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Kettner Edelmetalle
18.02.2026
14:26 Uhr

Berlinale im Kreuzfeuer: Wenn Aktivisten ein Filmfestival zur politischen Bühne umfunktionieren wollen

Was einst als Feier der Filmkunst begann, droht längst zur ideologischen Kampfzone zu verkommen. Die Berlinale, Deutschlands renommiertestes Filmfestival, sieht sich erneut massivem Druck ausgesetzt – diesmal von Dutzenden internationaler Filmschaffender, die in einem offenen Brief eine klarere Positionierung zum Gaza-Krieg fordern. Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat sich nun schützend vor das Festival gestellt. Doch die Frage bleibt: Wie viel politischen Aktivismus verträgt die Kunst?

Ein offener Brief als Druckmittel

Das Branchenblatt „Variety" veröffentlichte den Brief, unter dem sich prominente Namen wie Tilda Swinton finden. Die Unterzeichner werfen der Berlinale vor, sich im Nahostkonflikt nicht deutlich genug zu positionieren. Mehr noch: Sie erheben den schwerwiegenden Vorwurf der Zensur und nehmen dabei auch Jurypräsident Wim Wenders ins Visier. Man fragt sich unwillkürlich: Seit wann ist es die Aufgabe eines Filmfestivals, außenpolitische Stellungnahmen abzugeben?

Weimer wies die Vorwürfe entschieden zurück. Die Berlinale sei keine Nichtregierungsorganisation „mit Kamera und Regie", sondern ein Ort der künstlerischen Entfaltung und des offenen Diskurses. „Es wird natürlich keine Zensur betrieben", stellte der parteilose Kulturstaatsminister im Interview mit „Welt TV" klar. Die Bandbreite der politischen Debatte auf dem Festival sei enorm groß.

Wenders unter Beschuss der „Pali-Aktivisten"

Besonders bemerkenswert ist Weimers offene Wortwahl. Er sprach davon, dass Wenders von einer „bestimmten Ecke von Aktivisten" – konkret von „Pali-Aktivisten" – bedrängt werde, „noch mehr zu sagen, noch mehr zu tun". Eine erfrischend klare Benennung dessen, was hier tatsächlich geschieht: organisierter politischer Druck auf eine kulturelle Institution.

Wenders selbst hatte bei einer Pressekonferenz eine Position formuliert, die man eigentlich als selbstverständlich erachten sollte: Filmschaffende müssten sich aus der Politik heraushalten, sie seien ein Gegengewicht zur Politik. Eine Haltung, die in Zeiten der allgegenwärtigen Politisierung geradezu revolutionär anmutet. Weimer lobte sowohl Wenders als auch Festivalchefin Tricia Tuttle für ihre „sehr ausgewogene, sehr feinfühlige" Führung der Berlinale.

Die schleichende Unterwanderung der Kultur

Was sich hier abspielt, ist symptomatisch für einen beunruhigenden Trend, der weit über die Berlinale hinausreicht. Kulturelle Institutionen werden zunehmend von aktivistischen Gruppen unter Druck gesetzt, sich zu politischen Konflikten zu positionieren – und zwar stets in eine ganz bestimmte Richtung. Wer sich dem verweigert, dem wird prompt Zensur oder mangelnde Haltung vorgeworfen. Ein perfides Spiel.

Bereits im vergangenen Jahr hatte die Berlinale mit ähnlichen Kontroversen zu kämpfen, als die Preisverleihung 2024 von politischen Statements zum Nahostkonflikt überschattet wurde. Die damalige Instrumentalisierung der Bühne hatte international für Empörung gesorgt und dem Ansehen des Festivals erheblichen Schaden zugefügt. Dass die neue Festivalleitung nun offenbar versucht, einen sachlicheren Kurs zu fahren, ist nur zu begrüßen.

Es ist ein Zeichen unserer Zeit, dass Kunst nicht mehr um ihrer selbst willen existieren darf. Jedes Festival, jede Ausstellung, jede Aufführung muss sich offenbar dem Diktat des politischen Aktivismus unterwerfen. Wer das nicht tut, wird an den digitalen Pranger gestellt. Dass Kulturstaatsminister Weimer hier Rückgrat zeigt und die Berlinale gegen diese Vereinnahmung verteidigt, verdient Anerkennung – unabhängig davon, wie man zu seiner sonstigen Politik stehen mag. Denn eines sollte klar sein: Kunst braucht Freiheit, keine ideologischen Leitplanken.

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