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Kettner Edelmetalle
11.02.2026
06:54 Uhr

Batterie-Desaster in Kaiserslautern: ACC beerdigt Gigafactory – und mit ihr Tausende Zukunftshoffnungen

Es ist ein Schlag ins Kontor der deutschen Industriepolitik, der seinesgleichen sucht. Das Batterie-Joint-Venture ACC – getragen von den Konzernen Stellantis, Mercedes-Benz und TotalEnergies – hat die Pläne für eine Gigafactory im rheinland-pfälzischen Kaiserslautern nun endgültig begraben. Kein Aufschub mehr, kein „Wir prüfen noch". Der Stecker ist gezogen. Und mit ihm stirbt eine Zukunftserzählung, die einst als industrieller Leuchtturm gefeiert wurde.

Wenn politische Träume an der Marktrealität zerschellen

Die Begründung ist so ernüchternd wie vorhersehbar: Die Nachfrage nach Elektroautos in Europa schwächelt dramatisch. Ohne Käufer keine Auslastung, ohne Auslastung kein Werk – eine Gleichung, die selbst der ambitionierteste Subventionspolitiker nicht wegrechnen kann. Bereits seit Mai 2024 ruhten die Projekte in Kaiserslautern und im italienischen Termoli. Aus der vermeintlichen Pause wird nun ein definitiver Abbruch.

Die italienische Metallarbeitergewerkschaft UILM brachte es auf den Punkt: Das ACC-Management habe die Arbeitnehmervertreter darüber informiert, dass beide Standorte „definitiv zu den Akten gelegt" worden seien. Eine Formulierung, die keinen Interpretationsspielraum lässt. ACC selbst bestätigte in einer Mitteilung, dass ein Neustart „voraussichtlich" nicht mehr in Frage komme, und sprach von einem „konstruktiven Dialog" über die geordnete Beendigung der Vorhaben. Konstruktiver Dialog – das klingt nach Trauerbegleitung für ein Milliardenprojekt.

Stellantis im freien Fall – und ACC gleich mit

Der Zeitpunkt des endgültigen Aus könnte kaum dramatischer sein. Stellantis, der Hauptinvestor im Joint Venture, erlebt gerade selbst einen beispiellosen Absturz. Am vergangenen Freitag brachen die Aktien des Konzerns um unfassbare 25,2 Prozent ein – der größte Tagesverlust in der gesamten Unternehmensgeschichte. Zuvor hatte Stellantis Abschreibungen in Höhe von rund 22,2 Milliarden Euro gemeldet und angekündigt, die Elektroauto-Entwicklung massiv zurückzufahren. Wenn der größte Gesellschafter derart ins Straucheln gerät, ist für ambitionierte Neubauprojekte schlicht kein Geld und keine Risikobereitschaft mehr vorhanden.

Auch Mercedes-Benz, der zweite große Automobilpartner im ACC-Konsortium, dürfte angesichts der eigenen Herausforderungen im Elektrosegment wenig Neigung verspüren, die Lücke zu füllen. Die Strategie verschiebt sich von Expansion zu Konsolidierung – und Projekte wie Kaiserslautern sind die ersten Opfer dieser Kehrtwende.

Kaiserslautern ohne Plan B

Für die Region Kaiserslautern ist die Nachricht besonders bitter. Infrastruktur und Flächen waren bereits auf die industrielle Nutzung ausgelegt, Qualifizierungsprogramme liefen, Zulieferer hatten sich positioniert. All das – umsonst. Während für den italienischen Standort Termoli zumindest vage Ersatzpläne in Form einer Getriebe- und Motorenproduktion durch Stellantis im Raum stehen, gibt es für Kaiserslautern bislang kein bekanntes Alternativprojekt. Die Stadt verliert nicht nur eine Fabrik, sondern eine ganze Zukunftsperspektive.

Das Scheitern der europäischen Batteriestrategie

Ursprünglich hatte ACC drei Fabriken geplant. Das erste Werk in Frankreich produziert bereits Zellen. Die zweite Ausbaustufe sollte Deutschland und Italien abdecken, um die europäische Nachfrage regional zu bedienen. Davon bleibt nun nichts übrig. Europa fällt im globalen Batteriewettlauf weiter zurück – während China seine Kapazitäten ungebremst ausbaut und den Markt mit günstigen Zellen flutet.

Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass hier ein fundamentales Problem der europäischen Industriepolitik offenbar wird. Jahrelang wurde die Elektromobilität mit geradezu religiösem Eifer als alternativlose Zukunft propagiert. Milliardenschwere Förderprogramme wurden aufgelegt, Verbrennerverbote beschlossen, ganze Industriezweige zum Umstieg gedrängt. Doch was nützen die schönsten politischen Vorgaben, wenn der Kunde am Ende nicht mitzieht? Förderlogik ersetzt keine Käufer – diese bittere Lektion müssen nun Tausende potenzielle Arbeitnehmer in Kaiserslautern und Termoli ausbaden.

Ein Warnsignal für den gesamten Standort Deutschland

Der Fall ACC reiht sich nahtlos ein in eine beunruhigende Serie gescheiterter Batterieprojekte auf deutschem Boden. SVolt sagte der Lausitz ab, Volvo stoppte seine Batteriefabrik in Göteborg, und nun also auch ACC in Kaiserslautern. Das Muster ist immer dasselbe: Große Ankündigungen, politischer Jubel, dann die stille Ernüchterung und schließlich der Rückzug. Deutschland, einst stolze Industrienation, droht zum Friedhof der geplatzten Zukunftsprojekte zu werden.

Die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz wäre gut beraten, aus diesem Desaster die richtigen Schlüsse zu ziehen. Statt ideologiegetriebener Technologiefestlegungen braucht es eine nüchterne, marktorientierte Industriepolitik, die auf Technologieoffenheit setzt und die Rahmenbedingungen für Unternehmen tatsächlich verbessert – durch niedrigere Energiekosten, weniger Bürokratie und eine Steuerpolitik, die Investitionen belohnt statt bestraft. Denn eines zeigt der Fall ACC mit schmerzhafter Klarheit: Wer Milliardenprojekte allein auf politischen Wunschdenken aufbaut, darf sich nicht wundern, wenn am Ende nur leere Industrieflächen und gebrochene Versprechen übrig bleiben.

In Zeiten derartiger wirtschaftlicher Unsicherheit und industriepolitischer Fehlschläge zeigt sich einmal mehr, wie wichtig eine solide Vermögenssicherung durch physische Edelmetalle wie Gold und Silber sein kann. Während Aktienkurse über Nacht um ein Viertel einbrechen und Milliardenprojekte wie Kartenhäuser zusammenfallen, bewährt sich das älteste Wertaufbewahrungsmittel der Menschheit als verlässlicher Anker im Portfolio.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Artikels getroffen werden.

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