
Bank of America prophezeit Gold-Explosion: 6.000 Dollar bis Mitte 2026?

Während die deutsche Wirtschaft unter der Last einer verfehlten Energiepolitik und ausufernder Staatsschulden ächzt, richtet sich der Blick kluger Anleger zunehmend auf das älteste Wertaufbewahrungsmittel der Menschheit: Gold. Die Bank of America hat nun eine Prognose veröffentlicht, die selbst hartgesottene Edelmetall-Enthusiasten aufhorchen lässt.
Historische Muster deuten auf dramatischen Preisanstieg
Der Stratege Michael Hartnett von der Bank of America hat die vergangenen Gold-Bullenzyklen akribisch analysiert und kommt zu einem bemerkenswerten Ergebnis. Über einen Zeitraum von durchschnittlich 43 Monaten hätten diese Zyklen Gewinne von rund 300 Prozent erzielt. Sollte sich ein vergleichbares Muster entwickeln, könnte der Goldpreis bis zum Frühjahr 2026 die magische Marke von 6.000 Dollar pro Unze erreichen – mehr als 20 Prozent über den aktuellen Rekordhöhen.
Natürlich räumt Hartnett ein, dass vergangene Entwicklungen keine Garantie für die Zukunft darstellen. Doch wer die gegenwärtige weltpolitische Lage betrachtet, erkennt schnell: Die strukturellen Rahmenbedingungen für einen anhaltenden Goldbullenmarkt könnten kaum günstiger sein.
Zentralbanken als treibende Kraft
Was treibt diese optimistische Einschätzung? Die Antwort liegt in einer Kombination aus mehreren Faktoren, die sich gegenseitig verstärken. Die Zentralbanken weltweit kaufen Gold in einem Ausmaß, das seit Jahrzehnten nicht mehr beobachtet wurde. Insbesondere Länder wie China, Russland und Indien diversifizieren ihre Währungsreserven weg vom US-Dollar – ein Trend, der sich unter der zweiten Trump-Administration mit ihren aggressiven Zollpolitiken noch beschleunigen dürfte.
Hinzu kommt eine sich verschärfende Angebotsdynamik. Michael Widmer, Leiter der Metallforschung bei der Bank of America, prognostiziert, dass die 13 größten Goldproduzenten Nordamerikas in diesem Jahr etwa 19,2 Millionen Unzen fördern werden – ein Rückgang von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das sinkende Angebot aus den Minen bei gleichzeitig steigenden Produktionskosten wird den Markt weiter verknappen.
Goldminen vor Gewinnexplosion
Trotz der geringeren Fördermengen erwartet die Bank of America einen dramatischen Anstieg der Rentabilität im Minensektor. Für das Jahr 2026 wird ein Anstieg des EBITDA der Goldminenunternehmen um satte 41 Prozent auf rund 65 Milliarden Dollar prognostiziert. Die realistische Basisprognose der Bank für den durchschnittlichen Goldpreis 2026 liegt bei etwa 4.538 Dollar pro Unze – immer noch ein beachtlicher Anstieg gegenüber dem aktuellen Niveau.
Silber mit noch größerem Potenzial?
Die bullische Haltung der Bank of America erstreckt sich auf alle Edelmetalle. Besonders interessant erscheint dabei Silber. Das aktuelle Gold-Silber-Verhältnis von fast 59 deutet laut Widmer darauf hin, dass Silber weiterhin eine Outperformance erzielen könnte. Historische Extreme bei diesem Verhältnis signalisieren ein erhebliches Aufwärtspotenzial für das "Gold des kleinen Mannes".
Auch für Platin und Palladium wird ein Anstieg erwartet, wobei Silber das höchste Risiko, aber auch das höchste Renditepotenzial bietet.
Warum physische Edelmetalle jetzt Sinn machen
In Zeiten, in denen die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz trotz gegenteiliger Wahlversprechen ein 500 Milliarden Euro schweres Sondervermögen plant und damit kommende Generationen mit Schulden belastet, erscheint die Flucht in reale Werte mehr als verständlich. Die Inflation wird durch solche Maßnahmen weiter angeheizt, während der Wert des Papiergeldes schleichend erodiert.
Physische Edelmetalle wie Gold und Silber bieten hier einen bewährten Schutz. Sie sind nicht beliebig vermehrbar, tragen kein Gegenparteirisiko und haben über Jahrtausende ihren Wert bewahrt – ganz im Gegensatz zu Papierwährungen, die historisch betrachtet ausnahmslos ihren Wert verloren haben.
Gold bleibt ein zentraler Bestandteil des Portfolios – diese Einschätzung der Bank of America sollte jeden Anleger zum Nachdenken anregen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die hier geäußerten Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Informationen. Jeder Anleger ist für seine Investitionsentscheidungen selbst verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren.

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