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Kettner Edelmetalle
19.02.2026
20:57 Uhr

Bill Gates kneift: Epstein-Schatten vertreibt Microsoft-Gründer vom indischen KI-Gipfel

Nur wenige Stunden vor seiner geplanten Grundsatzrede hat sich Bill Gates vom indischen AI Impact Summit in Neu-Delhi zurückgezogen. Der Grund dürfte kaum jemanden überraschen, der die jüngsten Enthüllungen rund um die Epstein-Akten des US-Justizministeriums verfolgt hat. Die Verstrickungen des Microsoft-Mitgründers mit dem verstorbenen Sexualstraftäter und Financier Jeffrey Epstein werfen erneut lange Schatten – und diesmal offenbar so lange, dass Gates es vorzog, einem der bedeutendsten Technologie-Gipfel der Welt fernzubleiben.

Die fadenscheinige Begründung der Gates Foundation

Die offizielle Erklärung seiner Stiftung liest sich wie ein Meisterwerk diplomatischer Verschleierung: Gates werde seinen Auftritt absagen, „um sicherzustellen, dass der Fokus auf den Kernprioritäten des KI-Gipfels bleibt". Man muss kein Kryptologe sein, um zwischen diesen Zeilen zu lesen. Noch wenige Tage zuvor hatte die Foundation Gerüchte über eine mögliche Absage kategorisch zurückgewiesen und versichert, Gates werde wie geplant erscheinen. Auf die Frage von Reuters, ob der Rückzug mit der verschärften Prüfung der Epstein-Verbindungen zusammenhänge, schwieg ein Sprecher der philanthropischen Organisation beredt.

Gates selbst hat seine Beziehung zu Epstein stets als auf philanthropische Diskussionen beschränkt dargestellt und eingeräumt, dass es ein Fehler gewesen sei, den verurteilten Sexualstraftäter überhaupt getroffen zu haben. Doch die im vergangenen Monat vom US-Justizministerium veröffentlichten E-Mails, die Kommunikation zwischen Epstein und Mitarbeitern der Gates Foundation dokumentieren, haben die Debatte neu entfacht. Statt des Milliardärs sprach nun sein Chefstratege Ankur Vora – ein Ersatz, der die Dimension des Imageschadens nur unterstreicht.

Ein Gipfel der Pannen und Peinlichkeiten

Gates' Flucht war dabei nur der spektakulärste einer ganzen Serie von Rückschlägen für den ambitionierten indischen KI-Gipfel. Bereits am Samstag zuvor hatte Nvidia-Chef Jensen Huang seine Teilnahme abgesagt – ein herber Verlust für eine Veranstaltung, die sich als erstes großes KI-Forum des Globalen Südens positionieren wollte. Indien unter Premierminister Narendra Modi strebt eine führende Rolle in der weltweiten KI-Governance an, doch die organisatorischen Mängel des sechstägigen Events sprachen eine andere Sprache.

Die Ausstellungshallen wurden am Donnerstag überraschend für die Öffentlichkeit geschlossen – zum Entsetzen der Unternehmen, die aufwendige Stände und Pavillons errichtet hatten. Die Polizei sperrte wiederholt Straßen für VIP-Konvois, was in der 20-Millionen-Metropole Neu-Delhi ein Verkehrschaos biblischen Ausmaßes auslöste. Besonders pikant: Die indische Universität Galgotias musste ihren Stand räumen, nachdem ein Mitarbeiter einen kommerziell erhältlichen Roboterhund aus chinesischer Produktion als eigene Erfindung präsentiert hatte. Ein Sinnbild für den Zustand des Gipfels, könnte man meinen.

Modis Einheitsgeste gerät zur Farce

Trotz aller Widrigkeiten konnte der Gipfel Investitionszusagen von über 200 Milliarden Dollar für KI-Infrastruktur in Indien verbuchen, darunter ein 110-Milliarden-Dollar-Plan von Reliance Industries. Indiens Tata-Gruppe unterzeichnete zudem eine Partnerschaft mit OpenAI. Premierminister Modi nutzte seine Grundsatzrede – flankiert von Frankreichs Präsident Macron – für einen Appell zum Schutz von Kindern auf KI-Plattformen. „So wie ein Lehrplan kuratiert wird, sollte auch der KI-Raum kinder- und familiengerecht gestaltet sein", forderte Modi.

Für einen unfreiwillig komischen Moment sorgte das inszenierte Gruppenfoto der Tech-Größen auf der Bühne: Während alle Führungskräfte demonstrativ die Hände hoben und sich anfassten, verweigerten ausgerechnet OpenAI-Chef Sam Altman und Anthropic-Chef Dario Amodei – Chefs rivalisierender KI-Unternehmen – den Handschlag. Die symbolische Einheitsgeste zur Verkündung der „New Delhi Frontier AI Commitments" geriet so zur unfreiwilligen Illustration der tatsächlichen Rivalitäten in der Branche.

Scharfe Kritik an der indischen Regierung

Oppositionsparteien griffen die Regierung Modi für das mangelhafte Management des Gipfels scharf an. Ein Microsoft-Forscher namens Jay Gala brachte die Frustration vieler Teilnehmer auf den Punkt, als er auf der Plattform X schrieb, der gesamte Gipfel sei eigentlich für Forscher und Entwickler gedacht gewesen, die täglich in der Praxis arbeiteten. Stattdessen habe man sie behandelt, als seien sie bedeutungslos – stundenlang blockiert, damit irgendein Minister oder Beamter passieren könne.

Die Episode um Bill Gates wirft indes Fragen auf, die weit über einen einzelnen Technologie-Gipfel hinausreichen. Wie tief reichen die Verbindungen der globalen Tech-Elite zu Jeffrey Epstein tatsächlich? Und wie lange noch werden sich die Mächtigen dieser Welt hinter philanthropischen Floskeln verstecken können, während die Justiz Stück für Stück das Netzwerk des verstorbenen Sexualstraftäters offenlegt? Die veröffentlichten E-Mails des US-Justizministeriums dürften jedenfalls erst der Anfang sein. In einer Zeit, in der Transparenz und Rechenschaftspflicht mehr denn je gefordert sind, reicht es nicht mehr aus, unangenehme Fragen einfach durch Absagen zu umgehen.

Bemerkenswert bleibt, dass ausgerechnet jene Eliten, die der Welt unablässig moralische Lektionen über Diversität, Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung erteilen, offenbar die größten Schwierigkeiten haben, ihre eigenen Verstrickungen aufzuklären. Der indische KI-Gipfel mag mit seinen 200 Milliarden Dollar an Investitionszusagen ein wirtschaftlicher Erfolg gewesen sein – als Bühne für die moralische Glaubwürdigkeit der Tech-Milliardäre hat er kläglich versagt.

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