
Arktischer Machtkampf: Dänemark droht den USA mit Waffengewalt und bettelt bei der EU um Schutz

Die geopolitischen Spannungen um Grönland erreichen eine neue Eskalationsstufe. Während Washington unmissverständlich klarstellt, dass die strategisch bedeutsame Nordatlantikinsel für die nationale Sicherheit der Vereinigten Staaten unverzichtbar sei, geraten dänische Politiker zunehmend in Panik. Das kleine Königreich droht nun tatsächlich mit militärischer Gewalt gegen den mächtigsten NATO-Verbündeten – ein Schauspiel, das an Absurdität kaum zu überbieten ist.
Kopenhagen zieht verstaubte Dekrete aus der Schublade
Das dänische Verteidigungsministerium hat gegenüber der Zeitung „Berlingske" auf ein Dekret aus dem Jahr 1952 verwiesen, das im Falle einer Anlandung fremder Truppen auf dänischem Territorium die Anweisung vorsehe, „unmittelbar" zu reagieren. Die Formulierung „erst schießen und später Fragen stellen" klingt martialisch, wirkt aber angesichts der militärischen Realitäten geradezu grotesk. Dänemark, ein Land mit einer Armee, die kaum größer ist als die Polizei mancher deutscher Großstädte, droht der größten Militärmacht der Welt.
Besonders pikant: Die USA betreiben bereits seit Jahrzehnten die Pituffik Space Base im Nordwesten Grönlands. Diese strategisch bedeutsame Anlage dient der Überwachung von Raketenstarts und Weltraumaktivitäten. Von einer „Invasion" kann also kaum die Rede sein – die Amerikaner sind längst da.
EU-Truppen als Schutzschild gegen Washington?
Der konservative Abgeordnete Rasmus Jarlov, immerhin Vorsitzender des Verteidigungsausschusses, schlug vor, „Verbündete aus Frankreich und Deutschland willkommen zu heißen, um Grönland so schnell wie möglich zu verteidigen". Die Präsenz europäischer Truppen solle den „Preis einer militärischen Invasion für die Amerikaner extrem hoch" gestalten. Man fragt sich unwillkürlich, ob der Herr Abgeordnete die Kräfteverhältnisse jemals nüchtern betrachtet hat.
Selbst der linksliberale Politiker Stinus Lindgreen räumte ein, dass ein tatsächlicher bewaffneter Konflikt mit den USA „reiner Selbstmord" für Dänemark wäre. Eine bemerkenswert realistische Einschätzung inmitten des politischen Säbelrasselns.
Vance mahnt zur Vernunft
US-Vizepräsident JD Vance reagierte auf die europäische Aufregung mit bemerkenswerter Gelassenheit. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus riet er den EU-Staats- und Regierungschefs, „den Präsidenten der Vereinigten Staaten ernst zu nehmen". Grönland sei für die USA aus Gründen der nationalen Sicherheit von hoher Bedeutung – eine Feststellung, die angesichts der zunehmenden Aktivitäten Chinas und Russlands in der Arktis kaum zu bestreiten ist.
Die Grönländer selbst wollen vor allem eines: Unabhängigkeit
Während Kopenhagen und Washington um die Insel streiten, haben die eigentlichen Bewohner eine klare Meinung. Laut einer Verian-Umfrage vom Januar 2025 lehnen zwar 85 Prozent der Grönländer eine Angliederung an die USA ab. Doch eine Mehrheit von 56 Prozent unterstützt die Unabhängigkeit von Dänemark. Die koloniale Vergangenheit wirft lange Schatten: Erst im Vorjahr entschuldigte sich die dänische Regierung offiziell für Praktiken der Zwangsassimilation und die Zwangssterilisation von Frauen auf der Insel.
Bundesaußenminister Johann Wadephul wird kommenden Montag in Washington Gespräche mit US-Außenminister Marco Rubio führen. Ob Deutschland dabei als Vermittler auftreten kann oder sich – wie von einigen dänischen Politikern gewünscht – tatsächlich in ein militärisches Abenteuer in der Arktis hineinziehen lässt, bleibt abzuwarten. Angesichts des desolaten Zustands der Bundeswehr wäre Letzteres allerdings kaum mehr als eine symbolische Geste.
Die Debatte um Grönland offenbart einmal mehr die Schwäche Europas: Statt eigene strategische Interessen zu definieren und durchzusetzen, reagiert man nur noch auf amerikanische Initiativen – wahlweise mit Empörung oder hilflosem Flehen um Beistand.
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