
Blackout auf der Iberischen Halbinsel: Der Vorgeschmack auf das, was Deutschland droht

Es war kurz nach halb eins am Mittag, als in weiten Teilen Westeuropas plötzlich die Lichter ausgingen. Spanien, Portugal, Andorra und Teile Südfrankreichs versanken binnen Minuten im Stromchaos. Züge blieben stehen, Supermarktkassen erloschen, Tankstellen waren handlungsunfähig, sogar ein Tennisturnier in Madrid musste unterbrochen werden. Was die Bevölkerung dort gerade erlebt, ist mehr als eine technische Panne – es ist die unmissverständliche Quittung für eine ideologisch getriebene Energiepolitik, die physikalische Gesetze beharrlich ignoriert.
Wenn das Stromnetz wie ein Kartenhaus zusammenfällt
Innerhalb kürzester Zeit brach die Netzlast in Spanien von 28 Gigawatt auf nur noch 12 Gigawatt ein. Mindestens zwei Drittel des Landes saßen im Dunkeln. Der bekannte Energieexperte Stefan Spiegelsperger, in Fachkreisen als „Mr. Blackout“ bekannt, beschreibt das Geschehen nüchtern: Spanien habe massiv überschüssigen Solarstrom produziert und diesen über die Grenze nach Frankreich abgeleitet. Doch dann sei dort eine Leitung – möglicherweise infolge eines Brandes – ausgefallen. Plötzlich habe sich zu viel Energie im Netz befunden, automatische Lastabwürfe hätten nicht mehr rechtzeitig gegriffen, ein Kaskadeneffekt sei die Folge gewesen.
Bis wieder flächendeckend Strom fließt, könne es zwei bis drei Tage dauern, so der Experte. Denn der sogenannte Schwarzstart sei eine hochkomplexe Angelegenheit: Kraftwerke müssten nacheinander hochgefahren werden, Strominseln gebildet und langsam miteinander synchronisiert werden. Würden zu viele Verbraucher gleichzeitig wieder Strom ziehen, drohe der nächste Zusammenbruch.
Das deutsche Glück könnte morgen schon enden
Besonders brisant: Genau vor diesem Szenario habe Spiegelsperger bereits für die Osterfeiertage in Deutschland gewarnt. Damals habe man Glück gehabt – bedecktes Wetter habe die Solareinspeisung gedeckelt. An Feiertagen, wenn Industrie und Büros wenig verbrauchen, gleichzeitig aber die Photovoltaikanlagen bei Sonnenschein Strom in gewaltigen Mengen ins Netz pressen, entstehe ein gefährliches Ungleichgewicht. Der Strom müsse irgendwohin – und wenn die Exportleitungen ausfielen, stehe man vor demselben Problem wie nun die Spanier.
Wer nun glaube, in Deutschland sei man sicher, der irre. Das europäische Verbundnetz funktioniere wie kommunizierende Röhren: Was einem Land widerfahre, könne sich blitzschnell auf andere ausbreiten. Spiegelsperger erinnert an das Jahr 2021, als ein Stromausfall in Kroatien plötzlich 1,5 Millionen Menschen in Rumänien betraf. Die Frage sei stets, wer schneller agiere – die Sicherheitsmechanismen oder der Fehler selbst.
Die bittere Wahrheit der „Energiewende“
Was wir gerade in Spanien sehen, ist die logische Konsequenz einer Politik, die jahrelang gepredigt hat, ein Industrieland ließe sich ausschließlich mit Wind und Sonne betreiben. Stabile Grundlastkraftwerke wurden in Deutschland mit nahezu religiösem Eifer abgeschaltet, während man parallel die volatile Einspeisung aus erneuerbaren Quellen massiv ausbaute. Das Ergebnis: ein Netz, das auf der Kippe steht, und Strompreise, die deutsche Unternehmen ins Ausland treiben.
Die ehemalige Ampel-Regierung hat dieses Experiment mit ideologischer Verbissenheit vorangetrieben. Doch auch die neue Große Koalition unter Friedrich Merz lässt bisher keinen echten Kurswechsel erkennen. Im Gegenteil: Die Klimaneutralität bis 2045 wurde sogar im Grundgesetz verankert – ein politisches Korsett, das künftigen Generationen kaum noch Spielraum lässt. Und während man Milliarden in fragwürdige Projekte versenkt, bröckelt die Versorgungssicherheit Tag für Tag weiter.
Seltenes Ereignis? Nicht mehr lange
Auf die Frage, ob solche Blackouts seltene Jahrhundertereignisse seien, antwortet Spiegelsperger entwaffnend ehrlich: Diese Zeiten seien vorbei. Schon für Pfingsten warne er erneut vor genau diesem Szenario. Die Häufigkeit, mit der Europas Stromnetz inzwischen am Limit operiere, sei alarmierend.
Vorsorge ist kein Hobby von Spinnern – sondern Bürgerpflicht
Was kann der Einzelne tun? Spiegelsperger verweist auf die Katastrophenschutzbroschüre des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Jeder Haushalt sollte sieben bis zehn Tage autark sein können – mit Lebensmitteln, Wasser, Bargeld, Medikamenten, Sprit im Tank und alternativen Lichtquellen. Aus Spanien werde gerade berichtet, dass Menschen aus Supermärkten geworfen würden, weil ohne Strom weder Kassen noch Türen funktionierten. Busse, Bahnen, Züge – alles steht still.
Das ist die nüchterne Realität eines Blackouts: Innerhalb weniger Stunden bricht die moderne Zivilisation auf das Niveau des 19. Jahrhunderts zusammen. Wer nicht vorgesorgt hat, steht im Wortsinne im Dunkeln.
Was bleibt: Krisenfeste Werte statt blinder Vertrauen ins System
Der Vorfall in Spanien ist mehr als eine technische Randnotiz. Er ist ein Weckruf. Wer sich auf staatliche Strukturen, digitale Zahlungssysteme und „grünen Strom rund um die Uhr“ verlässt, der wird im Ernstfall bitter enttäuscht. In Zeiten, in denen ganze Länder binnen Sekunden vom Netz fallen können, gewinnen handfeste, krisenfeste Vermögenswerte enorm an Bedeutung. Physisches Gold und Silber funktionieren auch ohne Strom, ohne Internet und ohne Vertrauen in eine Bundesregierung, die ihre wesentliche Aufgabe – die Sicherung der Daseinsvorsorge – zunehmend aus den Augen verliert. Eine kluge Beimischung physischer Edelmetalle in ein breit gestreutes Vermögen ist daher kein nostalgisches Hobby, sondern schlicht gesunder Menschenverstand.
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