
Bluttat in Marburg: Vermisste Frau mit 19 Messerstichen getötet!

Eine 35-jährige Frau aus Marburg ist tot. Am Mittwochnachmittag fanden Polizisten auf der Suche nach der Vermissten ihre Leiche in einem Gebüsch in der Straße „Am Erlengraben“. Nach Angaben der Ermittler wurde sie mit 19 Messerstichen getötet. Die Mordkommission ermittelt.
Die letzten Bilder einer Überwachungskamera
Die Frau war am Dienstag als vermisst gemeldet worden. Medienberichten zufolge handelt es sich um die 35-jährige Dejana P. aus Marburg. Lebend gesehen wurde sie zuletzt am Dienstagabend gegen 18 Uhr: Eine Überwachungskamera zeichnete auf, wie sie das Erlenring-Center verließ, ein Einkaufszentrum mitten in der Stadt.
Danach verliert sich ihre Spur. Rund 21 Stunden später, gegen 15.15 Uhr am Mittwoch, machten Einsatzkräfte bei der Durchsuchung des Geländes nur wenige Meter vom Einkaufszentrum entfernt die grausige Entdeckung. Die Tote wurde später als die vermisste Frau identifiziert.
Bei ihrem Verschwinden soll sie eine weinrote Jacke, ein hellblaues Kapuzenoberteil, eine graue Jogginghose und einen beige-grauen Rucksack getragen haben. Beschrieben wird sie als schlank, mit blauen Augen und schulterlangen Haaren.
Großeinsatz bis in die Nacht und eisernes Schweigen
Kräfte der Schutz- und Kriminalpolizei sowie des Präsidiums Einsatz durchkämmten das Areal bis in die Abendstunden und sicherten Spuren. Die Leiche wurde obduziert. Ob es einen Tatverdächtigen gibt oder schon jemand festgenommen wurde? Dazu sagen die Behörden nichts.
Aus ermittlungstaktischen Gründen geben die Staatsanwaltschaft Marburg und die Kriminalpolizei derzeit keine weiteren Auskünfte. Das ist bei Tötungsdelikten üblich und soll die Ermittlungen schützen. Für die verunsicherten Anwohner bleiben damit aber vorerst nur Fragen: Wer hat die Frau getötet? Warum? Und läuft der Täter womöglich noch frei herum?
Polizei bittet um Hinweise
Die Ermittler hoffen auf die Mithilfe der Bevölkerung. Gesucht werden Zeugen, die zwischen Dienstagabend, 20. Oktober, 18 Uhr, und Mittwochnachmittag, 15.15 Uhr, im Bereich Erlenring oder „Am Erlengraben“ etwas Verdächtiges beobachtet haben, etwa auffällige Personen oder Fahrzeuge. Hinweise nimmt die Kriminalpolizei Marburg unter der Telefonnummer 06421 406-0 entgegen, außerdem jede andere Polizeidienststelle.
Wieder ein Messer, wieder ein Menschenleben
19 Stiche. Diese Zahl lässt auf eine Tat von roher, enthemmter Gewalt schließen. Und sie passt in ein Bild, das viele Bürger seit Jahren mit wachsender Sorge sehen. Die Polizeiliche Kriminalstatistik weist für Deutschland ein Rekordniveau bei der erfassten Kriminalität aus, die Zahl der Messerangriffe ist deutlich gestiegen.
Wer hinter der Tat in Marburg steckt und was das Motiv war, ist noch völlig offen. Pauschale Schlüsse verbieten sich, bis die Ermittler Ergebnisse vorlegen. Das größere Muster lässt sich trotzdem nicht übersehen: Aus Sicht unserer Redaktion ist die verschlechterte Sicherheitslage auch die Folge politischer Versäumnisse der vergangenen Jahre. Dazu zählen eine Migrationspolitik ohne wirksame Steuerung, überlastete Behörden und eine Justiz, die vielen Bürgern zu zögerlich erscheint.
Waffenverbotszonen und schärfere Regeln für Klingenlängen hat die Politik in den vergangenen Jahren zur Genüge angekündigt. Ob sie auch nur eine einzige Tat wie diese verhindert hätten, darf bezweifelt werden. Die schwarz-rote Bundesregierung unter Kanzler Friedrich Merz ist mit dem Versprechen angetreten, die innere Sicherheit zur Chefsache zu machen. An diesem Anspruch muss sie sich messen lassen.
Eine Stadt wartet auf Antworten
Marburg ist eine ruhige Universitätsstadt, eigentlich kein Ort, an dem man nach dem Einkaufen um sein Leben fürchten muss. Jetzt herrschen dort Fassungslosigkeit und Angst. Die Angehörigen von Dejana P. verdienen eine lückenlose Aufklärung, die Bürger Klarheit darüber, ob von dem Täter weiter Gefahr ausgeht. Bis dahin bleibt ein Gebüsch am Erlengraben ein Symbol dafür, wie verletzlich die Sicherheit im Alltag geworden ist.
- Themen:
- #CDU-CSU

Als PDF in wenigen Sekunden per E-Mail.
- Kettner Edelmetalle News
- Finanzen
- Wirtschaft
- Politik











