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23.10.2026
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KI-generiert

Anleihen-Beben in den USA: Rendite-Achterbahn vor dem Fed-Showdown!

Anleihen-Beben in den USA: Rendite-Achterbahn vor dem Fed-Showdown!
Symbolbild: KI-generiert

Erst der Absturz, dann das zaghafte Comeback: Die Renditen amerikanischer Staatsanleihen sind am Freitag wieder leicht gestiegen, nachdem sie am Vortag so heftig eingebrochen waren wie seit Frühjahr 2023 nicht mehr. Die Lage an den Märkten ist angespannt. In der kommenden Woche entscheidet die US-Notenbank Fed über die Zinsen, gleichzeitig treiben KI-Schulden und neue Unruhe im Nahen Osten die Anleger um.

Die Zahlen des Tages

Die Rendite der zehnjährigen US-Staatsanleihe kletterte am frühen Freitag um 2 Basispunkte auf 4,9779 Prozent. Dieser Wert ist die wichtigste Referenz für Hypotheken, Autokredite und Kreditkartenschulden in Amerika. Wenn er sich bewegt, spürt das der Normalbürger direkt im Geldbeutel.

Bei der zweijährigen Anleihe ging es ebenfalls um 2 Basispunkte auf 4,6647 Prozent nach oben. Sie reagiert besonders empfindlich auf die Zinspolitik der Fed. Die dreißigjährige Anleihe, die stark auf geopolitische Ereignisse anspricht, legte um gut einen Basispunkt auf 5,3007 Prozent zu.

  • Zur Einordnung: Ein Basispunkt entspricht 0,01 Prozentpunkten.
  • Die Faustregel: Steigen die Kurse einer Anleihe, sinkt ihre Rendite. Fallen die Kurse, steigt sie.

Flucht in den sicheren Hafen

Am Donnerstag sah es noch ganz anders aus. Anleger kauften in großem Stil US-Staatsanleihen und drückten die Zehnjahresrendite um satte 17 Basispunkte auf 4,972 Prozent. Ein so starker Rückgang an einem einzigen Tag war zuletzt am 10. März 2023 zu sehen. Damals erschütterte der Kollaps der Silicon Valley Bank die Finanzwelt. Außerdem rutschte die Rendite zum ersten Mal seit einem Monat unter die wichtige Marke von 5 Prozent.

Ausgelöst wurde der Ausverkauf laut Medienberichten von den Quartalszahlen des Facebook-Konzerns Meta. Sie hätten neue Sorgen über die gewaltigen Investitionen und den riesigen Finanzierungsbedarf des KI-Booms geweckt. Die Technologiebörse Nasdaq gab um rund 2,6 Prozent nach, so viel wie seit Juni nicht mehr. Die Frage liegt nahe: Wie stabil ist ein Aufschwung, der zunehmend auf geliehenem Geld beruht?

Öl über 100 Dollar: Der Inflationsdruck wächst

Gleichzeitig steigt die Unsicherheit am Ölmarkt. Die US-Sorte WTI zur Lieferung im Dezember verteuerte sich am Freitag um 1,16 Prozent auf 100,61 Dollar je Barrel. Die Nordseesorte Brent kostete 114,06 Dollar, ein Plus von 0,79 Prozent. Laut Agenturberichten ist das der höchste Stand seit fünf Monaten.

Die Gründe dafür liegen im Nahen Osten. Vom Iran unterstützte Huthi-Milizen sollen erneut saudische Anlagen angegriffen haben, was Angst vor knappem Angebot schürt. Zudem hieß es in Berichten Anfang der Woche, die USA und Israel könnten ihre Angriffe auf den Iran nach den Zwischenwahlen in den USA wieder aufnehmen. Teure Energie heizt die Inflation an. Damit wird die Aufgabe der Notenbanker noch schwieriger.

Was die Fed jetzt im Blick hat

Vor der Zinsentscheidung warten Händler auf die vorläufigen Einkaufsmanagerindizes von S&P Global für Industrie und Dienstleistungen. Sie gelten als frühes Signal dafür, wie sich Wachstum und Preise entwickeln. Medienberichten zufolge hatten Anleger zuletzt sogar mit weiteren Zinserhöhungen gerechnet. Durch den Einbruch bei den Tech-Aktien seien diese Erwartungen aber etwas zurückgegangen.

Fazit: Wenn sichere Häfen ins Schwanken geraten

Die Lage ist paradox. Anleger flüchten in US-Staatsanleihen, obwohl Washington Rekordschulden anhäuft und die Inflation wegen des teuren Öls hartnäckig bleibt. Der Markt schwankt zwischen Angst vor Rezession und Angst vor Inflation. Wer sein Vermögen schützen will, sollte sich nicht nur auf Schuldscheine eines Staates verlassen.

Physisches Gold und Silber sind nicht die Zahlungsversprechen eines Schuldners und tragen kein Ausfallrisiko eines Emittenten. Als Beimischung in einem breit gestreuten Depot können sie in so unruhigen Zeiten eine sinnvolle Ergänzung zur langfristigen Vermögenssicherung sein.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren, Rohstoffen oder Edelmetallen dar. Jeder Anleger sollte selbst recherchieren und ist für seine Anlageentscheidungen allein verantwortlich.

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