
„Auf diese Leute können wir verzichten“ – Wenn ein Politiker die eigenen Bürger verhöhnt
Es ist ein Satz, der in seiner arroganten Selbstherrlichkeit kaum zu überbieten ist. Der ehemalige Bundesgesundheitsminister und heutige SPD-Bundestagsabgeordnete Karl Lauterbach hat sich auf der Plattform X zu einem Statement hinreißen lassen, das an Zynismus schwer zu übertreffen ist. Über junge, gut ausgebildete Deutsche, die dem Land den Rücken kehren, schrieb er: „Auf diese Leute können wir verzichten, falls es sie überhaupt gibt.“ Ein bemerkenswerter Satz aus dem Mund eines Mannes, dessen Partei über Jahre hinweg an den Rahmenbedingungen mitgeschraubt hat, die genau diese Menschen aus dem Land treiben.
Der Politiker, der die Realität leugnet
Lauterbach bezweifelt offenbar sogar die offiziellen Zahlen zur Auswanderung. „Es ist dieses permanente Schlechtreden, was uns am stärksten schadet“, ließ er seine Follower wissen. Und spottete zugleich über „junge Talente“, die angeblich mit den hohen Rentenbeiträgen nicht zurechtkämen und deshalb ihre Koffer packten. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein gewählter Volksvertreter erklärt öffentlich, dass er auf einen Teil der Bevölkerung schlicht verzichten könne – und zweifelt in einem Atemzug an, ob es diese Menschen überhaupt gebe.
Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache. Deutschland verliert Jahr für Jahr tausende hochqualifizierte Fachkräfte, Ärzte, Ingenieure und Unternehmer, die im Ausland bessere Bedingungen suchen – und finden. Berichten zufolge steigt die Lebensqualität vieler Auswanderer nach dem Verlassen der Bundesrepublik sogar spürbar an. Was für ein Armutszeugnis für ein Land, das sich einst als Wirtschaftsmotor Europas verstand.
Warum verlassen die Leistungsträger das Land?
Die Gründe für diese Abwanderung liegen offen auf dem Tisch, auch wenn man sie in gewissen politischen Kreisen offenbar lieber ignoriert. Eine der höchsten Steuer- und Abgabenlasten der westlichen Welt, eine erdrückende Bürokratie, marode Infrastruktur und eine Rentenpolitik, die junge Beitragszahler zu Melkkühen eines demografisch längst kollabierenden Systems degradiert.
Wer Leistungsträger vergrault und ihnen anschließend erklärt, man könne auf sie verzichten, der hat das Prinzip einer funktionierenden Volkswirtschaft nicht verstanden.
Es ist bezeichnend, dass ein Politiker die Kritik an genau diesen Missständen als „Schlechtreden“ abtut. Nicht die Kritiker schaden dem Land – es sind die politischen Fehlentscheidungen, die junge Menschen zur Flucht bewegen. Wer die Botschaft überbringt, wird beschimpft. Der Bote soll schweigen, während die Verantwortlichen sich in Selbstgerechtigkeit sonnen.
Ein Symptom für einen tieferen Verfall
Diese Episode ist mehr als nur ein missglückter Tweet. Sie offenbart eine Denkweise, die in Teilen der politischen Klasse offenbar tief verwurzelt ist: die Verachtung gegenüber dem eigenen Bürger, der arbeitet, Steuern zahlt und dennoch das Gefühl hat, für seine Leistung bestraft zu werden. Wenn ein Land seine besten Köpfe verliert und die politisch Verantwortlichen darauf mit Spott statt mit Selbstkritik reagieren, dann läuft etwas gewaltig schief.
Und genau hier zeigt sich, warum immer mehr Menschen ihr Vertrauen nicht mehr in Versprechen von Politikern, sondern in beständige Werte setzen. Wer sein hart erarbeitetes Vermögen vor politischer Willkür, Inflation und einem überforderten Sozialsystem schützen möchte, der schaut zunehmend auf Sachwerte. Physisches Gold und Silber haben über Jahrtausende bewiesen, dass sie ihren Wert bewahren – unabhängig davon, welcher Minister gerade welche Bürger für verzichtbar erklärt. Als krisensichere Beimischung eines breit gestreuten Portfolios bieten Edelmetalle eine Stabilität, die kein politisches Statement erschüttern kann.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt die Meinung unserer Redaktion dar und dient ausschließlich der allgemeinen Information. Er stellt keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung dar. Für individuelle Entscheidungen sollte jeder Leser eigenständig recherchieren und gegebenenfalls fachkundigen Rat einholen. Jeder ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich.

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