
Chinas stille Waffe: Wie Peking Trumps imperiale Träume zum Einsturz bringen könnte

Während die Trump-Administration mit unverhohlenem Pathos die Wiederherstellung westlicher Vorherrschaft propagiert, formiert sich im Osten ein Gegengewicht, das Washington das Fürchten lehren könnte. Was auf den ersten Blick wie ein klassischer Handelskonflikt zwischen zwei Supermächten aussieht, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als tektonische Verschiebung der globalen Machtverhältnisse – mit weitreichenden Konsequenzen auch für Europa und Deutschland.
Rubios Münchner Offenbarung: Zurück zur imperialen Herrlichkeit
US-Außenminister Marco Rubio lieferte bei der Münchner Sicherheitskonferenz eine Rede, die an kolonialer Nostalgie kaum zu überbieten war. Fünf Jahrhunderte westlicher Expansion – Missionare, Soldaten, Entdecker – seien durch „gottlose kommunistische Revolutionen und antikoloniale Aufstände" zunichtegemacht worden. Die Entkolonialisierung? Für Rubio offenbar nichts weiter als ein finsterer kommunistischer Komplott. Man reibt sich die Augen.
Die Botschaft an Europa war dabei unmissverständlich: Schließt euch an oder bleibt zurück. Die USA seien entschlossen, die westliche Dominanz wiederherzustellen – mit oder ohne europäische Verbündete. Trump wolle kein „Verwalter eines kontrollierten Niedergangs" sein, sondern „mutig in die Zukunft voranschreiten". Klingt heroisch. Doch die Realität sieht anders aus.
Die Achillesferse des amerikanischen Imperiums
Denn hinter der martialischen Rhetorik verbirgt sich ein Amerika, das durch seine eigenen Entscheidungen der Vergangenheit gefesselt ist. Die Ausrichtung auf ein hyperfinanzialisiertes Wirtschaftsmodell, ein astronomischer Schuldenberg, die Abhängigkeit von externen Versorgungslinien und eine unkontrollierte Ausgabenpolitik – all das sind keine Zeichen einer aufsteigenden Supermacht, sondern einer Nation, die auf tönernen Füßen steht.
Besonders entlarvend sind die nackten Zahlen: Chinas Handelsüberschuss erreichte im vierten Quartal des vergangenen Jahres unfassbare 242 Milliarden Dollar. Gleichzeitig ging Chinas Handel mit den USA zwar um über 20 Prozent zurück – doch Peking kompensierte dies mühelos durch explodierende Exporte nach Afrika, Asien und in den Rest der Welt. Die von Trump verhängten Zölle? Sie wurden schlicht an amerikanische Verbraucher und Importeure weitergereicht. China hat sich einfach umorientiert.
Wenn der Jäger zum Gejagten wird
Trumps Finanzminister Bessent hatte Chinas Reaktion auf die US-Zölle als „großen Fehler" bezeichnet und behauptet, Peking spiele „mit einem Paar Zweien". Eine Einschätzung, die an Hybris kaum zu überbieten ist. Denn die Wahrheit sieht diametral anders aus: China ist heute sowohl hochgradig autark als auch wettbewerbsfähig – Amerika ist beides nicht.
Die militärische Dimension macht die Schieflage noch deutlicher. China verfügt mittlerweile über die 200-fache Schiffbaukapazität der Vereinigten Staaten. Während amerikanische Kriegsschiffe buchstäblich vor sich hin rosten und die US-Marine nicht einmal mehr in der Lage sei, ihre vorhandenen Schiffe instand zu halten, baut Peking seine maritime Macht in atemberaubendem Tempo aus. Ein ehemaliger Dozent des US Naval War College verglich die heutige Konstellation mit dem Pazifikkrieg von 1941 – nur mit vertauschten Rollen.
Amerikas Schuldenspiral: Ein Fass ohne Boden
Das strukturelle Handelsdefizit der USA dürfte das jährliche Defizit in den nächsten zehn Jahren um 1,4 Billionen Dollar erhöhen. Statt der ohnehin schon gewaltigen 1,9 Billionen Dollar in diesem Jahr müssten die Vereinigten Staaten bis 2036 jährlich 3,1 Billionen Dollar aufnehmen. Und China kauft weder US-Staatsanleihen noch Schuldverschreibungen. Washington bleibt nur die Wahl zwischen der Notenpresse und noch höheren Schulden.
Trump befindet sich in einer klassischen Zwickmühle: Entweder macht er eine Kehrtwende im Handelskrieg – was politisch undenkbar erscheint – oder er setzt auf einen massiv abgewerteten Dollar und noch höhere Defizitausgaben. Die Antwort dürfte niemanden überraschen. Er wird ausgeben, ausgeben und nochmals ausgeben.
64 Prozent der Amerikaner sind der Meinung, dass es der Wirtschaft schlecht geht. Und sie haben recht.
Was bedeutet das für Europa – und für Deutschland?
Für Europa und insbesondere für Deutschland sind die Implikationen dieser geopolitischen Neuordnung gravierend. Der Russland-Ukraine-Konflikt wurde faktisch auf die Europäer abgewälzt, die bislang weder eine politische noch eine sicherheitspolitische Lösung präsentieren konnten. Die Ukraine wird zunehmend zu Europas finanzieller Bürde – während Washington sich auf den eigentlichen Gegner konzentriert: China.
Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor der Herausforderung, Deutschland in diesem sich rapide verändernden geopolitischen Umfeld zu positionieren. Das gerade beschlossene 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen für Infrastruktur mag innenpolitisch notwendig erscheinen, doch es verschärft die Schuldensituation in einer Zeit, in der fiskalische Disziplin wichtiger wäre denn je. Deutschland droht, zwischen den Mühlsteinen amerikanischer Ambitionen und chinesischer Wirtschaftsmacht zerrieben zu werden.
Die KI-Blase als Brandbeschleuniger
Als wäre die Lage nicht prekär genug, droht mit dem möglichen Platzen der KI-Blase eine weitere Erschütterung der westlichen Finanzmärkte. Die hyperfinanzialisierte Wirtschaft des Westens bricht unter ihrem eigenen Gewicht zusammen. Ein KI-Modell, das weite Teile der westlichen Mittelschichten arbeitslos zu machen droht, könnte sich als der finale Sargnagel erweisen.
Die Ironie der Geschichte ist beißend: Ausgerechnet jenes Amerika, das sich als Hüter der freien Marktwirtschaft geriert, kann sich den Handelskrieg mit China schlicht nicht leisten. Berater des Präsidenten verkünden derweil mit entwaffnender Offenheit, internationales Recht sei „Unsinn" und es gelte das „Recht des Dschungels". Man fragt sich unwillkürlich, ob in Washington noch jemand einen klaren Gedanken fasst.
Gold als Anker in stürmischen Zeiten
In einer Welt, in der Währungen abgewertet, Schulden aufgetürmt und Handelskriege eskaliert werden, erweisen sich physische Edelmetalle einmal mehr als das, was sie seit Jahrtausenden sind: ein verlässlicher Wertspeicher. Wenn der Dollar weiter an Kaufkraft verliert und die globalen Finanzmärkte unter dem Gewicht geopolitischer Spannungen ächzen, dürfte Gold seine Rolle als ultimativer sicherer Hafen eindrucksvoll unter Beweis stellen. Wer sein Vermögen langfristig sichern möchte, sollte physische Edelmetalle als unverzichtbaren Bestandteil eines breit diversifizierten Portfolios in Betracht ziehen.
Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Die dargestellten Informationen und Einschätzungen entsprechen der Meinung unserer Redaktion und den uns vorliegenden Quellen. Jeder Anleger ist selbst dafür verantwortlich, eigene Recherchen durchzuführen und seine Anlageentscheidungen auf Basis seiner individuellen Situation zu treffen. Eine Haftung für etwaige Verluste, die aus der Umsetzung der hier dargestellten Überlegungen resultieren, wird ausdrücklich ausgeschlossen.
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