
Brüchiger Waffenstillstand: USA und China tasten sich vor Trump-Besuch in Peking vorsichtig ab

Während die Weltwirtschaft weiterhin unter den Nachwirkungen des beispiellosen Zollkrieges zwischen Washington und Peking ächzt, verdichten sich die Zeichen für eine neue Runde hochrangiger Handelsgespräche zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Erde. US-Finanzminister Scott Bessent bestätigte über soziale Medien, dass bereits vergangene Woche eine Delegation hochrangiger Beamter seines Ministeriums nach China gereist sei – offiziell, um „die Kommunikationskanäle zu stärken und den Dialog zwischen unseren Nationen voranzutreiben".
Trumps China-Besuch im April als Dreh- und Angelpunkt
Der eigentliche Anlass für die diplomatische Betriebsamkeit dürfte jedoch ein anderer sein: Präsident Donald Trumps geplanter Staatsbesuch in China im April. Analysten gehen davon aus, dass die kommenden Gespräche vor allem der Vorbereitung dieses Gipfeltreffens dienen sollen. Beide Seiten hätten ein vitales Interesse daran, den fragilen Handelsfrieden nicht zu gefährden – auch wenn substanzielle Durchbrüche in den bilateralen Beziehungen nach wie vor in den Sternen stünden.
Die Delegation habe mit Chinas Vizepremier He Lifeng Vorbereitungen für die nächste hochrangige Gesprächsrunde erörtert, so Bessent. Man freue sich auf „konstruktives Engagement beider Seiten" und darauf, die „positive Dynamik in den kommenden Wochen aufrechtzuerhalten".
Ein Jahr voller Drohgebärden und markterschütternder Zölle
Die Worte klingen versöhnlich. Doch wer die Vorgeschichte kennt, weiß: Hinter der diplomatischen Fassade verbirgt sich ein erbitterter Wirtschaftskrieg, der Märkte weltweit in Aufruhr versetzt und Unternehmensplanern schlaflose Nächte bereitet hat. Trumps drastische Zollerhöhungen – 34 Prozent auf chinesische Importe – hatten Peking zu scharfen Gegenmaßnahmen provoziert. Drohungen, Gegendrohungen und handelszerstörende Strafzölle prägten monatelang das Bild.
Bessent und He Lifeng haben sich dabei als die zentralen Verhandlungsführer herauskristallisiert. Seit ihrem ersten Treffen in Genf im Mai vergangenen Jahres folgten Gespräche in London, Stockholm, Madrid und Kuala Lumpur. Zuletzt trafen sie sich am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos im Januar.
Transaktionale Deals statt großer Beziehungsreset
Beobachter erwarten allerdings keine grundlegende Neuausrichtung der chinesisch-amerikanischen Beziehungen. Vielmehr dürften beide Seiten auf konkrete, transaktionale Ergebnisse setzen – kleine, vorzeigbare Erfolge, die Trump bei seinem Besuch in Peking als Verhandlungstriumphe präsentieren könnte. Ein umfassender „Reset" der Beziehungen? Davon träumt in Washington wie in Peking derzeit niemand ernsthaft.
Was bedeutet das für Anleger und die Weltwirtschaft?
Für die globalen Märkte bleibt die Lage angespannt. Jede Eskalation zwischen den beiden Wirtschaftsgiganten kann binnen Stunden Milliardenwerte vernichten. Die Unsicherheit, die von diesem Handelskonflikt ausgeht, ist Gift für langfristige Investitionsentscheidungen – und ein weiterer Grund, warum sich immer mehr Anleger nach krisenfesten Werten umsehen. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich in solchen Zeiten geopolitischer Verwerfungen historisch als verlässlicher Anker der Vermögenssicherung erwiesen. Wer sein Portfolio breit aufstellen und gegen die Unwägbarkeiten des sino-amerikanischen Machtkampfes absichern möchte, sollte eine Beimischung physischer Edelmetalle ernsthaft in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jede Anlageentscheidung sollte auf eigener, sorgfältiger Recherche basieren. Wir übernehmen keine Haftung für individuelle Investitionsentscheidungen.

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