen ein verheerendes Bild. Die Güterimporte stiegen im Dezember um 3,8 Prozent auf 280,2 Milliarden Dollar, angetrieben vor allem durch Industriegüter wie Gold, Kupfer und Rohöl sowie durch Investitionsgüter wie Computerausrüstung und Telekommunikationstechnik. Letzteres dürfte mit dem boomenden Bau von Rechenzentren für künstliche Intelligenz zusammenhängen – ein Sektor, der offenbar ungebremst wächst, während die klassische Industrie darbt.

Auf der anderen Seite brachen die Exporte ein. Die Güterausfuhren fielen um 2,9 Prozent auf 180,8 Milliarden Dollar. Besonders der Rückgang bei Industriegütern und nicht-monetärem Gold schlug zu Buche. Das Ergebnis: Das Güterhandelsdefizit weitete sich um 18,8 Prozent auf 99,3 Milliarden Dollar aus – eine Dimension, die selbst hartgesottene Ökonomen überrascht haben dürfte. Analysten hatten lediglich mit einem Defizit von 55,5 Milliarden Dollar gerechnet.

Ein Jahr der gebrochenen Versprechen

Betrachtet man das Gesamtjahr 2025, wird die Misere noch deutlicher. Das Güterhandelsdefizit erreichte mit 1,24 Billionen Dollar einen historischen Höchststand. Rekorddefizite wurden mit Mexiko, Vietnam, Taiwan, Irland, Thailand und Indien verzeichnet. Einzig das Defizit mit China schrumpfte – von 295,5 Milliarden auf 202,1 Milliarden Dollar. Doch dieser vermeintliche Erfolg ist trügerisch, denn die Handelsströme haben sich schlicht verlagert. Was früher direkt aus China kam, wird nun über Drittländer wie Vietnam und Taiwan umgeleitet – Länder, deren Waren teilweise von Zöllen befreit sind.

Chad Bown vom Peterson Institute for International Economics brachte es auf den Punkt: Es gebe in der gesamten wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsliteratur schlicht keinen Beleg dafür, dass Zölle jemals Handelsdefizite materiell beeinflusst hätten. Eine Erkenntnis, die man in Washington offenbar beharrlich ignoriert.

Fabrikarbeitsplätze schwinden weiter

Besonders bitter: Die von Trump versprochene Renaissance der amerikanischen Industrie bleibt ein Phantom. Zwischen Januar 2025 und Januar 2026 gingen in der Fertigungsindustrie 83.000 Arbeitsplätze verloren. Die Strafzölle haben also weder das Handelsdefizit reduziert noch die heimische Produktion gestärkt. Stattdessen verteuern sie Vorprodukte für amerikanische Unternehmen und belasten letztlich den Verbraucher.

Arbeitsmarkt stabil – aber fragil

Immerhin eine halbwegs positive Nachricht lieferte der Arbeitsmarkt. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen um 23.000 auf 206.000 – deutlich besser als die erwarteten 225.000. Doch der Schein trügt. Die sogenannten Continuing Claims, also die Zahl der Personen, die nach der ersten Woche weiterhin Arbeitslosenhilfe beziehen, stiegen auf 1,869 Millionen. Die durchschnittliche Dauer der Arbeitslosigkeit liegt nahe einem Vierjahreshoch.

Die Protokolle der jüngsten Fed-Sitzung vom 27. und 28. Januar offenbarten zudem eine wachsende Nervosität unter den Notenbankern. Einige Mitglieder warnten davor, dass ein weiterer Rückgang der Arbeitsnachfrage die Arbeitslosenquote in einem Umfeld geringer Neueinstellungen schlagartig in die Höhe treiben könnte. Besonders besorgniserregend: Das Beschäftigungswachstum konzentriert sich fast ausschließlich auf den Gesundheits- und Sozialsektor – Branchen, die wenig konjunktursensibel sind.

Parallelen zu Europa – und eine Lehre für Deutschland

Was sich jenseits des Atlantiks abspielt, sollte auch hierzulande aufhorchen lassen. Trumps Zollpolitik trifft nicht nur amerikanische Verbraucher, sondern auch europäische Exporteure mit voller Wucht. Die 20-Prozent-Zölle auf EU-Importe belasten die ohnehin angeschlagene deutsche Exportwirtschaft zusätzlich. Während die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen für Infrastruktur plant – finanziert auf Pump, versteht sich –, droht von der Handelsfront weiteres Ungemach.

Die Erkenntnis, dass protektionistische Maßnahmen selten die gewünschten Ergebnisse liefern, ist nicht neu. Schon in den 1930er Jahren führte der berüchtigte Smoot-Hawley Tariff Act zu einer Verschärfung der Weltwirtschaftskrise. Geschichte wiederholt sich zwar nicht, aber sie reimt sich – und der aktuelle Reim klingt bedrohlich.

In Zeiten solcher wirtschaftspolitischer Verwerfungen und wachsender Unsicherheit an den Finanzmärkten erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung. Während Papierwerte schwanken und Handelsbilanzen aus dem Ruder laufen, behält Gold seinen inneren Wert – unabhängig davon, welche Zollpolitik gerade en vogue ist. Eine Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Portfolio erscheint in diesem Umfeld sinnvoller denn je.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf Basis eigener Recherche und gegebenenfalls nach Rücksprache mit einem qualifizierten Finanzberater getroffen werden. Für Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Informationen entstehen, übernehmen wir keine Haftung.

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