
Der Generalverdacht gegen alle Männer: Wie feministische Pauschalisierung den wahren Tätern in die Hände spielt
Es ist ein Phänomen, das sich in den vergangenen Jahren wie ein schleichendes Gift durch den öffentlichen Diskurs frisst: die kollektive Schuldzuweisung an das gesamte männliche Geschlecht. „All Men" – so lautet das modische Schlagwort, mit dem eine lautstarke feministische Avantgarde kurzerhand 35 Millionen erwachsene Männer in Deutschland zu Mittätern oder zumindest zu stillen Komplizen erklärt. Was auf den ersten Blick nach berechtigter Empörung klingt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung als intellektuell bankrotte Pauschalisierung, die ausgerechnet jenen schadet, die sie zu schützen vorgibt.
Der Fall Ulmen und die Mechanik der Kollektivschuld
Anlass der jüngsten Debattenwelle ist der Fall des Schauspielers Christian Ulmen, der von seiner Ex-Frau wegen mutmaßlicher digitaler sexualisierter Gewalt angezeigt wurde. Kaum waren die Vorwürfe öffentlich, überschlugen sich die Schlagzeilen: „Wir Männer sind alle das Problem", titelte ein großes deutsches Magazin. Auch im Zusammenhang mit dem Epstein-Skandal wurde flugs ein „Epstein in uns allen" diagnostiziert. Man fragt sich unwillkürlich: Seit wann ist das Y-Chromosom ein Schuldnachweis?
Die Logik dahinter ist so simpel wie gefährlich. Nicht der einzelne Täter stehe im Fokus, sondern eine angebliche „Täterstruktur", die von Männern – bewusst oder unbewusst – gestützt werde. Gewalt sei demnach kein individuelles Versagen, sondern ein systemisches Männerproblem. Wer so argumentiert, hat den Boden der Rechtsstaatlichkeit bereits verlassen, noch bevor die Diskussion überhaupt begonnen hat.
Die Unschuldsvermutung ist kein Verrat an Frauen
Bemerkenswert ist, dass die überwältigende Mehrheit der Männer, die sich öffentlich zum Fall Ulmen äußerten, genau das tat, was man von vernünftigen Bürgern erwarten darf: Sie verurteilten die mutmaßlichen Taten – sofern sie sich als wahr herausstellen sollten – und verwiesen gleichzeitig auf die Unschuldsvermutung. Dieser rechtsstaatliche Grundpfeiler ist kein Instrument der Täterverteidigung, sondern ein zivilisatorischer Mindeststandard. Doch in der aufgeheizten Atmosphäre des „All Men"-Diskurses wird selbst der Verweis auf grundlegende Rechtsprinzipien als Komplizenschaft umgedeutet.
In den sozialen Medien war vielfach zu lesen: „Solange Männer so etwas tun, solange geschwiegen und verharmlost wird, sind es eben alle Männer." Nur: Wo genau war dieses massenhafte männliche Schweigen? Wo die Verharmlosung? In der Realität existierten sie schlicht nicht. Aber Fakten haben in einer ideologisch aufgeladenen Debatte bekanntlich einen schweren Stand.
Was die Statistik wirklich sagt
Wer die Zahlen des Bundeskriminalamtes heranzieht, kommt zu einem ernüchternden Befund – ernüchternd allerdings für die Verfechter der Kollektivschuld-These. Im Bereich der digitalen Gewalt gegen Frauen verzeichnete die deutsche Kriminalstatistik 2024 etwas mehr als 14.000 Tatverdächtige, die Mehrzahl davon männlich. Selbst wenn man großzügig auf 20.000 aufrundet – um Dunkelziffern und nicht angezeigte Fälle zu berücksichtigen –, ergibt sich bei rund 35 Millionen Männern über sechzehn Jahren ein Anteil von 0,06 Prozent. Das sind zweifellos zu viele einzelne Schicksale. Aber es ist eine kleine, hochproblematische Gruppe, oft geprägt von Wiederholungstätern – und eben nicht „die Männer" als Ganzes.
Besonders absurd wird die Pauschalisierung im Fall Epstein. Dort ging es nicht um „Männlichkeit an sich", sondern um einen elitären Zirkel aus Tätern, Mitwissern und Ermöglichern, ausgestattet mit enormer Macht, Geld und krimineller Energie. Daraus einen „Epstein in jedem Mann" zu konstruieren, ist intellektuell so redlich wie die Behauptung, jeder Autofahrer sei ein potenzieller Raser.
Die wahre Ablenkungsstrategie
Was in der gesamten Debatte auffällig unter den Tisch fällt, ist eine unbequeme Wahrheit, die viele Kommentatoren deutlich aussprechen: Die Pauschalisierung aller Männer lenkt geschickt von der tatsächlichen Täterstruktur ab. Vor 2015 gab es in Deutschland kaum Massenvergewaltigungen und Messerdelikte in der heutigen Dimension. Die explodierende Kriminalität, die Messerangriffe, die sexuellen Übergriffe – sie haben konkrete Ursachen, die in einer verfehlten Migrationspolitik zu suchen sind. Doch statt diese Ursachen beim Namen zu nennen, wird lieber ein nebulöser Generalverdacht gegen alle Männer konstruiert. Bequemer kann man von den eigentlichen Problemen kaum ablenken.
Es ist die gleiche Methodik, die wir bereits aus der Corona-Zeit kennen: Damals wurden Ungeimpfte pauschal zu Sündenböcken erklärt, heute sind es „alle Männer". Das Muster ist stets dasselbe – eine lautstarke Minderheit definiert eine Kollektivschuld, und wer widerspricht, macht sich automatisch verdächtig.
Wer alle beschuldigt, entlastet die wahren Täter
Die bittere Ironie der „All Men"-Rhetorik liegt in ihrer Kontraproduktivität. Wenn alle Männer Teil des Problems sein sollen, werden die tatsächlichen Täter normalisiert. Sie verschwimmen in der Masse jener Millionen, die sich nichts zuschulden kommen lassen und solches Verhalten selbst auf das Schärfste verurteilen. Die kollektive Schuldzuweisung verwischt genau jene Unterschiede, die für eine wirksame Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen entscheidend wären.
Wenn am Ende immer alle auf irgendeine Art mitgemeint sind, verliert der berechtigte Vorwurf an Schärfe. Wer jeden Mann zum Problem erklärt, entlastet am Ende jene Männer, die tatsächlich eines sind.
Ausgerechnet jenes Milieu, das sonst mit geradezu religiöser Hingabe auf sprachliche Genauigkeit pocht, auf gendergerechte Sternchen und inklusive Formulierungen besteht, arbeitet dort mit dem Vorschlaghammer, wo es um Schuld, Verantwortung und Gewalt geht. Differenzierung? Nur dort, wo sie der eigenen Agenda dient.
Deutschland braucht Klarheit statt Ideologie
Was unser Land braucht, sind keine ideologischen Nebelkerzen, sondern eine ehrliche Auseinandersetzung mit den tatsächlichen Ursachen der gestiegenen Gewalt gegen Frauen. Dazu gehört eine konsequente Strafverfolgung, eine funktionierende Justiz und – ja, auch das muss gesagt werden dürfen – eine schonungslose Analyse der Täterprofile. Wer stattdessen lieber 35 Millionen Männer unter Generalverdacht stellt, betreibt keine Frauenpolitik, sondern Realitätsverweigerung. Die zunehmende Kriminalität in Deutschland, die Messerattacken und Übergriffe, sind nach Überzeugung unserer Redaktion – und eines Großteils der Bevölkerung – das Ergebnis einer jahrelangen politischen Fehlsteuerung. Es wird höchste Zeit, dass Politiker wieder für Deutschland regieren und nicht gegen seine Bürger.
Die „All Men"-Debatte ist letztlich ein Symptom einer Gesellschaft, die den Mut zur Differenzierung verloren hat. Einer Gesellschaft, in der es einfacher ist, ein ganzes Geschlecht anzuklagen, als die wahren Probleme beim Namen zu nennen. Traditionelle Werte wie Fairness, Rechtsstaatlichkeit und die Unschuldsvermutung sollten nicht auf dem Altar einer woken Ideologie geopfert werden. Denn am Ende schadet diese Pauschalisierung nicht nur den Männern – sie schadet vor allem den Frauen, die sie zu schützen vorgibt.
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