Kostenlose Beratung
+49 7930-2699
280.000
Kunden
Sicherer
Versand
Kettner Edelmetalle
05.08.2024
10:22 Uhr

Der Absturz von Intel: Hat die Ampel auf das falsche Pferd gesetzt?

Intel geht es finanziell schlecht. Dennoch will der Konzern weiterhin in Magdeburg investieren, auch dank 9,9 Milliarden Euro staatlicher Subventionen - das sind 3 Millionen pro Arbeitsplatz.

Subventionspolitik unter Beschuss

Als bekannt wurde, dass Intel in Magdeburg ab 2024 mit dem Bau einer Chipfabrik beginnen möchte, gab es zunĂ€chst Jubel und Verwunderung gleichzeitig. Jubel darĂŒber, dass in Ostdeutschland neue Hightech-ArbeitsplĂ€tze entstehen, Verwunderung darĂŒber, dass Intel 9,9 Milliarden Euro Subventionen vom deutschen Staat erhĂ€lt, um damit 3.000 dauerhafte ArbeitsplĂ€tze zu schaffen. Damit wird jeder dauerhafte Arbeitsplatz mit 3,3 Millionen Euro gefördert. Insgesamt wird rund ein Drittel der Investitionskosten ĂŒber Subventionen bereitgestellt. FĂŒr diese hohe Subvention wurde Robert Habeck als zustĂ€ndiger Wirtschaftsminister vielfach kritisiert.

Wirtschaftliche Turbulenzen bei Intel

Jetzt kam die Schocknachricht: Intel geht es wirtschaftlich schlecht. 15 Prozent der rund 115.000 Mitarbeiter werden entlassen, die Dividenden gestrichen und bei Investitionen Einsparungen getroffen. Unklar war zunÀchst, ob das radikale Sparprogramm auch den Standort in Magdeburg betrifft. Mittlerweile hat Intel klargestellt, dass dieses Projekt nicht davon betroffen ist und es wie geplant realisiert wird.

Eine riskante Wette der Bundesregierung

Es stellt sich unweigerlich die Frage, ob Habeck auf das falsche Pferd gesetzt hat. Bei einem genaueren Blick auf die Firma zeigt sich, dass Intel immer mehr Probleme mit der aufkommenden Konkurrenz hat. Im KerngeschĂ€ft von Intel, den x86-Prozessoren fĂŒr Computer, ist mittlerweile ein Duopol mit AMD entstanden. Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Markt insgesamt an Bedeutung verliert. Beim wichtigen GeschĂ€ft mit Tablets und Smartphones spielt Intel keine wesentliche Rolle. Intel war schon vor der Subventionszusage unter Druck. Dass dennoch auf Intel vertraut wurde, zeigt eine gewisse Risikobereitschaft der Bundesregierung. Denn wenn Intel weiter schwĂ€cheln sollte und nicht die Kurve kriegt, sind neben den ArbeitsplĂ€tzen auch die 9,9 Milliarden Euro Subventionen verloren.

Der geopolitische Kontext

Ein weiterer Chiphersteller, der in Deutschland eine Fabrik baut, ist Taiwan Semiconductor. Die Firma ist, wie es der Name schon verrĂ€t, auf der Insel Taiwan beheimatet, die von China beansprucht wird. Da TSMC der weltweit grĂ¶ĂŸte unabhĂ€ngige Hersteller von Chips ist, ist die Ansiedlung in Deutschland von geopolitischer Bedeutung, um im Falle eines Einmarsches Chinas in Taiwan nicht von wesentlichen ChipproduktionskapazitĂ€ten abgeschnitten zu sein. Mit fĂŒnf Milliarden Euro wird die kĂŒnftige Fabrik in Dresden subventioniert, bei der ĂŒber 2.000 ArbeitsplĂ€tze entstehen sollen. Die Subventionen pro Arbeitsplatz belaufen sich auf 2,5 Millionen Euro.

Subventionspolitik: Ein zweischneidiges Schwert

Auch wenn die Grundidee, wichtige Industriebereiche nach Deutschland zu holen, sinnvoll sein mögen, so ist es durchaus fraglich, ob Subventionszahlungen in Milliardenhöhe zum entscheidenden Standortfaktor fĂŒr Deutschland werden. Ohne diese Subventionszahlungen, die aus den Steuergeldern der BĂŒrger und des Mittelstands finanziert werden, wĂ€re der Standort Deutschland fĂŒr Chipgiganten zu unattraktiv. Denn diese Subventionszahlungen sorgen auch fĂŒr Unmut. Der Chiphersteller Globalfoundries hat in Dresden seit 25 Jahren eine Fabrik und beschĂ€ftigt derzeit ĂŒber 3.000 Mitarbeiter. Nach eigenen Aussagen bekommt Taiwan Semiconductor fĂŒr die Ansiedlung mit 2.000 ArbeitsplĂ€tzen mehr Subventionen als Globalfoundries fĂŒr den Standort in den vergangenen 25 Jahren zusammen. Nach Bekanntgabe der Milliardensubventionen forderte Globalfoundries ebenfalls Subventionen, um „Chancengleichheit“ herzustellen.

Die Zukunft bleibt ungewiss

Trotz dieser Subventionsorgien darf nicht vergessen werden, dass sich am Ende alle Chiphersteller im Markt behaupten mĂŒssen. Es bleibt abzuwarten, ob Intel und Co. auch noch in ein paar Jahren in Deutschland erfolgreich produzieren werden.

Wissenswertes zum Thema

Erhalten Sie kostenlose Tipps um Ihr Vermögen zu schĂŒtzen und als erster von neuen Produkten zu erfahren

Sie möchten regelmĂ€ĂŸig ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert werden? Dann melden Sie sich hier fĂŒr den kostenfreien Kettner Edelmetalle Newsletter an.

Durch Eingabe Ihrer E-Mail-Adresse und Anklicken des Buttons „Abschicken“ geben Sie die folgende EinwilligungserklĂ€rung ab: „Ich bin damit einverstanden, per E-Mail ĂŒber Produktneuheiten, spannende Finanznachrichten und exklusive Sonderangebote informiert zu werden und willige daher in die Verarbeitung meiner E-Mail-Adresse zum Zwecke der Zusendung des Newsletters ein. Diese Einwilligung kann ich jederzeit und ohne Angabe von GrĂŒnden mit Wirkung fĂŒr die Zukunft widerrufen. Die RechtmĂ€ĂŸigkeit der bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung bleibt im Falle des Widerrufs unberĂŒhrt.“

Willst du Teil unserer Erfolgsstory sein?

Werde jetzt Teil vom #TeamGold

Offene Stellen