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Kettner Edelmetalle
30.01.2026
06:04 Uhr

Bitcoin im freien Fall: Anleger flüchten in Scharen zu Gold

Bitcoin im freien Fall: Anleger flüchten in Scharen zu Gold

Die Kryptowährung Bitcoin erlebt einen dramatischen Kurssturz und erreicht ein neues Zwei-Monats-Tief. Während die digitale Währung unter massivem Verkaufsdruck steht, ziehen Investoren Milliarden aus US-amerikanischen Bitcoin-ETFs ab. Die Entwicklung wirft einmal mehr die Frage auf, ob das viel beschworene "digitale Gold" seinen Namen überhaupt verdient – oder ob es sich dabei nur um eine Marketing-Floskel handelt.

Panikverkäufe drücken Bitcoin unter 82.000 Dollar

Im frühen asiatischen Handel sackte der Bitcoin-Kurs zeitweise um fast vier Prozent auf 81.102 US-Dollar ab – der tiefste Stand seit dem 21. November vergangenen Jahres. Damit notiert die größte Kryptowährung der Welt mittlerweile mehr als 34 Prozent unter ihrem Allzeithoch vom Oktober. Ein Absturz, der selbst hartgesottene Krypto-Enthusiasten ins Grübeln bringen dürfte.

Besonders alarmierend: Die zwölf in den USA gelisteten Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen bereits den dritten Monat in Folge massive Kapitalabflüsse. Sollte sich dieser Trend bis Monatsende fortsetzen, wäre es die längste Abflussserie seit dem Start dieser Produkte im Jahr 2024. Rund 4,8 Milliarden US-Dollar haben Anleger bereits aus diesen Fonds abgezogen – ein deutliches Zeichen des schwindenden Vertrauens.

Gold triumphiert über das "digitale Gold"

Während Bitcoin strauchelt, erlebt das echte Gold eine beeindruckende Renaissance. In Zeiten geopolitischer Unsicherheit besinnen sich Investoren offenbar wieder auf bewährte Werte. Die Flucht in traditionelle sichere Häfen wie physische Edelmetalle zeigt, was viele konservative Anleger schon immer wussten: Wenn es wirklich darauf ankommt, schlägt Substanz die Spekulation.

"Plötzlich erscheinen Kryptowährungen nicht mehr als Alternative zu Fiatgeld oder als Absicherung gegen die wenig verantwortungsvolle Finanzpolitik großer Staaten."

Diese Einschätzung von Alex Kuptsikevich, Chef-Marktanalyst bei FxPro, trifft den Nagel auf den Kopf. Die Kapitalflüsse sprechen eine deutliche Sprache: BlackRocks iShares Bitcoin Trust – einst als einer der erfolgreichsten Fondsstarts aller Zeiten gefeiert – wurde beim verwalteten Vermögen mittlerweile vom Gold-ETF desselben Anbieters überholt.

Bitcoin in Gold gemessen: Ein Desaster

Wer Bitcoin als "digitales Gold" bezeichnet, sollte sich die Zahlen genauer ansehen. In Gold gerechnet ist Bitcoin seit seinem Hoch Ende 2024 um etwa 60 Prozent gefallen. Ein vernichtendes Urteil für alle, die glaubten, die Kryptowährung könne dem Edelmetall das Wasser reichen.

Droht der Absturz auf 70.000 Dollar?

Die technische Lage sieht düster aus. Sollte Bitcoin die psychologisch wichtige Marke von 80.000 US-Dollar unterschreiten, könnte sich die Abwärtsbewegung über das Wochenende dramatisch beschleunigen. Adam McCarthy, Research-Analyst bei Kaiko, rechnet bereits mit einem baldigen Test der 70.000-Dollar-Marke – dort befinden sich die alten Höchststände aus 2021 und 2024.

Tony Sycamore von IG Australia sieht den jüngsten Ausverkauf als Bestätigung seiner These: Der Anstieg seit November sei lediglich eine Gegenbewegung im übergeordneten Abwärtstrend gewesen. Der Abwärtstrend habe nun wieder Fahrt aufgenommen.

Physische Edelmetalle als sicherer Hafen

Die aktuelle Entwicklung unterstreicht einmal mehr die Bedeutung physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Während digitale Währungen extremen Schwankungen unterliegen und von Stimmungen und Spekulationen getrieben werden, bieten Gold und Silber seit Jahrtausenden bewährten Schutz vor wirtschaftlichen und politischen Turbulenzen. Wer sein Portfolio krisenfest aufstellen möchte, sollte physische Edelmetalle als solide Beimischung in Betracht ziehen.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen oder einen qualifizierten Finanzberater konsultieren. Für etwaige Verluste, die aus Anlageentscheidungen resultieren, übernehmen wir keine Haftung.

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