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Kettner Edelmetalle
29.04.2026
05:02 Uhr

Der Niedergang des Fachhandels: Wie Action, Woolworth & Co. Deutschlands Innenstädte verändern

Wer heute durch deutsche Fußgängerzonen schlendert, erkennt sie kaum wieder. Die Buchhandlung an der Ecke? Geschlossen. Der Spielwarenladen, der seit Generationen Kinderaugen zum Leuchten brachte? Verschwunden. Stattdessen prangen die grellen Logos von Action, Woolworth oder Tedi an immer mehr Schaufenstern. Eine Studie des Handelsforschungsinstituts IFH Köln dokumentiert nun, was viele längst beobachtet haben: Die Non-Food-Discounter fressen sich durch die deutsche Einzelhandelslandschaft – und der traditionelle Fachhandel bleibt auf der Strecke.

Wenn der Geldbeutel zum Diktator wird

Die Zahlen sprechen eine erschreckend klare Sprache. 85 Prozent der Deutschen haben in den vergangenen zwei Jahren bei Non-Food-Discountern eingekauft, viele davon regelmäßig. Besonders gefragt sind Dekoration, Schreib- und Spielwaren, Haushaltswaren sowie Heimtextilien. Der wahre Grund für diesen Boom ist allerdings kein Triumph der Discount-Kultur, sondern ein Armutszeugnis für die deutsche Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre. Zwei Drittel der Befragten gaben an, dass ihnen die Preissteigerungen schlicht Angst machten. Fast jeder Zweite wolle seine Ausgaben reduzieren, ein weiteres Viertel habe dies bereits getan.

Die Bürger eines einst stolzen Industrielandes, das sich gerne mit dem Etikett der viertgrößten Volkswirtschaft der Welt schmückt, suchen also händeringend nach Möglichkeiten, beim Einkauf von Tassen, Stiften und Gartenscheren zu sparen. Willkommen in der Realität nach Jahren von Energiewende-Wahnsinn, ausufernder Bürokratie und einer Inflationspolitik, die durch das jüngst beschlossene 500-Milliarden-Sondervermögen der Großen Koalition unter Friedrich Merz weiter angeheizt werden dürfte.

Der Baumarkt als Verlierer der Discount-Welle

Selbst die einst boomenden Baumärkte verzeichnen das dritte Umsatzminus in Folge. Werkzeug, Gartengeräte, Haushaltswaren – überall brachen die Erlöse 2025 um rund vier Prozent ein. Branchenexperte Klaus Peter Teipel bringt es auf den Punkt: Die Kunden interessierten sich weiterhin für die Sortimente, kauften aber zunehmend woanders ein. Viele könnten oder wollten sich den Baumarkt schlicht nicht mehr leisten. Action mutiere bereits zu einer Art „Baumarkt light“. Allein Action, Woolworth und Tedi setzten 2025 im Bau- und Gartensortiment etwa 1,4 Milliarden Euro um – fast dreimal so viel wie noch 2020.

Die Insolvenzwelle rollt

Die Folgen sind verheerend. Die Zahl der Insolvenzen im Einzelhandel hat den höchsten Stand seit zehn Jahren erreicht – 2.571 Fälle allein im vergangenen Jahr, gemeldet vom Kreditversicherer Allianz Trade. Die Unternehmensgruppe Brüder Schlau, zu der die Fachmarktkette Hammer gehört, musste gleich zweimal Insolvenz anmelden. Der Dekohändler Depot schloss einen Großteil seiner Filialen. Während sich die Filialisten des Fachhandels behaupten konnten, schmolz der Marktanteil des nicht-filialisierten Fachhandels zwischen 2006 und 2024 von gut 25 auf knapp 12 Prozent zusammen – eine Halbierung in weniger als zwei Jahrzehnten.

Die fernöstliche Doppelbedrohung

Doch damit nicht genug. Während sich Fachhandel und Discounter im Inland einen Verdrängungswettbewerb liefern, greifen asiatische Online-Plattformen wie Temu und Shein dem deutschen Einzelhandel gleichzeitig in die Tasche. Eine Untersuchung des Forschungsinstituts IW Consult im Auftrag des Handelsverbands Deutschland (HDE) beziffert die jährlichen Umsatzverluste auf satte 2,5 Milliarden Euro. Geld, das ins Ausland abfließt, statt deutsche Arbeitsplätze zu sichern. Bemerkenswert ist hier die regulatorische Untätigkeit: Während heimische Händler unter einer wahren Flut von Vorschriften, Bürokratie und CO2-Auflagen ächzen, dürfen die fernöstlichen Plattformen weitgehend ungehindert ihre Billigware in Europa abkippen.

Die Innenstädte verlieren ihr Gesicht

HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth findet deutliche Worte: Mit dem Niedergang der kleineren Fachhändler verlören viele Innenstädte ihre Unverwechselbarkeit und damit ihr Herz. Eine düstere Prognose, die längst Realität ist. Zehntausende Geschäfte haben in den vergangenen Jahren geschlossen, in diesem Jahr dürfte die Gesamtzahl unter 300.000 sinken. Was zurückbleibt, ist eine austauschbare Einkaufslandschaft aus den immer gleichen Discount-Filialen, leeren Schaufenstern und Dönerbuden. Der Charme deutscher Mittelstadt-Innenstädte, einst Aushängeschild einer prosperierenden bürgerlichen Gesellschaft, verflüchtigt sich.

Ein Symptom des Wohlstandsverlusts

Was sich hier abspielt, ist weit mehr als eine bloße Verschiebung im Einkaufsverhalten. Es ist ein Symptom des schleichenden Wohlstandsverlusts in Deutschland. Wenn der traditionelle Mittelstand keine Käufer mehr findet und Familien selbst beim Einkauf von Schreibwaren und Geschirr jeden Cent dreimal umdrehen müssen, dann läuft etwas grundlegend schief. Die galoppierende Inflation, eine ideologisch getriebene Energiepolitik, die Industrie und Handwerk gleichermaßen erstickt, und eine Steuer- und Abgabenlast, die ihresgleichen sucht – all das hinterlässt seine Spuren. Und ausgerechnet jetzt verankert die neue Bundesregierung die Klimaneutralität bis 2045 im Grundgesetz und nimmt 500 Milliarden Euro neue Schulden auf, die kommende Generationen über Steuern und Abgaben abstottern werden.

Werterhalt in unsicheren Zeiten

Wer angesichts dieser Entwicklungen nach Wegen sucht, sein Vermögen vor der schleichenden Entwertung zu schützen, sollte den Blick über den Tellerrand kurzlebiger Konsumtrends hinaus richten. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben über Jahrtausende hinweg bewiesen, dass sie Krisen, Inflationen und politische Umwälzungen überdauern. In Zeiten, in denen selbst der Einkauf einer Gartenschere zum Budgetposten wird, gewinnt die Frage nach echtem, beständigem Wert eine neue Dringlichkeit. Eine sinnvolle Beimischung physischer Edelmetalle zu einem breit gestreuten Portfolio kann ein bewährter Baustein der Vermögenssicherung sein – unabhängig davon, ob die Innenstädte florieren oder veröden.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Einschätzungen stellen die Meinung unserer Redaktion dar und sind keine Anlageberatung. Jeder Anleger ist für seine Entscheidungen selbst verantwortlich und sollte sich vor einer Investition umfassend informieren oder einen unabhängigen Finanzberater konsultieren.

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