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Kettner Edelmetalle
23.09.2026
05:29 Uhr
KI-generiert

Clan-Chef auf Linken-Party: Berlins Antisemitismus-Problem eskaliert

Clan-Chef auf Linken-Party: Berlins Antisemitismus-Problem eskaliert
Symbolbild: KI-generiert

Berlin hat gewählt, und zwei Tage später redet die Stadt über einen Gast. Clan-Chef Issa Remmo tauchte am Wahlabend auf einer Party der Linken in Neukölln auf. Der Auftritt rückt zugleich eine Zahl in den Blick, über die viele lieber schweigen: Die Zahl antisemitischer Straftaten in Deutschland ist auf einen Rekord gestiegen.

Ungebetener Gast oder unangenehmes Symbol?

Die Linke wehrt sich gegen jede Nähe zu Remmo. Spitzenkandidatin Elif Eralp sagte im ZDF, der Clan-Chef sei nicht eingeladen gewesen und wieder hinausgeschickt worden.

„Mit organisierter Kriminalität haben wir nichts zu tun, die bekämpfen wir.“

Der Neuköllner Bezirksvorstand sprach laut dpa von einer öffentlichen Veranstaltung, man habe den Mann nicht gekannt. Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) nannte den Auftritt dagegen ein „verstörendes Signal“. Eine Partei, die Verantwortung übernehmen wolle, müsse jede Nähe zur organisierten Kriminalität ausschließen. Für Kritiker passt der Abend in ein Bild: Die Berliner Linke streitet seit Jahren über ihren Umgang mit israelfeindlichen Positionen in den eigenen Reihen.

Eine Geschichte, die 1975 in Beirut begann

Um das Problem zu verstehen, muss man ein halbes Jahrhundert zurückblicken. Als 1975 im Libanon der Bürgerkrieg ausbrach, kamen Zehntausende per Flugzeug von Beirut nach Schönefeld in die DDR. Über den Grenzübergang Friedrichstraße reisten sie nach West-Berlin weiter. Auf der Westseite wurden sie damals nicht kontrolliert.

Ihre Asylanträge scheiterten meist, abgeschoben wurden sie als Kriegsflüchtlinge trotzdem nicht. Unter den Geduldeten waren Libanesen, Palästinenser und Mhallami, darunter Großfamilien wie die Remmos, Al-Zeins, Abou-Chakers und Miris. Arbeiten durften Geduldete nach dem damaligen Asylrecht nicht. Der Staat verbot ihnen die Arbeit und schaute zu, als Parallelstrukturen entstanden. Teile dieser Familien sollen sich laut Medienberichten Drogenhandel, Schutzgelderpressung, Glücksspiel und Menschenhandel zugewandt haben. Was als Behördenversagen begann, beschäftigt Ermittler bis heute.

Die Zahlen seit 2015

Mit den Fluchtbewegungen aus Syrien und Afghanistan ab 2015 kam unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) ein weiterer Einschnitt. Die Statistik seitdem ist erschreckend:

  • 2015: 1.366 antisemitische Straftaten
  • 2021: 3.027 Fälle
  • 2025: Rekord von 6.548 Fällen

Die Zahlen stammen aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion. Der Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger soll danach von 57 Prozent im Jahr 2015 auf 64 Prozent im Jahr 2025 gestiegen sein. Laut den offiziellen Fallzahlen für 2025 galten 47 Prozent der Taten als rechts motiviert. 35 Prozent ordneten die Behörden dem Bereich „ausländische Ideologie“ zu, weitere 9 Prozent der „religiösen Ideologie“. Judenhass kommt also aus mehreren Richtungen. Ein erheblicher Teil kam jedoch mit der Zuwanderung ins Land, und die Politik hat das zu lange kleingeredet.

Wenn der Terror auf der Straße gefeiert wird

Wie offen das Milieu auftritt, zeigte der 7. Oktober 2023. Laut Bundesamt für Verfassungsschutz nahmen „dogmatische Linksextremisten“ in Berlin an einer propalästinensischen Versammlung teil, bei der der Hamas-Überfall auf Israel gefeiert wurde. Passanten bekamen Süßgebäck geschenkt. Beobachter werfen Teilen der Grünen Jugend, der Linken und linken Hochschulgruppen seit Jahren eine einseitige Solidarität mit palästinensischen Positionen vor, die oft ohne Abgrenzung zur Hamas auskomme.

Was Schwarz-Rot jetzt tun müsste

Aus Sicht unserer Redaktion hilft keine weitere Sonntagsrede. Wer ohne deutschen Pass schwere Straftaten begeht, muss das Land verlassen. Dabei ist es egal, ob es um antisemitische Hetze, Drogen, Waffen oder Menschenhandel geht. Das gilt umso mehr, weil Union und SPD die Fehler der vergangenen Jahrzehnte selbst mitzuverantworten haben.

Die Regierung von Friedrich Merz hat einen Politikwechsel versprochen. Ob sie ihn beim Schutz jüdischen Lebens und bei Abschiebungen wirklich umsetzt, zeigt sich an Taten, nicht an Ankündigungen. Die Bürger schauen genau hin.

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