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Benzin-Schock vor den Midterms: Trump tankt jetzt teurer als Biden!

Benzin-Schock vor den Midterms: Trump tankt jetzt teurer als Biden!
Symbolbild: KI-generiert

Eine Woche vor den US-Zwischenwahlen am 3. November trifft Donald Trump eine Zahl, die er nicht gebrauchen kann. Nach Daten des Automobilclubs AAA haben die Amerikaner in seiner zweiten Amtszeit im Schnitt mehr für Benzin bezahlt als unter Joe Biden. Hauptursache ist der amerikanisch-israelische Krieg gegen den Iran.

Ein Zehntelcent mit Sprengkraft

Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 kostete eine Gallone Normalbenzin (rund 3,8 Liter) laut AAA durchschnittlich 3,472 Dollar. In Bidens vier Jahren waren es 3,471 Dollar. Der Abstand ist also winzig, politisch aber eine Steilvorlage für die Gegner des Präsidenten.

Trump hatte im Wahlkampf nämlich versprochen, den Spritpreis unter zwei Dollar pro Gallone zu drücken. Heute verlangen die Tankstellen mehr als das Doppelte. Am 26. Oktober meldete die AAA einen landesweiten Schnitt von rund 4,29 Dollar. Ein Jahr zuvor waren es 3,05 Dollar. Ein Detail zur Einordnung: Den Allzeitrekord von 5,02 Dollar gab es im Juni 2022 unter Biden, kurz nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine.

Der Iran-Krieg als Preistreiber

Die Ursache ist eindeutig. Seit dem Kriegsbeginn im Februar ist Benzin in den USA um etwa 43 Prozent teurer geworden. Die Kämpfe haben Rohöl-Transporte, Raffinerien und Treibstoffexporte im Nahen Osten schwer gestört. Im Mittelpunkt steht die Straße von Hormus. Vor dem Krieg lief Medienberichten zufolge rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Gasangebots durch diese Meerenge.

Die USA sind der größte Ölproduzent der Welt. Geschützt hat sie das nicht. Wer auf dem Weltmarkt verkauft, zahlt auch Weltmarktpreise. Das Weiße Haus sieht das gelassener: Eine Sprecherin sagte, die Preise würden nach Kriegsende drastisch sinken. Schon jetzt fließe dank des US-Militärs mehr Öl aus dem Persischen Golf als vor dem Konflikt.

Diesel: Der eigentliche Albtraum

Noch stärker zieht der Dieselpreis an, und Diesel hält Lkw, Landwirtschaft und Industrie am Laufen. Laut AAA liegt der Schnitt bei etwa 6,35 Dollar pro Gallone. Im September erreichte er mit 6,53 Dollar ein Allzeithoch. Seit Kriegsbeginn ist Diesel damit um fast 70 Prozent gestiegen.

Das kommt bei allen an: Wenn der Transport teurer wird, steigen auch die Preise im Supermarkt. Einer aktuellen Umfrage zufolge erwarten die US-Verbraucher für die kommenden zwölf Monate eine Inflation von 4,7 Prozent. Im Februar waren es noch 3,4 Prozent.

Keine Entlastung bis zum Wahltag

Patrick De Haan, Chef der Ölmarktanalyse bei GasBuddy, sieht wenig Hoffnung auf schnelle Besserung. Er rechnet damit, dass Benzin bis zur Wahl über vier Dollar und Diesel über sechs Dollar bleibe. Zwar seien die Preise im Monatsvergleich um 22 Cent gefallen. Die Lage an der Straße von Hormus bleibe aber unsicher, und weltweit fehle es an Raffineriekapazität.

Die Regierung will mehr im eigenen Land raffinieren und zusätzlichen Diesel beschaffen. Branchenvertreter warnen jedoch, stillgelegte Raffinerien ließen sich nicht von heute auf morgen wieder anfahren. Für die Republikaner wird es eng: Laut einer Reuters/Ipsos-Umfrage ist Trumps Zustimmung auf 31 Prozent gefallen, so tief wie nie in seinen beiden Amtszeiten.

Die Lehre für deutsche Sparer

Der Fall zeigt, wie wenig Wahlversprechen gegen Geopolitik ausrichten können. Ein Krieg, eine blockierte Meerenge, und schon steigen Inflation und Lebenshaltungskosten. Auch in Europa schlagen die Energiepreise längst durch. Physisches Gold und Silber haben sich in solchen Krisen über Jahrhunderte als Wertspeicher bewährt und können ein breit gestreutes Vermögen sinnvoll ergänzen.

Hinweis: Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Jeder Leser sollte selbst recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen allein.

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