
Brüssel zeigt Zähne: EU friert Handelsabkommen mit Washington ein

Die transatlantischen Beziehungen steuern auf einen neuen Tiefpunkt zu. Was sich seit Monaten abzeichnete, ist nun bittere Realität geworden: Die Europäische Union hat das mühsam ausgehandelte Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten vorerst auf Eis gelegt. Der Grund? Einmal mehr die aggressive Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump, der Europa mit seiner Grönland-Obsession vor den Kopf stößt.
Weber macht Ernst: Kein zollfreier Zugang für US-Produkte
EVP-Chef Manfred Weber ließ am Sonntagabend im ZDF keinen Zweifel an der Entschlossenheit der europäischen Parlamentarier aufkommen. „Trump wird keinen zollfreien Zugang seiner amerikanischen Produkte zum europäischen Binnenmarkt erhalten", verkündete der CSU-Politiker unmissverständlich. Die Fraktionsvorsitzenden hätten dies in einer nächtlichen Sitzung gemeinsam beschlossen – ein erstes deutliches Signal an Washington.
Das ursprüngliche Abkommen sah eine durchaus asymmetrische Regelung vor: Während europäische Waren in den USA mit 15 Prozent Zöllen belegt werden sollten, hätten amerikanische Produkte zollfrei in den europäischen Binnenmarkt gelangen können. Ein Zugeständnis, das nun vom Tisch ist. Weber stellte klar, dass Trump erst beweisen müsse, dass eine regelbasierte Zusammenarbeit mit ihm möglich sei. Andernfalls ergebe die gesamte Ratifikation schlichtweg keinen Sinn.
Sondergipfel soll europäische Antwort koordinieren
EU-Ratspräsident António Costa reagierte prompt auf die Eskalation und kündigte einen Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs für die kommenden Tage an. Nach Informationen aus EU-Kreisen soll das Treffen bereits am Donnerstag in Brüssel stattfinden. Dort will man eine koordinierte Antwort auf Trumps Drohgebärden formulieren.
Besonders bemerkenswert ist die Haltung der deutschen Bundesregierung. Berlin hat sich laut Berichten des Handelsblatts dafür ausgesprochen, Strafzölle und andere Sanktionen gegen die USA ernsthaft zu prüfen. Im Gespräch ist dabei das sogenannte Instrument zur Bekämpfung wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen – in Brüsseler Kreisen als „nukleare Option" in Handelskonflikten bekannt. Aus deutschen Regierungskreisen verlautete unmissverständlich: Trump habe eine rote Linie überschritten, daher werde „nichts" ausgeschlossen.
Trumps Grönland-Wahn schadet der US-Wirtschaft
Der amerikanische Präsident hatte am Samstag eine Eskalationsstufe gezündet, die selbst hartgesottene Beobachter überraschte. Bis zu einem Verkauf der zu Dänemark gehörenden Insel Grönland an die USA – ein Szenario, das jenseits jeder Realität liegt – sollen Deutschland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Finnland ab dem 1. Februar zehn Prozent zusätzliche Zölle zahlen. Ab Juni würden diese dann auf 25 Prozent steigen.
Weber attestierte Trump, der US-Wirtschaft durch sein Verhalten im Grönland-Konflikt bereits erheblichen Schaden zugefügt zu haben. Eine Einschätzung, die angesichts der nun drohenden Vergeltungsmaßnahmen durchaus Substanz hat. Frankreich drängt bereits darauf, die Gegenmaßnahmen rasch zu beschließen – von einer „Handelsbazooka" ist die Rede.
Europa zwischen Selbstbehauptung und wirtschaftlicher Vernunft
Die aktuelle Entwicklung zeigt einmal mehr, wie fragil die transatlantischen Beziehungen unter der Trump-Administration geworden sind. Während die EU lange Zeit auf Deeskalation setzte und Zugeständnisse machte, scheint nun ein Umdenken stattzufinden. Die Frage bleibt jedoch, ob Europa tatsächlich bereit ist, einen ausgewachsenen Handelskrieg mit den Vereinigten Staaten zu riskieren.
Für die deutsche Wirtschaft, die traditionell stark vom Export in die USA abhängig ist, könnten die kommenden Monate turbulent werden. Unternehmen sollten sich auf Unsicherheiten einstellen und ihre Lieferketten diversifizieren. In Zeiten solcher geopolitischer Verwerfungen gewinnen übrigens auch klassische Wertanlagen wie physische Edelmetalle wieder an Bedeutung – als Absicherung gegen wirtschaftliche Turbulenzen und politische Unwägbarkeiten.
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