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11.02.2026
06:48 Uhr

Der mysteriöse Tod des Jeffrey Epstein: Eine Chronologie des Versagens – oder der Vertuschung?

Es gibt Todesfälle, die Geschichte schreiben. Und es gibt Todesfälle, die Geschichte verhindern sollen. Der Tod von Jeffrey Epstein am 10. August 2019 in einer New Yorker Gefängniszelle gehört womöglich in die zweite Kategorie. Nun liefern neu veröffentlichte Akten und Dokumente aus den sogenannten Epstein-Files einen erschreckend detaillierten Einblick in die letzten Stunden eines Mannes, dessen Adressbuch die mächtigsten Namen der westlichen Welt enthielt – und dessen Schweigen offenbar mehr wert war als sein Leben.

Ein Gefängnis, das seinen prominentesten Insassen nicht schützen konnte – oder wollte

Jeffrey Epstein wurde am 6. Juli 2019 verhaftet und im Metropolitan Correctional Center (MCC) in New York untergebracht. Rund 750 Insassen fasste die Einrichtung. Epstein kam in die Special Housing Unit (SHU) im neunten Stock – einen besonders gesicherten Bereich, abgeschirmt vom Rest der Gefängnispopulation. Zwei Sicherheitstüren, strenge Zugangskontrollen, regelmäßige Zählungen der Insassen durch jeweils zwei Wachen, schriftliche Dokumentationspflichten, halbstündliche Rundgänge. Ein System, das eigentlich keinen Spielraum lässt. Eigentlich.

Denn was in den Wochen und Tagen vor Epsteins Tod geschah, liest sich wie das Drehbuch eines schlechten Thrillers – nur dass die Realität hier jede Fiktion übertrifft.

Der erste Suizidversuch: Warnsignal ohne Konsequenzen

Bereits am 23. Juli 2019 löste ein Notfallalarm in Epsteins Zelle aus. Gegen 01:27 Uhr soll der damals 66-Jährige versucht haben, sich mit einem selbstgebauten Strang aus orangem Stoff das Leben zu nehmen. Sein Zellengenosse alarmierte das Personal. Epstein überlebte – knapp. Er wurde in die sogenannte „Suicide Watch" verlegt, einen Bereich für akut suizidgefährdete Häftlinge. Dort blieb er gerade einmal 31 Stunden, bevor er in die weniger restriktive „Psychological Observation" kam.

Seine Aussagen gegenüber dem psychologischen Personal waren dabei alles andere als beruhigend. Er könne sich nicht erinnern, was geschehen sei, sagte er. Auf die Frage nach Suizidgedanken antwortete er lediglich: „Ich bin ein Feigling." Eine Aussage, die man durchaus als Hilferuf interpretieren könnte – oder als Ablenkungsmanöver. Die Wahrheit kennt nur ein Toter.

Zurück in die SHU – und eine fatale Kette von „Zufällen"

Am 30. Juli wurde Epstein zurück in die allgemeine Special Housing Unit verlegt. Die Anweisung des psychologischen Personals war unmissverständlich: Er müsse einen Zellengenossen bekommen, seine Zelle solle möglichst nah am Büro liegen. Zunächst geschah dies auch. Sein neuer Mitinsasse Efrain Reyes berichtete später dem FBI, wie ein Gefängnismitarbeiter ihm auf Spanisch mitteilte, Epstein komme aus der Suicide Watch – er solle sich keine Sorgen machen, nur ein Auge auf ihn haben.

Reyes schilderte eine bemerkenswerte Szene: Er habe Epstein gebeten, sich nicht in seiner Zelle zu erhängen. „Ich möchte nicht aufwachen und dich hier tot auffinden", soll er gesagt haben. Epstein habe ihm versichert, keinen Ärger machen zu wollen. In den ersten Nächten wurden die Zählungen und Rundgänge noch ordnungsgemäß durchgeführt – was Reyes selbst als ungewöhnlich empfand. Normalerweise, so der Mitinsasse, würden die Wachen schlafen. Man könne von der Zelle aus beobachten, wie sie sich an ihren Schreibtischen mit orangenen Decken zudeckten.

Ein weiteres Detail, das aufhorchen lässt: Im Laufe weniger Tage konnte sich Epstein insgesamt fünf Decken beschaffen – Material, aus dem sich problemlos ein Strang fertigen lässt.

Der 9. August: Als alle Sicherungen versagten

Am Morgen des 9. August wurde Reyes planmäßig in ein anderes Gefängnis verlegt. Epstein soll ihm noch gesagt haben, er würde gerne wieder in die Suicide Watch gehen, dürfe dort aber nicht länger als drei Tage bleiben. Trotz klarer Vorschriften bekam Epstein keinen neuen Zellengenossen. Eine Wache, die an jenem Tag Dienst hatte, wusste nicht einmal, dass Reyes das Gefängnis verlassen hatte.

Um 19:49 Uhr wurde Epstein nach einem Treffen mit seinem Anwalt zum letzten Mal lebend in seine Zelle gebracht. Was dann folgte, ist ein beispielloses Versagen – oder eine perfekt orchestrierte Inszenierung. Die beiden diensthabenden Wachen, Tova Noel und Michael Thomas, verpassten sämtliche vorgeschriebenen Zählungen: um Mitternacht, um 3:00 Uhr, um 5:00 Uhr. Keine einzige wurde durchgeführt. Auch die halbstündlichen Rundgänge fanden nicht statt. Doch die entsprechenden Formulare? Die wurden pflichtbewusst ausgefüllt – als hätte alles seinen ordnungsgemäßen Gang genommen.

Was taten die beiden Wachen stattdessen? Die Auswertung der Computerdaten zeichnet ein geradezu groteskes Bild: Thomas suchte auf der Website „cycletrader" nach Motorrädern. Noel stöberte bei Amazon, suchte auf der Regierungsseite USA.gov nach neuen Stellenangeboten und informierte sich über Nachrichten zu Gefangenen – darunter auch über Jeffrey Epstein selbst. Zwei Stunden sollen beide Wachen schlafend verbracht haben. Man fragt sich unwillkürlich: Wusste Noel bereits, dass sie bald einen neuen Job brauchen würde?

Das mysteriöse orangene Leuchten

Die einzige Überwachungskamera, die in jener Nacht funktionierte und von der noch Aufnahmen existieren, war so positioniert, dass sie lediglich den Treppenaufgang zu Epsteins Zellentrakt am Rand erfasste. Eine denkbar ungünstige Perspektive für die Aufklärung – oder eine denkbar günstige für jene, die keine Aufklärung wünschten.

Um 22:39 Uhr registrierte die FBI-Analyse des Videomaterials ein winziges orangenes Leuchten, das möglicherweise in Epsteins Trakt hineinbewegte. „Ein Leuchten oder etwas Orangenes scheint die Treppen in den L-Trakt zu besteigen", notierte das FBI – und fügte hinzu, es könne sich um einen Insassen handeln, der auf die Ebene eskortiert werde. Offiziell war zuvor behauptet worden, die Ebene sei in jener Nacht nicht mehr betreten worden. Auch das Office of Inspector General merkte an, es sei möglich, dass jemand Insassenkleidung oder Bettlaken die Stufen hochgebracht habe.

Der Fund am Morgen

Kurz nach 6:30 Uhr wollten Noel und Thomas das Frühstück verteilen. Um 6:33 Uhr wurde der Alarm ausgelöst. Jeffrey Epstein lag regungslos in seiner Zelle, allein, mit einem Strang um den Hals. Noels erste Worte an ihren Vorgesetzten: „Epstein hat sich erhängt." Thomas' Kommentar: „Wir haben es vergeigt."

Um 6:45 Uhr traf der Rettungsdienst ein. Epstein wurde intubiert, erhielt drei Dosen Epinephrin, venöse und intraossäre Zugänge wurden gelegt. Kein Puls. Kein Schock empfohlen. Um 7:10 Uhr verließ der Rettungswagen die Einrichtung Richtung Beekman Hospital. Um 7:36 Uhr wurde der offizielle Todeszeitpunkt festgestellt. Im Totenschein vermerkte die zuständige Ärztin Dr. Kirstin Roman unter „Todesart" zunächst nur: „Pending further study" – ausstehend für weitere Untersuchungen.

Der Streit der Mediziner: Erhängung oder Strangulation?

Am 11. August fand die Autopsie statt. Mark Epstein, der Bruder des Toten, hatte darauf bestanden, einen eigenen Mediziner hinzuzuziehen. Die offizielle Gerichtsmedizinerin Dr. Roman kam nach ihrer Untersuchung zu dem Schluss, es handele sich um Suizid durch Erhängung. Das Zungenbein sei eindeutig auf der linken Seite gebrochen – ein Muster, das bei Erhängungen häufig vorkomme, da der Knochen gegen die Wirbelsäule gedrückt werde.

Der von der Familie Epstein beauftragte Mediziner Michael Baden widersprach vehement. Er habe bei Selbstmorden noch nie drei derartige Brüche gesehen. Das Frakturmuster entspreche eher einer mörderischen Strangulation. Dr. Roman konterte: Gerade bei älteren Menschen mit spröderen Halsstrukturen seien solche Brüche bei Erhängung durchaus möglich. Die Position des Bruchs spreche eindeutig für Suizid.

In dieser zentralen Frage sind sich die Experten bis heute nicht einig geworden. Und genau das ist es, was den Fall Epstein so brisant macht: Es gibt keine endgültige Gewissheit – nur eine offizielle Version, die von zu vielen Ungereimtheiten durchlöchert wird.

Ein Systemversagen, das Fragen aufwirft

Fassen wir zusammen: Ein Mann, der gerade erst einen Suizidversuch überlebt hatte, wird ohne Zellengenossen in einer Zelle belassen – entgegen der ausdrücklichen Anweisung. Zwei Wachen schlafen während ihrer Schicht, fälschen Dokumente und surfen im Internet. Die einzige funktionierende Überwachungskamera zeigt ausgerechnet nicht die Zelle. Ein mysteriöses orangenes Leuchten bewegt sich durch den Trakt. Und am Ende liegt einer der wichtigsten Zeugen der jüngeren Kriminalgeschichte tot in seiner Zelle.

Wer angesichts dieser Faktenlage noch an eine simple Verkettung unglücklicher Umstände glaubt, der glaubt vermutlich auch, dass der Weihnachtsmann die Geschenke bringt. Der Slogan „Epstein didn't kill himself" ist längst mehr als ein Internet-Meme – er ist Ausdruck eines tiefen und berechtigten Misstrauens gegenüber einem Justiz- und Staatsapparat, der offensichtlich versagt hat. Ob aus Inkompetenz oder Kalkül, das bleibt die entscheidende Frage.

Was der Fall Epstein einmal mehr zeigt: Die Mächtigen dieser Welt operieren nach anderen Regeln als der gewöhnliche Bürger. Und wenn einer von ihnen droht, diese Regeln offenzulegen, dann passieren merkwürdige Dinge. In Gefängniszellen, in Gerichtssälen, in den Medien. Es ist an der Zeit, dass Gesellschaften weltweit – auch in Deutschland – aufhören, solche „Zufälle" achselzuckend hinzunehmen, und stattdessen jene kritische Wachsamkeit an den Tag legen, die eine funktionierende Demokratie dringend braucht.

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