
Bosch in der Krise: Operativer Gewinn bricht dramatisch ein – Über 20.000 Stellen vor dem Aus
Der deutsche Automobilzulieferer Bosch durchlebt turbulente Zeiten. Was einst als Aushängeschild deutscher Ingenieurskunst galt, kämpft nun mit massiven wirtschaftlichen Verwerfungen. Das operative Ergebnis des Konzerns hat sich im vergangenen Jahr nahezu halbiert und liegt bei mageren 1,7 Milliarden Euro. Eine Entwicklung, die nicht nur die Belegschaft, sondern auch den gesamten Industriestandort Deutschland erschüttern dürfte.
Ein Jahr der Schmerzen: Bosch-Chef zieht bittere Bilanz
Stefan Hartung, der an der Spitze des Stuttgarter Traditionsunternehmens steht, findet deutliche Worte für das abgelaufene Geschäftsjahr. Er bezeichnete 2025 als schwierig und teils schmerzhaft – eine Formulierung, die in der sonst so nüchternen Sprache der Konzernlenker aufhorchen lässt. Doch was steckt hinter diesem dramatischen Einbruch?
Die Ursachen sind vielfältig und zeichnen ein düsteres Bild der deutschen Wirtschaftslage. Fehlende Umsätze, ungünstige Währungseinflüsse und vor allem die enormen Kosten für einen beispiellosen Stellenabbau haben dem Unternehmen schwer zugesetzt. Allein die Restrukturierungsmaßnahmen belasteten die Bilanz mit satten 2,7 Milliarden Euro.
Massenentlassungen: Über 20.000 Arbeitsplätze in Deutschland bedroht
Die Zahlen sind erschreckend: Mehr als 20.000 Stellen plant Bosch in Deutschland abzubauen. Für die betroffenen Familien bedeutet dies Existenzängste und eine ungewisse Zukunft. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland ist es ein weiterer Tiefschlag in einer ohnehin angespannten Zeit.
Man fragt sich unweigerlich: Wie konnte es so weit kommen? Jahrelang wurde die deutsche Automobilindustrie als Kronjuwel der Wirtschaft gefeiert. Nun zeigt sich, dass die politisch forcierte Transformation zur Elektromobilität, gepaart mit einer verfehlten Energiepolitik und überbordender Bürokratie, ihre Opfer fordert. Die Zeche zahlen wie so oft die Arbeitnehmer.
Konkurrenzdruck aus dem Ausland wächst unaufhaltsam
Besonders im Unternehmensbereich Mobility steht Bosch unter zunehmendem Druck. Chinesische Wettbewerber drängen mit aggressiven Preisen auf den Markt, während europäische Hersteller mit den Folgen einer ideologiegetriebenen Klimapolitik kämpfen. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, so das Unternehmen selbst, bleiben herausfordernd – eine diplomatische Umschreibung für das, was viele als hausgemachte Krise betrachten.
Licht am Ende des Tunnels? Erst 2027 könnte Besserung eintreten
Die Prognosen des Konzerns stimmen kaum optimistischer. Erst ab 2027 rechnet Bosch mit einer Verbesserung der Lage – und selbst dann nur in einzelnen Märkten. Zwei weitere Jahre des Durchhaltens, zwei weitere Jahre der Unsicherheit für Tausende von Beschäftigten.
Diese Entwicklung ist symptomatisch für den Zustand der deutschen Industrie insgesamt. Während andere Länder ihre Wirtschaft mit pragmatischen Maßnahmen stärken, verliert sich Deutschland in ideologischen Grabenkämpfen und regulatorischem Übereifer. Die Leidtragenden sind Unternehmen wie Bosch und ihre Mitarbeiter, die den Preis für politische Fehlentscheidungen bezahlen müssen.
Die deutsche Automobilindustrie steht am Scheideweg. Ohne ein grundlegendes Umdenken in der Politik droht der endgültige Verlust der Wettbewerbsfähigkeit.
Es bleibt zu hoffen, dass die neue Bundesregierung unter Friedrich Merz die richtigen Weichen stellt, um den Industriestandort Deutschland wieder zu stärken. Die Zeit drängt – und Unternehmen wie Bosch können nicht ewig warten.

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