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Kettner Edelmetalle
17.08.2026
05:45 Uhr
KI-generiert

Dax-Rekord von 52,6 Milliarden – und 41.000 Jobs sind weg!

Dax-Rekord von 52,6 Milliarden – und 41.000 Jobs sind weg!
Symbolbild: KI-generiert

Die 40 größten deutschen Börsenkonzerne haben im zweiten Quartal 2026 so viel verdient wie in keinem zweiten Quartal zuvor. Der operative Gewinn kletterte laut einer am 14. August in Stuttgart veröffentlichten Analyse der Prüfungsgesellschaft EY um 16 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro. Gleichzeitig zählten dieselben Unternehmen zum 30. Juni rund 41.000 Beschäftigte weniger als ein Jahr zuvor.

Auch der Umsatz erreichte mit etwa 463 Milliarden Euro einen Bestwert, ein Plus von 4,6 Prozent. Der bisherige Gewinnrekord aus dem zweiten Quartal 2024 wurde um zehn Prozent überboten. Klingt nach Aufbruch. Ist es aber nicht.

Rüstung, Rechenzentren, Rohstoffchaos: Woher das Geld wirklich kommt

Denn der Rekord ruht laut EY auf wenigen Säulen, die alle mit Krisen zu tun haben: Rüstung, der weltweite KI- und Rechenzentrumsboom, ein hohes Zinsniveau für die Finanzbranche – und Chemieunternehmen, die dank Versorgungsengpässen in Asien die Preise anheben konnten.

Den stärksten Umsatzsprung verbuchte dem Bericht zufolge Rheinmetall mit rund 69 Prozent, gefolgt von Airbus mit 28 Prozent. BASF steigerte den Gewinn um 137 Prozent – begünstigt durch die Folgen der wochenlangen Sperrung der Straße von Hormus und die gestörte Ölversorgung der Petrochemie. Den höchsten Quartalsgewinn meldete erneut die Deutsche Telekom mit 6,9 Milliarden Euro.

EY-Chef Henrik Ahlers ordnet die Zahlen nüchtern ein:

„Wer nur auf die Rekordsummen schaut, könnte meinen, die Krise sei überstanden – aber das Gegenteil ist der Fall.“

Das Herzstück der Industrie blutet weiter

Besonders bitter: Die Autokonzerne im Dax verzeichneten laut EY ein Umsatzminus von 1,2 Prozent und einen Gewinneinbruch von zwölf Prozent. Bei BMW brach der Gewinn um 39 Prozent ein, Volkswagen und Daimler Truck verloren je neun Prozent.

Allein in der Autoindustrie schrumpfte die Belegschaft um 5,2 Prozent – rund 40.000 Stellen. Schwache Absatzmärkte, wachsender Wettbewerbsdruck aus China, Überkapazitäten und der teure Umbau zur Elektromobilität belasteten Hersteller und Zulieferer gleichermaßen, so EY-Manager Jan Brorhilker. Weiterer Beschäftigungsabbau sei zu erwarten.

Wer die politisch verordnete Verbrenner-Abkehr und die Energiekosten hierzulande betrachtet, wird diese Zahlen kaum für Zufall halten. Aus Sicht unserer Redaktion ist der Standort Deutschland teuer geworden – und die Rechnung zahlen die Beschäftigten.

Gewinne im Ausland, Verluste zu Hause

Ahlers benennt einen Punkt, den man in Berlin ungern hört: Das Wachstum finde vor allem im Ausland statt, das Deutschlandgeschäft sei bei vielen Konzernen defizitär. Auch neue Stellen entstünden meist jenseits der Grenzen.

Und das 500-Milliarden-Sondervermögen? Aus ihm seien bislang kaum Investitionsimpulse zu sehen, so Ahlers. Milliarden an Schulden, aber wenig Wirkung – ein Befund, der die Versprechen der Bundesregierung unangenehm streift.

Brorhilker warnt, die eigentliche Nagelprobe komme erst noch: Sonderkonjunkturen könnten abflauen, geopolitische Schocks und neue Zölle die Lage jederzeit verschärfen. Zugleich betont er, Deutschland habe die Substanz, wieder vorn mitzuspielen – wenn die strukturellen Hausaufgaben endlich angepackt würden.

Was Anleger daraus lesen können

Rekordzahlen, die auf Krieg, Engpässen und Zinsniveau beruhen, sind kein Fundament, sondern eine Momentaufnahme. Wer sein Vermögen breit absichern will, hält traditionell einen Teil in physischen Edelmetallen – Gold und Silber sind an keine Quartalsbilanz gebunden.

Hinweis: Dieser Beitrag dient ausschließlich der Information und stellt keine Anlageberatung und keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar. Jeder Leser ist für seine Anlageentscheidungen selbst verantwortlich und sollte eigene Recherchen anstellen.

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