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Kettner Edelmetalle
12.02.2026
06:53 Uhr

Brandbrief an den Kanzler: Deutschlands Mittelstand rechnet mit Merz ab

Es war ein Versprechen, das Millionen Unternehmer elektrisierte. Die „Wirtschaftswende" – jenes magische Wort, mit dem Friedrich Merz einst in den Wahlkampf zog und das Rückgrat der deutschen Wirtschaft, den Mittelstand, auf seine Seite holte. Nicht einmal neun Monate nach seinem Amtsantritt als Bundeskanzler liegt dieses Versprechen in Trümmern. Zumindest wenn man dem Brandbrief Glauben schenkt, den Christoph Ahlhaus, Vorsitzender des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW) und selbst CDU-Mitglied, an den Kanzler gerichtet hat.

Von der Euphorie zum „blanken Entsetzen"

Die Worte, die Ahlhaus wählt, sind keine diplomatischen Floskeln. Sie sind ein Faustschlag auf den Schreibtisch des Kanzleramts. „Nicht einmal neun Monate nach Ihrer Wahl zum Bundeskanzler ist diese Euphorie dem blanken Entsetzen über die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland gewichen", heißt es in dem Schreiben wörtlich. Man muss sich das auf der Zunge zergehen lassen: Ein führender Verbandsvertreter der eigenen Parteienfamilie spricht nicht von Enttäuschung, nicht von Sorge – sondern von blankem Entsetzen.

Dabei hatten so viele Unternehmer mit geradezu kindlicher Hoffnung auf das Ende der desaströsen Ampel-Regierung geblickt. Die Grünen mit ihrem ideologiegetriebenen Wirtschaftsverständnis, die SPD mit ihrer Umverteilungsrhetorik, die FDP als zahnloser Papiertiger – all das sollte endlich der Vergangenheit angehören. Doch was kam stattdessen? Offenbar nicht viel mehr als warme Worte und, wie Ahlhaus es formuliert, „PR-Gipfel und Placebo-Diskussionsrunden".

Vernichtende Zahlen: Zwei Drittel haben den Glauben verloren

Ahlhaus untermauert seine Kritik nicht mit bloßem Bauchgefühl, sondern mit harten Daten. Eine Verbandsumfrage unter 1.200 Unternehmen zeichnet ein verheerendes Bild der Stimmungslage im deutschen Mittelstand. 64 Prozent der befragten Betriebe glauben demnach nicht mehr daran, dass die versprochene Wirtschaftswende gelingen werde. Noch dramatischer: 79 Prozent erkennen nicht einmal mehr ein „engagiertes Bemühen" der Bundesregierung, die Probleme des Mittelstands überhaupt anzugehen. Solche Werte, so Ahlhaus, habe man „noch nie gemessen".

Diese Zahlen sind nichts weniger als ein Misstrauensvotum gegen den Kanzler – ausgesprochen von genau jenen Menschen, die das wirtschaftliche Fundament dieses Landes bilden. Der deutsche Mittelstand, das sei in Erinnerung gerufen, steht für rund 60 Prozent aller Arbeitsplätze und erwirtschaftet mehr als die Hälfte der gesamten Nettowertschöpfung. Wenn diese tragende Säule das Vertrauen in die Regierung verliert, dann ist das keine Randnotiz – dann ist das ein Alarmsignal von historischer Dimension.

Loyalität mit Schubskraft

Bemerkenswert ist die Gratwanderung, die Ahlhaus bei seinem Auftritt im ZDF-„heute journal" vollführte. Einerseits betonte er seine Loyalität zur Bundesregierung und zum Kanzler persönlich, denn es gebe schlicht „keine Alternative zum Erfolg dieser Bundesregierung". Andererseits lieferte er einen Satz, der es in sich hat: „Unter loyalen Freunden muss man auch manchmal ein bisschen schubsen." Das ist die höfliche Variante eines politischen Ultimatums.

Der BVMW-Chef machte dabei unmissverständlich klar, dass die bisherigen Maßnahmen der Regierung vor allem der Großindustrie zugutekämen, während für den Mittelstand „viel zu wenig und viel zu langsam" geschehe. Eine Kritik, die ins Mark trifft, denn sie entlarvt eine Prioritätensetzung, die an den Bedürfnissen der breiten unternehmerischen Basis vorbeigeht.

Personalfrage als Zündstoff: Connemann im Kreuzfeuer

Besonders brisant wird der Brandbrief dort, wo er persönlich wird. Ahlhaus nimmt Gitta Connemann ins Visier, die Beauftragte der Bundesregierung für den Mittelstand. Seine Worte sind dabei von einer Schärfe, die in der politischen Kommunikation ihresgleichen sucht: Der deutsche Mittelstand habe zu Connemann „weder ein Mindestmaß an Vertrauen noch einen Rest an Kompetenzvermutung". Deutlicher kann man eine Rücktrittsforderung kaum verpacken, ohne sie explizit auszusprechen.

Die Reaktion ließ nicht lange auf sich warten. VDA-Präsidentin Hildegard Müller stellte sich demonstrativ hinter Connemann und bezeichnete sie als „engagierte und stets an den Herausforderungen des Mittelstandes interessierte Politikerin" mit „hoher Kompetenz und positiver Streitbarkeit". Doch solche Solidaritätsbekundungen aus der Automobillobby dürften den Handwerksmeister in Schwaben oder den Maschinenbauer im Sauerland kaum beruhigen.

Ein Muster der Enttäuschung

Was wir hier erleben, ist kein isolierter Vorgang. Es ist das Symptom eines tiefgreifenden Vertrauensverlustes, der sich seit Monaten aufbaut. Friedrich Merz, der als Hoffnungsträger der Wirtschaft ins Kanzleramt einzog, droht zum Symbol einer weiteren vertanen Chance zu werden. Das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die neue Regierung aufgelegt hat, mag auf dem Papier beeindruckend wirken – doch es belastet kommende Generationen mit Schulden, während die strukturellen Probleme des Standorts Deutschland ungelöst bleiben.

Die Bürokratie wuchert weiter. Die Energiekosten bleiben auf einem Niveau, das international nicht wettbewerbsfähig ist. Die Steuer- und Abgabenlast erdrückt kleine und mittlere Betriebe. Und statt mutiger Reformen gibt es – so der Vorwurf des Mittelstands – Symbolpolitik und Schaufensterdebatten. Man erinnere sich: Genau diese Kritik wurde auch der Ampel-Regierung entgegengeschleudert. Dass sie nun unter einer CDU-geführten Regierung in nahezu identischer Form wiederkehrt, sollte jeden nachdenklich stimmen, der an die Selbstheilungskräfte des politischen Systems glaubt.

Wer rettet den Wirtschaftsstandort?

Die Frage, die sich aufdrängt, ist so simpel wie unbequem: Wenn nicht einmal eine Regierung unter einem ehemaligen BlackRock-Manager und selbsterklärten Wirtschaftsexperten in der Lage ist, den Mittelstand zu entlasten – wer dann? Der Brandbrief von Ahlhaus ist mehr als ein verbandspolitisches Manöver. Er ist der Hilferuf einer Wirtschaftsschicht, die das Rückgrat dieses Landes bildet und sich von der Politik im Stich gelassen fühlt.

In Zeiten, in denen das Vertrauen in politische Institutionen und Währungssysteme erodiert, suchen kluge Unternehmer und Privatpersonen nach Wegen, ihr Vermögen zu sichern. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich über Jahrtausende als verlässlicher Wertspeicher bewährt – unabhängig davon, welche Regierung gerade an der Macht ist und welche wirtschaftspolitischen Versprechen wieder einmal gebrochen werden. Als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio können sie einen wichtigen Beitrag zur Vermögenssicherung leisten.

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