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Kettner Edelmetalle
14.06.2026
21:08 Uhr

Bahn-Skandal mit Ansage: Wenn der italienische Konkurrent kommt, fallen 16 deutsche Städte aus dem Fernverkehr

Bahn-Skandal mit Ansage: Wenn der italienische Konkurrent kommt, fallen 16 deutsche Städte aus dem Fernverkehr

Es ist ein Lehrstück deutscher Verkehrspolitik – und es endet, wie so vieles in diesem Land, mit einem Achselzucken der Verantwortlichen und einer Rechnung für den Bürger. Geht es nach einer aktuellen Studie der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG, über die die Bild berichtet, dann droht 16 deutschen Bahnhöfen die schlichte Streichung vom Netz des Fernverkehrs. Der Grund: Das italienische Bahnunternehmen Italo will ab 2028 mit 30 Schnellzügen auf zwei der lukrativsten deutschen Strecken fahren. Und wo der Wettbewerb sich die Filetstücke sichert, bleibt für die Deutsche Bahn offenbar nur noch die Resterampe.

Rosinenpickerei auf Kosten der Provinz

Das Prinzip ist so simpel wie entlarvend. Die Deutsche Bahn finanziert ihre unrentablen Verbindungen ins Hinterland traditionell über die Gewinne der profitablen Hauptstrecken. Fällt diese Quersubventionierung weg, weil ein Konkurrent die Sahnestücke abschöpft, dann bröckelt das gesamte Konstrukt. DB-Chefin Evelyn Palla habe laut Bild bereits unverhohlen angekündigt, dass der Fernverkehr in ländlicheren Regionen leiden werde, sobald die gewinnbringenden Trassen an die Konkurrenz fielen.

Konkret könnten künftig folgende Städte ihre Anbindung an ICE und IC verlieren oder gar nicht erst bekommen:

  • Aachen, Augsburg, Bamberg, Chemnitz
  • Cottbus, Freiburg, Ingolstadt, Jena
  • Magdeburg, Münster, Norddeich Mole, Osnabrück
  • Rostock, Saarbrücken, Schwerin, Singen

Städte wie Aachen, Augsburg, Freiburg und Saarbrücken würden demnach nur noch von internationalen Linien angefahren, die ins Ausland streben. In Trier käme die geplante IC-Anbindung erst gar nicht zustande. Und die Uhr tickt: Italo verlange bereits bis Juli eine verbindliche Zusage.

Eine Gewerkschaft schlägt Alarm – die Politik schweigt

EVG-Chef Martin Burkert fand deutliche Worte gegenüber der Bild:

„Wenn Italo hier Rosinenpickerei betreiben darf und die Bahn von den Hauptstrecken verdrängt wird, zerlegt das unseren Fernverkehr. Städte werden abgehängt, Wege werden länger.“

Burkert nimmt Verkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) in die Pflicht. Der dürfe nicht tatenlos zusehen, sondern müsse den Wettbewerb fair gestalten. Eine berechtigte Forderung – doch man fragt sich unweigerlich, wo die vorausschauende Planung der vergangenen Jahre geblieben ist.

Das eigentliche Problem heißt: jahrzehntelanges Versagen

Denn machen wir uns nichts vor. Italo ist nicht die Ursache der Misere, sondern bestenfalls der Funke, der ein längst marodes Pulverfass entzündet. Die Deutsche Bahn, einst Stolz und Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst, ist heute ein Synonym für Verspätung, Chaos und Milliardengräber. Während andere Nationen ihre Schienennetze ausbauen und modernisieren, verrottet die deutsche Infrastruktur unter den Augen wechselnder Regierungen, die lieber über Lastenfahrräder und Gendersternchen debattieren als über zuverlässige Verbindungen für die arbeitende Bevölkerung.

Es ist die bittere Ironie der Geschichte: Ein Staatskonzern, der über Jahrzehnte vom Steuerzahler alimentiert wurde, kann den freien Wettbewerb offenbar nur überleben, indem er die Provinz im Stich lässt. Wer in Schwerin, Rostock oder Saarbrücken lebt, ist eben Bürger zweiter Klasse – so zumindest die unausgesprochene Botschaft dieser Studie. Und während die 500 Milliarden Euro schwere Schuldenorgie der neuen Regierung angeblich der Infrastruktur zugutekommen soll, könnten ganze Regionen schlicht vom Netz genommen werden.

Was bleibt dem Bürger?

Die Lehre aus diesem Trauerspiel ist eine altbekannte: Auf staatliche Strukturen und politische Versprechen ist immer weniger Verlass. Was gestern noch als selbstverständlich galt – eine Bahnanbindung für die eigene Stadt –, kann morgen schon der Vergangenheit angehören. In einer Zeit, in der selbst grundlegende Infrastruktur zur Disposition steht und die Inflation munter am Vermögen der Sparer nagt, gewinnt die Frage nach echter, krisenfester Werterhaltung an Bedeutung.

Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Fehlentscheidungen und maroden Staatsbetrieben ihren Wert behalten. Als bewährte Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen bieten sie das, was die deutsche Politik längst nicht mehr garantieren kann: Verlässlichkeit.

Hinweis: Dieser Beitrag gibt die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder und stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigenständig recherchieren oder fachkundigen Rat einholen.

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