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Kettner Edelmetalle
02.04.2026
17:41 Uhr

Der Spiegel im Sturzflug: Wenn Haltungsjournalismus die letzte Auflage kostet

Es gibt Momente, in denen sich ein einstiges Flaggschiff des deutschen Journalismus so gründlich selbst demontiert, dass man als Beobachter zwischen Fassungslosigkeit und bitterem Amüsement schwankt. Der Spiegel – einst das Sturmgeschütz der Demokratie, wie Rudolf Augstein sein Blatt stolz nannte – liefert derzeit ein Lehrstück dafür, wie man sich als Medium systematisch selbst abschafft. Und das gleich auf mehreren Schauplätzen.

Die Fernandes-Affäre: Eine Titelstory auf tönernen Füßen

Da wäre zunächst die vermeintliche Sensationsgeschichte rund um das Schauspieler-Ehepaar Christian Ulmen und Collien Fernandes. Was als große Enthüllung über angebliche Deepfakes daherkam, entpuppt sich mit jedem weiteren Tag mehr als journalistischer Rohrkrepierer. Von der ursprünglichen Sprengkraft der Titelstory bleibe immer weniger übrig, und dem Nachrichtenmagazin drohe nun sogar juristischer Ärger. Man fragt sich unwillkürlich: Wo waren die Faktenchecker, die der Spiegel sonst so gerne anderen Medien empfiehlt?

Doch statt innezuhalten und die eigenen Qualitätsstandards zu hinterfragen, setzt die Hamburger Redaktion unbeirrt auf jene Strategie, die sie in den vergangenen Jahren bereits die Hälfte ihrer Leserschaft gekostet hat. Die nackten Zahlen sprechen eine unmissverständliche Sprache: Wurden einst weit über eine Million Exemplare pro Woche verkauft, sind es heute nur noch rund 600.000. Eine Halbierung der Auflage in drei Jahrzehnten – das ist kein sanfter Rückgang, das ist ein freier Fall.

„Comeback der Corona-Schwurbler" – oder das Comeback der Realitätsverweigerung?

Als wäre die Fernandes-Blamage nicht genug, legte Spiegel TV nun mit einer Reportage über eine Corona-Demonstration in Berlin nach, die selbst hartgesottene Medienkritiker sprachlos machen dürfte. Unter dem Titel „Comeback der Coronaschwurbler" berichtete das Format über Bürger, die sechs Jahre nach Beginn der Corona-Krise eine ehrliche Aufarbeitung der damaligen Politik fordern. Demonstranten, die auf ihr demokratisches Recht der Versammlungsfreiheit pochen, werden dort kurzerhand als „hartgesottene Corona-Leugner" abgestempelt, ihre Anliegen als „verschwurbelte Ansichten" abgetan.

Man reibt sich die Augen. Denn mittlerweile ist vieles von dem, was Kritiker der Corona-Maßnahmen bereits 2020 und 2021 anmerkten, durch offizielle Dokumente und wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt worden. Die Leaks aus dem Robert-Koch-Institut haben ein erschreckendes Bild gezeichnet: politische Einflussnahme auf wissenschaftliche Bewertungen, fragwürdige Entscheidungsgrundlagen für einschneidende Grundrechtseinschränkungen, eine Impfkampagne, deren Wirksamkeitsversprechen sich als deutlich übertrieben herausstellten. All das scheint in der Spiegel-Redaktion offenbar spurlos vorbeigegangen zu sein – oder wird bewusst ignoriert.

Die Unfähigkeit zur Selbstkritik als Symptom einer tieferen Krise

Dass es Journalisten schwerfalle, ihr eigenes Versagen während der Corona-Zeit einzugestehen, mag menschlich nachvollziehbar sein. Niemand gibt gerne zu, auf der falschen Seite der Geschichte gestanden zu haben. Doch es ist ein gewaltiger Unterschied, ob man schweigt – oder ob man jene, die recht behalten haben, weiterhin aktiv diffamiert. Genau das tut der Spiegel. Und genau darin liegt das eigentliche Skandalon.

Wer sich an die Corona-Jahre erinnert, der weiß: Es waren Medien wie der Spiegel, die jeden Zweifler an Lockdowns, Maskenpflicht und Impfzwang pauschal in die Ecke der Verschwörungstheoretiker stellten. Familien wurden auseinandergerissen, Kinder in ihrer Entwicklung massiv geschädigt, Existenzen vernichtet – und wer dagegen aufbegehrte, wurde medial geächtet. Dass ausgerechnet jene Medien, die damals als willfährige Verstärker einer zunehmend autoritären Gesundheitspolitik agierten, heute immer noch dieselbe Melodie spielen, offenbart eine erschreckende Lernresistenz.

Der traditionelle Journalismus stirbt – und der Spiegel hilft beim Begräbnis

Was wir beim Spiegel beobachten, ist symptomatisch für eine Entwicklung, die den gesamten deutschen Medienbetrieb erfasst hat. An die Stelle des klassischen Journalisten, der recherchiert, hinterfragt und dem Leser die Fakten zur eigenen Urteilsbildung präsentiert, ist vielerorts der journalistische Aktivist getreten. Statt Aufklärung wird Erziehung betrieben. Statt Vielfalt der Perspektiven herrscht ideologische Monokultur. Wer nicht ins linksgrüne Weltbild passt, wird ausgegrenzt, lächerlich gemacht oder – wie im Fall der Corona-Demonstranten – als „Schwurbler" gebrandmarkt.

Diese Entwicklung ist nicht nur bedauerlich, sie ist gefährlich für die Demokratie. Denn wenn große Teile der Bevölkerung das Vertrauen in die etablierten Medien verlieren – und die Auflagenzahlen des Spiegel sind dafür ein beredtes Zeugnis –, dann entsteht ein Vakuum, das die gesellschaftliche Debatte nicht bereichert, sondern verarmt. Der Spiegel hatte einmal den Anspruch, ein Korrektiv der Macht zu sein. Heute wirkt er eher wie deren Sprachrohr.

Ein Relotius-Erbe, das nachwirkt

Man darf in diesem Zusammenhang auch an den Fall Claas Relotius erinnern, jenen Spiegel-Reporter, der jahrelang Geschichten frei erfand und dafür mit Preisen überhäuft wurde. Der Skandal von 2018 hätte ein Wendepunkt sein können, ein Moment der schmerzhaften, aber heilsamen Selbstreflexion. Stattdessen machte man weiter wie bisher – nur mit noch mehr ideologischem Sendungsbewusstsein. Die Leser danken es auf ihre Weise: Sie kündigen ihre Abonnements.

Sechs Jahre nach Corona wäre es an der Zeit, dass der deutsche Journalismus endlich den Mut zur Aufarbeitung aufbringt. Nicht nur der politischen Maßnahmen, sondern auch der eigenen Rolle als unkritischer Begleiter einer Politik, die Grundrechte mit einer Leichtigkeit einschränkte, die in der Geschichte der Bundesrepublik ihresgleichen sucht. Doch solange Blätter wie der Spiegel lieber diejenigen verunglimpfen, die unbequeme Fragen stellen, statt sich diesen Fragen selbst zu stellen, wird der freie Fall weitergehen. Und am Ende wird von dem einstigen Sturmgeschütz der Demokratie nicht viel mehr übrig bleiben als eine Fußnote in der deutschen Pressegeschichte.

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