
Angriff auf Ölanlagen: Biden verhandelt mit Israel über Iran-Reaktion
In einer zunehmend angespannten geopolitischen Lage führt die US-Regierung Gespräche mit Israel über mögliche Angriffe auf die Ölinfrastruktur des Iran. Präsident Joe Biden bestätigte die Verhandlungen, betonte jedoch die Notwendigkeit der Verhältnismäßigkeit in den Maßnahmen. Diese Entwicklungen führten zu einem Anstieg der Ölpreise.
Hintergrund der Verhandlungen
Auf die Frage, ob er israelischen Attacken auf iranische Ölanlagen zustimmen würde, sagte Biden: "Wir führen darüber Gespräche." Der Präsident fügte hinzu, dass er diese Gespräche für notwendig halte, um eine angemessene Reaktion zu gewährleisten. Dies deutet darauf hin, dass die USA und Israel eine koordinierte Antwort auf den jüngsten iranischen Raketenangriff auf Israel planen.
Ölpreise steigen
Unmittelbar nach Bidens Äußerungen verzeichneten die internationalen Ölpreise einen deutlichen Anstieg. Die Referenzsorte Brent legte um vier Prozent zu, während die US-Rohölsorte WTI um fünf Prozent stieg. Dies zeigt, wie sensibel die Märkte auf geopolitische Spannungen reagieren.
Iranischer Raketenangriff und israelische Reaktion
Der Iran hatte am Dienstagabend einen massiven Raketenangriff auf Israel ausgeführt, den zweiten innerhalb von sechs Monaten. Ein Großteil der abgefeuerten Geschosse wurde abgefangen. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte daraufhin Vergeltung an und erklärte: "Wer immer uns angreift, den werden wir angreifen." Auch Armeesprecher Daniel Hagari betonte, dass Israel "Konsequenzen" ziehen werde: "Wir haben Pläne, und wir werden an dem Ort und zu der Zeit handeln, die wir bestimmen."
Spekulationen über Angriffe auf Atomanlagen
Es wird spekuliert, dass Israel auch Angriffe auf iranische Atomanlagen in Erwägung zieht. Biden stellte jedoch klar, dass die USA ein solches Vorgehen nicht unterstützen würden: "Die Antwort ist Nein. Wir werden mit den Israelis besprechen, was sie tun werden." Alle G7-Staaten seien der Meinung, dass Israel das Recht habe, auf den iranischen Angriff zu antworten, jedoch solle die Antwort verhältnismäßig sein.
Fortgesetzte Gefechte im Libanon
Derweil gehen die Gefechte zwischen Israel und der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz im Libanon unvermindert weiter. Am heutigen Donnerstag tötete die israelische Armee bei einem Luftangriff im Dorf Bint Dschubail im Südlibanon nach eigenen Angaben 15 Hisbollah-Kämpfer. In dem getroffenen Gebäude seien auch Waffen gelagert gewesen.
Diese Entwicklungen zeigen einmal mehr die komplexe und explosive Situation im Nahen Osten, die nicht nur die regionale Stabilität, sondern auch die globalen Energiemärkte beeinflusst. Es bleibt abzuwarten, wie die Verhandlungen zwischen den USA und Israel weiter verlaufen und welche Maßnahmen letztlich ergriffen werden.
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