
China ĂĽberrollt Deutschland: Der Exportweltmeister wird zum Bittsteller
Es gab eine Zeit, da war „Made in Germany“ das Gütesiegel, vor dem sich die halbe Welt verneigte. Diese Zeit scheint vorbei. Die jüngsten Zahlen der Pekinger Zollbehörde lesen sich wie ein Nachruf auf die einstige Wirtschaftsmacht Deutschland – und wie ein Triumphgesang der Volksrepublik China.
27 Prozent mehr – eine Kampfansage aus Fernost
Im Juni schnellten die chinesischen Exporte in die Bundesrepublik – in US-Dollar gerechnet – um satte 27,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat nach oben. Und die deutsche Gegenbewegung? Ein müdes Zucken. Ganze 3,1 Prozent mehr Waren fanden umgekehrt ihren Weg von Deutschland nach China. Man muss kein Ökonom sein, um zu erkennen, in welche Richtung dieses Pendel ausschlägt.
Auch im gesamten ersten Halbjahr zeichnet sich dasselbe traurige Bild: 19 Prozent mehr chinesische Importe in Deutschland, während die deutschen Ausfuhren nach China um armselige 1,8 Prozent zulegten. Das ist kein Handelsungleichgewicht mehr – das ist ein Erdrutsch.
Wer einst die Werkbank der Welt belieferte, kauft heute bei der neuen Werkbank ein. Die Rollen haben sich vertauscht – und Berlin schaut tatenlos zu.
Die hausgemachte Deindustrialisierung
Man darf sich fragen: Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt nicht in Peking, sie liegt in Berlin. Während chinesische Elektroautos zu Dumpingpreisen über deutsche Autobahnen rollen, hat die deutsche Politik jahrelang alles getan, um die eigene Industrie zu strangulieren. Explodierende Energiekosten, eine ideologiegetriebene Klimapolitik, ausufernde Bürokratie und ein Regulierungswahn, der jeden Unternehmergeist im Keim erstickt – das ist das Erbe grüner Wirtschaftsverachtung, das nun auch die neue Regierung unter Friedrich Merz mit ihrem 500-Milliarden-Schuldenberg kaum abtragen kann.
Die neuen Zahlen dürften die Debatte um eine drohende Deindustrialisierung weiter befeuern. Nur: Debatten allein retten keine Arbeitsplätze. Und keine Fabrik, die längst ihre Zelte in Richtung Osteuropa oder USA abbricht, kommt zurück, weil in Berlin ein weiteres Gipfeltreffen einberufen wird.
Ein Überschuss von 576 Milliarden Dollar – und Europas Ohnmacht
Chinas globaler Exportüberschuss summierte sich im ersten Halbjahr auf beinahe 576 Milliarden Dollar. Immer mehr Länder reagieren mit Abwehrreflexen. Die EU pocht auf konkrete Fortschritte bis Oktober und droht mit schärferen Maßnahmen. Doch Peking lässt die europäische Empörung schlicht abperlen und kontert mit dem Vorwurf, es fehle dem alten Kontinent an Wettbewerbsfähigkeit.
Das Bittere daran: China hat damit nicht einmal ganz unrecht. Wer sich selbst durch Energiewende-Fanatismus und Regulierungsstarre entwaffnet, muss sich nicht wundern, wenn andere die Lücke füllen. Ein Großteil der deutschen Bürger spürt längst, dass hier gegen und nicht für den Wohlstand des Landes regiert wird.
Gold statt Papierwohlstand
Was bedeutet das für den einzelnen Bürger? In Zeiten, in denen die industrielle Basis eines Landes bröckelt und die Handelsbilanz kippt, gewinnt die Frage nach echter Vermögenssicherung an Dringlichkeit. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrhunderte bewiesen, dass sie unabhängig von politischen Fehlentscheidungen und wirtschaftlichen Verwerfungen ihren Wert bewahren. Als solide Beimischung zu einem breit gestreuten Portfolio bieten sie einen Anker in stürmischen Zeiten.
Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Inhalte geben ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie uns vorliegende Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Bei Bedarf sollte fachkundiger Rat eingeholt werden.

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