
BRICS-Staaten horten Gold wie nie zuvor – Der Dollar verliert seinen Glanz
Was sich seit Jahren abzeichnet, nimmt nun dramatische Ausmaße an: Die BRICS+-Staaten kontrollieren mittlerweile über 17 Prozent der weltweiten Goldreserven. Ein Bericht der EBC Financial Group offenbart das ganze Ausmaß einer tektonischen Verschiebung im globalen Finanzsystem – und der Westen schaut zu.
6.000 Tonnen Gold: Das neue Machtinstrument des Ostens
Die Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache. Rund 6.000 Tonnen Gold hätten die BRICS+-Nationen inzwischen angehäuft, was einem Anteil von 17,4 Prozent an den globalen Reserven entspreche. Zum Vergleich: Noch 2019 lag dieser Wert bei bescheidenen 11,2 Prozent. Russland führt das Feld mit 2.336 Tonnen an, dicht gefolgt von China mit 2.298 Tonnen. Indien belegt mit 880 Tonnen den dritten Platz innerhalb des Bündnisses.
Besonders bemerkenswert: Zwischen 2020 und 2024 entfielen mehr als die Hälfte aller Goldkäufe durch Zentralbanken weltweit auf BRICS+-Mitglieder. Was die Analysten als „strukturellen Wandel" in der Reservestrategie bezeichnen, hat einen klar identifizierbaren Auslöser – die westlichen Sanktionen gegen Russland im Jahr 2022. Danach verdoppelten sich die jährlichen Goldkäufe der Zentralbanken von etwa 500 auf rund 1.000 Tonnen. Man könnte fast meinen, der Westen habe seinen Gegnern unfreiwillig den besten Investmenttipp aller Zeiten gegeben.
Der Dollar bröckelt – und niemand will es wahrhaben
Doch die Goldakkumulation ist nur eine Seite der Medaille. Die andere, womöglich noch brisantere Entwicklung: Der US-Dollar verliert seine Vormachtstellung als globale Reservewährung in atemberaubendem Tempo. Daten des Internationalen Währungsfonds zeigen, dass der Dollaranteil an den weltweiten Währungsreserven von 71 Prozent im Jahr 1999 auf etwa 57 Prozent Ende 2025 gefallen sei – der niedrigste Stand seit 1994. Seit 2014 seien die Bestände an dollardenominierten Vermögenswerten bei den Zentralbanken praktisch unverändert geblieben.
Gleichzeitig habe sich der Goldanteil an den offiziellen Reserven von unter 10 Prozent im Jahr 2015 auf über 23 Prozent mehr als verdoppelt. Zwar spiegele dies teilweise die enorme Preissteigerung des Edelmetalls wider, doch es zeige unmissverständlich, dass Zentralbanken einen wachsenden Teil ihrer Portfolios bewusst in Gold umschichten. Der Krieg im Nahen Osten, der im Juni 2025 mit den israelischen Angriffen auf iranische Atomanlagen eskalierte, habe diese Dringlichkeit nur noch verstärkt.
Zentralbanker weltweit verlieren das Vertrauen in den Greenback
Die Ergebnisse einer Umfrage des World Gold Council aus dem Jahr 2025 sollten jeden Anleger aufhorchen lassen: 73 Prozent der befragten Zentralbanker weltweit gehen davon aus, dass der Dollaranteil an den Reserven in den nächsten fünf Jahren weiter sinken werde. Und 43 Prozent der befragten Zentralbanken planen, ihre Goldbestände aufzustocken. Beides sind Rekordwerte. Wenn selbst die Hüter der Geldpolitik dem Dollar den Rücken kehren – was sagt das über die Zukunft der Weltwährung?
Saudi-Arabien als potenzieller Gamechanger
Besonders spannend dürfte die Frage werden, ob Länder wie Saudi-Arabien oder die Vereinigten Arabischen Emirate dem russisch-chinesischen Vorbild folgen und ihre formalen Goldallokationen erhöhen werden. Saudi-Arabien gilt dabei als regelrechte Wildcard. Sollte das Königreich seine Goldallokation auf nur 5 Prozent anheben, würde dies Käufe erfordern, die der gesamten prognostizierten Zentralbanknachfrage für 2026 entsprächen – wohlgemerkt von einem einzigen Käufer.
Auch China bleibt ein entscheidender Faktor. Die chinesische Zentralbank habe zuletzt 17 Monate in Folge Gold gekauft, berichte aber seit Mai 2024 nicht mehr öffentlich über ihre Reservezugänge. Was Peking tatsächlich hortet, dürfte die offiziellen Zahlen bei Weitem übersteigen.
Was bedeutet das für den deutschen Anleger?
Während die BRICS-Staaten ihre Goldreserven systematisch aufbauen und sich gegen geopolitische Risiken absichern, scheint man in Berlin andere Prioritäten zu setzen. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz plant ein 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen mit Schulden belasten wird. Trumps aggressive Zollpolitik mit 20 Prozent auf EU-Importe verschärft die wirtschaftliche Unsicherheit zusätzlich. In einem solchen Umfeld erscheint es geradezu fahrlässig, nicht über die eigene Vermögenssicherung nachzudenken.
Die Botschaft der Zentralbanken dieser Welt könnte kaum deutlicher sein: Gold ist keine Reliquie vergangener Zeiten, sondern das Fundament einer krisenfesten Reservestrategie. Wenn selbst Staaten, die über Ölreichtum und Devisenreserven in Billionenhöhe verfügen, massiv in physisches Gold investieren, dann sollte sich der private Anleger fragen, ob er diesem Beispiel nicht folgen sollte. Physische Edelmetalle als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio bieten genau jenen Schutz vor Währungsverfall und geopolitischen Verwerfungen, den Papierwerte schlicht nicht leisten können.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Investitionsentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für finanzielle Entscheidungen, die auf Grundlage dieses Beitrags getroffen werden. Konsultieren Sie im Zweifel einen qualifizierten Finanzberater.
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