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Kettner Edelmetalle
09.03.2026
06:01 Uhr

Blackrock in der Klemme: Auszahlungsstopp bei Milliarden-Fonds offenbart die Risse im Private-Credit-Markt

Blackrock in der Klemme: Auszahlungsstopp bei Milliarden-Fonds offenbart die Risse im Private-Credit-Markt

Was passiert, wenn das Kartenhaus der alternativen Anlagen zu wackeln beginnt? Der weltgrößte Vermögensverwalter Blackrock liefert gerade eine eindrucksvolle Antwort auf diese Frage. Am vergangenen Freitag verkündete der US-Investmentgigant, die Auszahlungen aus einem seiner größten Private-Credit-Fonds zu begrenzen – ein Schritt, der an den Finanzmärkten wie ein Donnerschlag einschlug und die ohnehin angespannte Stimmung im Sektor weiter verschärfte.

Wenn Anleger ihr Geld zurückwollen – und es nicht bekommen

Konkret betrifft die Maßnahme den sogenannten HPS Corporate Lending Fonds, ein Schwergewicht unter den Business Development Companies (BDCs) mit einem Volumen von stolzen 26 Milliarden Dollar. Der Grund für die Einschränkung ist so simpel wie beunruhigend: Immer mehr Investoren wollen ihr Geld zurück. Die Rücknahmeanträge häufen sich, und Blackrock sieht sich gezwungen, die Reißleine zu ziehen.

Diese semi-liquiden Fonds gewähren ihren Anlegern Rücknahmen nur bis zu einem bestimmten Limit – in der Regel fünf Prozent des Fondsvolumens pro Quartal. Was in ruhigen Zeiten als vernünftige Liquiditätssteuerung durchgeht, entpuppt sich in Stressphasen als das, was es im Kern ist: eine Falle für Anleger, die glaubten, jederzeit an ihr Geld zu kommen.

Kurssturz bei den Großen der Branche

Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten. Die Blackrock-Aktie sackte um sieben Prozent ab und riss dabei gleich die gesamte Branche mit in die Tiefe. Die Zahlen seit Jahresbeginn lesen sich wie ein Trauerspiel für Anleger, die auf die vermeintlich goldene Zukunft der privaten Kreditvergabe gesetzt hatten. Apollo Global Management hat rund ein Viertel seines Börsenwertes eingebüßt. KKR und Blackstone verzeichnen Verluste von knapp 27 Prozent. Und Ares Management? Satte 30 Prozent im Minus seit Januar. Man muss kein Prophet sein, um zu erkennen, dass hier fundamentale Zweifel an einem ganzen Geschäftsmodell aufbrechen.

Ein Zwei-Billionen-Dollar-Markt unter Druck

Der Private-Credit-Markt, der in den vergangenen Jahren wie ein Pilz aus dem Boden geschossen ist und mittlerweile ein Volumen von rund zwei Billionen Dollar erreicht hat, steht vor seiner bislang härtesten Bewährungsprobe. Jahrelang wurde dieser Sektor als die große Alternative zum klassischen Bankkredit gefeiert – höhere Renditen, weniger Regulierung, scheinbar grenzenlose Wachstumsmöglichkeiten. Doch was in Zeiten billigen Geldes und steigender Märkte funktionierte, zeigt nun seine Schattenseiten.

Die Parallelen zu früheren Krisen sind dabei kaum zu übersehen. Schon 2008 waren es illiquide Anlageprodukte, die Investoren in die Falle lockten und dann, als alle gleichzeitig zum Ausgang drängten, für verheerende Verluste sorgten. Natürlich ist die Situation heute eine andere – noch. Doch das Grundproblem bleibt dasselbe: Wer langfristige, schwer handelbare Kredite in Vehikel verpackt, die Anlegern regelmäßige Rücknahmen versprechen, spielt mit dem Feuer.

Was bedeutet das für deutsche Anleger?

Für den deutschen Sparer und Investor sollte diese Entwicklung ein deutliches Warnsignal sein. In den vergangenen Jahren haben auch hierzulande immer mehr Privatanleger und institutionelle Investoren in Private-Credit-Produkte investiert, angelockt von Renditeversprechen, die in Zeiten der Nullzinspolitik wie ein Geschenk des Himmels wirkten. Dass ausgerechnet Blackrock – der mit über zehn Billionen Dollar verwalteten Vermögens größte Vermögensverwalter der Welt – nun zu solchen Maßnahmen greifen muss, sollte jeden nachdenklich stimmen.

Die aktuelle Situation verdeutlicht einmal mehr, wie fragil das globale Finanzsystem geworden ist. Trumps aggressive Zollpolitik mit 20 Prozent auf EU-Importe und 34 Prozent auf chinesische Waren hat die Unsicherheit an den Märkten massiv verschärft. Unternehmen, die auf Kredite aus dem Private-Credit-Sektor angewiesen sind, geraten unter Druck – und mit ihnen die Fonds, die diese Kredite vergeben haben.

Physische Edelmetalle als Anker in stürmischen Zeiten

Während komplexe Finanzprodukte wie Private-Credit-Fonds ihre Anleger im Regen stehen lassen und Auszahlungen beschränken, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als verlässlicher Wertspeicher. Gold und Silber kennen keine Rücknahmebeschränkungen, keine Liquiditätsgates und keine Fondsmanager, die entscheiden, wann man an sein Eigentum herankommt. Wer physisches Edelmetall besitzt, hat es in der Hand – im wahrsten Sinne des Wortes. In Zeiten, in denen selbst die Giganten der Finanzbranche ins Straucheln geraten, dürfte diese Eigenschaft unbezahlbar sein.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf Basis eigener, sorgfältiger Recherche getroffen werden. Weder die Redaktion noch der Herausgeber übernehmen Haftung für finanzielle Verluste, die aus Anlageentscheidungen auf Grundlage dieses Artikels entstehen könnten. Konsultieren Sie im Zweifel einen unabhängigen Finanzberater.

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