
Arbeitsmarkt im Sinkflug: Jeder dritte Arbeitslose findet keinen Weg zurück – und niemand redet Klartext

Es sind Zahlen, die man in den Hochglanzbroschüren der Bundesregierung vergeblich sucht. Denn was eine Sonderauswertung der Bundesagentur für Arbeit zutage fördert, passt so gar nicht zum Bild der angeblich robusten deutschen Wirtschaft. Mehr als jeder dritte Arbeitslose in Deutschland ist inzwischen langzeitarbeitslos – also seit mindestens einem Jahr ohne Job. Ein Alarmzeichen, das im politischen Berlin geflissentlich überhört wird.
Über eine Million Menschen im dauerhaften Abseits
Im Jahr 2025 zählte die Statistik durchschnittlich rund 1,036 Millionen Langzeitarbeitslose. Das entspricht 35,1 Prozent aller knapp drei Millionen Erwerbslosen im Land. Gegenüber dem Vorjahr ein Anstieg um 64.000 Menschen. Interessant ist dabei nicht nur die nackte Zahl, sondern der Weg, auf dem sie ans Licht kam: nämlich über eine Anfrage der AfD-Bundestagsfraktion. Auf den offiziellen Kanälen der Arbeitsagentur oder des Bundestages sucht man diese unbequeme Wahrheit vergeblich. Man fragt sich unwillkürlich: Warum eigentlich?
Wenn eine Regierung ihre eigenen Statistiken nur noch auf Nachfrage der Opposition herausrückt, stimmt etwas ganz grundsätzlich nicht mit der Transparenz in diesem Land.
Der Blick zurück offenbart das ganze Ausmaß
Ein Vergleich mit dem Jahr 2018 – jener Zeit vor Corona, vor dem Ukraine-Krieg und vor der Eskalation im Nahen Osten – ist ernüchternd. Damals gab es rund 2,34 Millionen Arbeitslose, davon 813.400 Langzeitarbeitslose. Die Kurve zeigt seither steil nach oben. Besonders bitter: Der Anteil der Langzeitarbeitslosen ohne deutschen Pass stieg in diesem Zeitraum um zehn Prozentpunkte auf nunmehr 33 Prozent.
Ältere Menschen zahlen den höchsten Preis
Am härtesten trifft es die Erfahrenen. Ganze 345.000 Menschen über 55 Jahre waren im Vorjahr ein Jahr oder länger ohne Arbeit. Menschen, die jahrzehntelang gearbeitet, Steuern gezahlt und dieses Land mit aufgebaut haben, werden aufs Abstellgleis geschoben. Bei den älteren Langzeitarbeitslosen ohne deutschen Pass ist die Zahl seit 2018 um sagenhafte 155 Prozent explodiert – während sie bei den deutschen Staatsangehörigen dieser Altersgruppe um 29 Prozent zulegte.
Auch die Jugend rutscht ab
Was jedoch wirklich beunruhigen sollte, ist die Entwicklung bei den ganz Jungen. Unter den 15- bis 24-Jährigen waren 2025 rund 34.400 Personen langzeitarbeitslos. Der Anteil nichtdeutscher Staatsangehöriger lag hier bei 32 Prozent – gegenüber 2018 fast eine Verdopplung. Eine ganze Generation, die gar nicht erst ins Berufsleben findet. Man muss kein Prophet sein, um zu erahnen, welche gesellschaftlichen Folgen daraus erwachsen könnten.
Die verschwiegene Wahrheit über die Qualifikation
Ein Blick auf die Ausbildungssituation entlarvt die vollmundigen Versprechen der Willkommenspolitik. Von den älteren Langzeitarbeitslosen ohne deutschen Pass verfügen 80 Prozent über keine anerkannte Berufsqualifikation. Fachkräfte-Einwanderung? Die Realität sieht offenkundig anders aus als die Sonntagsreden es glauben machen wollen. Als Ursachen werden – wie könnte es anders sein – lange Wartezeiten auf Sprachkurse, Verzögerungen bei der Anerkennung von Abschlüssen und fehlende Kinderbetreuung genannt. Kurzum: das übliche Versagen eines überforderten Staatsapparats.
Deutsche Erwerbstätige schwinden – ein stiller Umbruch
Besonders aufschlussreich ist ein weiterer Befund: Seit Anfang 2023 wächst die Beschäftigung ausschließlich noch im Segment der nichtdeutschen Erwerbsfähigen. Im April 2026 sank die Zahl der deutschen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten um rund 259.000 auf 28,87 Millionen, während sie bei Nichtdeutschen um etwa 188.000 auf 5,97 Millionen zulegte. Deutliche Zuwächse gab es bei ukrainischen Staatsangehörigen und bei Menschen aus den wichtigsten Asylherkunftsländern. Die Überalterung der Gesellschaft mag ein Faktor sein – doch die politische Steuerung dieses Prozesses bleibt eine offene Wunde.
Was bleibt: Sachwerte statt leerer Versprechen
Ein Arbeitsmarkt, der ins Wanken gerät, eine Sozialkasse unter Dauerdruck und eine Politik, die unbequeme Zahlen lieber im Aktenschrank verstauben lässt – das ist kein Umfeld, das Vertrauen schafft. Wer in solchen Zeiten sein Erspartes schützen möchte, tut gut daran, nicht allein auf das Versprechen von Beamten und Ministern zu bauen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren, wenn Papierversprechen und Statistiken bröckeln. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie einen Anker in unruhigen Gewässern.
Hinweis: Dieser Beitrag gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Jeder Anleger ist verpflichtet, sich eigenständig zu informieren und trägt die Verantwortung für seine Entscheidungen selbst. Ziehen Sie im Zweifel einen qualifizierten Berater hinzu.

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