
ARD-Faktenchecker: Wenn 250 Meter zum Weihnachtsmarkt plötzlich eine Falschmeldung sind
Die öffentlich-rechtlichen Medien haben sich wieder einmal selbst übertroffen. Der sogenannte „Faktenfinder" der ARD widmet sich in seiner neuesten Ausgabe angeblichen Falschmeldungen rund um deutsche Weihnachtsmärkte – und offenbart dabei eine bemerkenswerte Prioritätensetzung. Statt die berechtigten Sorgen der Bürger ernst zu nehmen, scheint die Hauptsorge der Redaktion darin zu bestehen, dass kritische Videos im Internet „Ängste vor Muslimen" schüren könnten.
Haarspalterische Argumentation auf höchstem Niveau
Die Argumentation des ARD-Faktenchecks grenzt stellenweise an Realsatire. Ein Video aus Stuttgart zeigt eine Menschengruppe, die sich synchron zu arabischer Musik bewegt – möglicherweise eine Form des traditionellen Dabke-Tanzes. Die ARD titelt dennoch triumphierend: „Keine tanzenden Menschen auf Stuttgarter Weihnachtsmarkt". Die Begründung? Es seien „lediglich Menschen in einer Fußgängerzone zu sehen, die sich rhythmisch zu einem Lied bewegen". Man fragt sich unwillkürlich, was denn bitteschön der Unterschied zwischen Tanzen und rhythmischem Bewegen sein soll.
Noch absurder wird es bei der Lokalisierung: Der Aufnahmeort befinde sich 250 Meter vom Weihnachtsmarkt entfernt. In Mainz waren es sogar nur 150 Meter. Für die ARD-Faktenchecker offenbar eine ausreichende Distanz, um von einer „Falschmeldung" zu sprechen. Dass im Hintergrund des Mainzer Videos ein Weihnachtsbaum zu sehen ist und die Atmosphäre eines Weihnachtsmarktes durchaus spürbar sein dürfte, wird großzügig ignoriert.
Die eigentliche Frage bleibt unbeantwortet
Was die ARD bei ihrer akribischen Entfernungsmessung geflissentlich übersieht: Die Bürger haben durchaus legitime Gründe für ihre Verunsicherung. Das Sicherheitsgefühl in Deutschland hat in den vergangenen zehn Jahren massiv gelitten – und das nicht ohne Grund. Der ARD-Deutschlandtrend vom November zeigt erschreckende Zahlen: Nur noch 50 Prozent der Bevölkerung fühlen sich in Deutschland sicher. Das sind fünf Prozentpunkte weniger als noch im Februar. Fast die Hälfte der Deutschen, nämlich 48 Prozent, fühlt sich eher oder sehr unsicher.
Die Städte geben mittlerweile Millionen für Sicherheitsmaßnahmen aus. Bremen allein musste 2,8 Millionen Euro zusätzlich für Grundschutzinfrastruktur bereitstellen. Betonpoller, bewaffnete Polizeistreifen, Taschenkontrollen und Kameraüberwachung prägen das Bild deutscher Weihnachtsmärkte. Vor zehn Jahren war das undenkbar – in osteuropäischen Ländern ist es bis heute nicht notwendig.
Die Verharmlosung als journalistisches Prinzip
Besonders bezeichnend ist der Umgang der ARD mit den gestiegenen Sicherheitskosten. „Auch dieser Aspekt wird genutzt, um beim Thema Migration Stimmung zu machen", heißt es im Faktencheck. Das „Sterben der Weihnachtsmärkte" wird als Gerücht abgetan, weil eine NDR-Recherche ergeben habe, dass „nur" zwei Märkte wegen hoher Sicherheitskosten nicht geöffnet hätten. Dass zehn weitere aus anderen Gründen ausfielen und die Sicherheitskosten insgesamt explodiert sind, wird zwar erwähnt – aber offenbar als weniger relevant erachtet.
Die Ironie dabei: Die ARD räumt selbst ein, dass es tatsächlich Videos gibt, die aus dem Kontext gerissen werden. Als Beispiel wird eine Kundgebung der mittlerweile verbotenen Organisation „Muslim Interaktiv" in Hamburg angeführt. Doch anstatt sich auf solche tatsächlich problematischen Fälle zu konzentrieren, verliert sich der Faktencheck in haarspalterischen Distanzangaben und semantischen Spitzfindigkeiten.
Ein Vertrauensproblem der besonderen Art
Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht vor einem fundamentalen Glaubwürdigkeitsproblem. Wenn Faktenchecker mehr Energie darauf verwenden, kritische Bürgerkommentare zu problematisieren als die tatsächlichen Sicherheitsbedenken ernst zu nehmen, dann verfehlen sie ihren eigentlichen Auftrag. Die Menschen spüren täglich, dass sich etwas verändert hat in diesem Land. Sie sehen die Polizisten mit Maschinenpistolen auf dem Weihnachtsmarkt, sie passieren die Betonpoller, sie werden kontrolliert.
Dass diese Realität von den öffentlich-rechtlichen Medien relativiert und die Sorgen der Bürger als „Stimmungsmache" abgetan werden, dürfte das Vertrauen in diese Institutionen kaum stärken. Im Gegenteil: Es bestätigt viele Menschen in ihrer Wahrnehmung, dass die etablierten Medien ihre Lebensrealität nicht mehr abbilden – oder schlimmer noch: bewusst ignorieren.
Die Frage, die sich stellt, ist nicht, ob ein Video 150 oder 250 Meter vom Weihnachtsmarkt entfernt aufgenommen wurde. Die Frage ist, warum wir überhaupt in einer Situation sind, in der deutsche Weihnachtsmärkte zu Hochsicherheitszonen werden mussten.
Diese Frage zu beantworten, wäre die eigentliche Aufgabe eines seriösen Journalismus. Stattdessen beschäftigt sich der ARD-Faktenfinder lieber mit Meterangaben und der Frage, ob rhythmisches Bewegen als Tanzen bezeichnet werden darf. Das sagt mehr über den Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks aus als jeder Faktencheck es könnte.
Silber-Explosion 2026:Das unterschätzte Edelmetall
Keine Kreditkarte erforderlich • Keine versteckten Kosten
Ihre Experten im Webinar:

Dominik Kettner
CEO Kettner Edelmetalle

Ernst Wolff
Der Systemkritiker

Jochen Staiger
Der Rohstoff-Realist
Top-Experten
Dominik Kettner & Star-Gäste
Live Q&A
Ihre Fragen
15.000€ Gold
zu gewinnen
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik














