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Kettner Edelmetalle
10.02.2026
06:40 Uhr

Deutschlands Gasspeicher vor dem Kollaps: Nur zwei Grad kälter – und im April herrscht Leere

Was passiert, wenn der Winter sich noch einmal aufbäumt? Wenn die Temperaturen nur geringfügig unter den Durchschnitt fallen? Die Antwort ist so erschreckend wie simpel: Deutschlands Gasspeicher könnten bereits Ende April vollständig leer sein. Ein Szenario, das kein Horrorroman ist, sondern das Ergebnis eines Prognosetools des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) – des Branchenverbands der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft.

Ein Temperatursturz von zwei Grad genügt

Die Rechnung ist denkbar einfach und gerade deshalb so beunruhigend. Sollten die Temperaturen im Februar dem Mittel der Jahre 2018 bis 2022 entsprechen, in den Monaten März und April jedoch bundesweit nur um zwei Grad Celsius kälter ausfallen als in dieser Vergleichsperiode, dann wäre am 28. April Schluss. Null Prozent. Nichts mehr da. Die Gesamtheit der deutschen Gasspeicher – rechnerisch leergefegt.

Doch wer glaubt, die Probleme begännen erst am Tag Null, der irrt gewaltig. Lange bevor der letzte Kubikmeter Gas aus den Kavernen gepresst wird, würden die Terminmärkte reagieren. Die Preise würden explodieren. Industrieunternehmen sähen sich gezwungen, ihre Produktion herunterzufahren oder gänzlich einzustellen – nicht weil ihnen jemand den Hahn zudreht, sondern weil sie sich das Gas schlicht nicht mehr leisten könnten.

Wenn der Staat die Industrie abschaltet

Und sollten die Unternehmen nicht freiwillig den Betrieb einstellen? Dann könnte die Bundesregierung die sogenannte Notfallstufe ausrufen. In diesem Fall würde die Bundesnetzagentur eingreifen und die industrielle Produktion behördlich untersagen – um Privathaushalte, Krankenhäuser und andere geschützte Verbraucher so lange wie möglich mit Gas zu versorgen. Man stelle sich das vor: Ein Land, das einst als industrielles Kraftzentrum Europas galt, muss seine Fabriken per Dekret stilllegen, weil nicht genug Energie vorhanden ist. Welch ein Armutszeugnis.

Dabei ist die technische Realität noch tückischer, als die nackten Zahlen vermuten lassen. Einzelne Speicher würden weit vor dem rechnerischen Gesamtnullpunkt leerlaufen. Und je leerer ein Speicher wird, desto geringer wird seine Ausspeiseleistung – ein physikalisches Gesetz, das sich durch kein politisches Wunschdenken außer Kraft setzen lässt.

Regionale Engpässe als unterschätzte Gefahr

Der DVGW weist in seinem Modell ausdrücklich darauf hin, dass regionale Gegebenheiten und einzelne Speicherstandorte nicht berücksichtigt werden. Es könne demnach nicht ausgeschlossen werden, dass in bestimmten Regionen Gas kurzfristig nicht in der benötigten Menge zur Verfügung stehe – selbst wenn bundesweit noch ausreichende Mengen vorhanden wären. Gas muss, ähnlich wie Strom, durch Leitungen transportiert werden. Und hier offenbart sich ein strukturelles Problem, das seit Jahren bekannt ist, aber politisch ignoriert wurde.

Die deutschen Erdgasimporte kommen hauptsächlich aus Norwegen, den Niederlanden und Belgien sowie über die LNG-Terminals an der Nordseeküste. Der Großteil des Verbrauchs findet jedoch in Süddeutschland statt. Bayern, das wirtschaftliche Herz der Republik, müsste eigentlich über besonders hohe Speicherfüllstände verfügen. Das Gegenteil ist der Fall: Die meisten bayerischen Speicher haben das Ziel von 40 Prozent Auslastung zum 1. Februar deutlich verfehlt. Das Bundeswirtschaftsministerium unter Führung von Robert Habecks Nachfolger vertritt derweil die bemerkenswerte Ansicht, die Füllstände einzelner Gasspeicher seien nicht relevant. Eine Aussage, die an Realitätsverweigerung kaum zu überbieten ist.

Selbst bei mildem Wetter: Kein Puffer mehr vorhanden

Doch selbst wer auf milde Temperaturen hofft, sollte sich keinen Illusionen hingeben. Selbst in einem Szenario mit moderaten Temperaturen wie im vergangenen Jahr und ohne zusätzliche Verbrauchssteigerung würden die Füllstände massiv absinken – auf einen Tiefstand von gerade einmal acht Prozent am 8. April. Rund 70 Prozent des derzeit noch eingespeicherten Erdgases würden in den kommenden zwei Monaten verbraucht. Einen relevanten Puffer gibt es in diesem Jahr schlichtweg nicht.

Erhöht man den Verbrauch im pessimistischeren Temperaturszenario um nur fünf Prozent, verschiebt sich der rechnerische Nullpunkt sogar auf den 3. April. Wohlgemerkt: Fünf Prozent mehr Verbrauch – das ist keine apokalyptische Annahme, sondern eine durchaus realistische Schwankung.

Die Niederlande als Dominostein

Besonders besorgniserregend ist die Lage in den Niederlanden, Deutschlands zweitwichtigstem Gaslieferanten nach Norwegen. Das Königreich ist als zweites EU-Land nach Kroatien landesweit unter die Marke von 20 Prozent Speicherfüllstand gefallen. Die Ausspeicherung lag dort zuletzt anteilig fast doppelt so hoch wie in Deutschland. Die Niederlande sind nicht nur ein bedeutender Erdgasförderer, sondern auch ein Transitland für LNG-Lieferungen, die unter anderem in Rotterdam ankommen und über das Gasnetz teilweise nach Deutschland weitergeleitet werden.

Sollten die niederländischen Reserven aufgebraucht sein, könnte der Nachschub nach Deutschland empfindlich reduziert werden. Ein Dominoeffekt, der die ohnehin angespannte Lage dramatisch verschärfen würde. Weniger Importe bedeuten bei gleichbleibendem Verbrauch noch schneller sinkende Speicherstände.

Die Quittung für eine verfehlte Energiepolitik

Wie konnte es so weit kommen? Die Antwort liegt in Jahren ideologiegetriebener Energiepolitik, die Deutschland systematisch seiner Versorgungssicherheit beraubt hat. Der überhastete Atomausstieg – begonnen unter Angela Merkel und vollendet unter der Ampelkoalition –, die Sprengung der Nord-Stream-Pipelines, deren Aufklärung bis heute im Dunkeln liegt, und eine „Energiewende", die Milliarden verschlungen hat, ohne auch nur annähernd eine verlässliche Alternative zu schaffen: All das rächt sich nun mit brutaler Konsequenz.

Statt auf einen ausgewogenen Energiemix zu setzen, der Versorgungssicherheit, Bezahlbarkeit und Umweltschutz in Einklang bringt, hat man sich in Deutschland jahrelang dem grünen Wunschdenken hingegeben. Windräder und Solarpaneele mögen an sonnigen Sommertagen beeindruckende Zahlen liefern – doch wenn im Februar die Temperaturen fallen und die Dunkelheit regiert, helfen sie wenig. Dann braucht es Gas. Und genau davon hat Deutschland nicht mehr genug.

Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht nun vor einem energiepolitischen Scherbenhaufen, den sie nicht allein zu verantworten hat – aber den sie dringend aufräumen muss. Ob das 500-Milliarden-Euro-Sondervermögen, das ohnehin die Inflation weiter anheizen und kommende Generationen belasten wird, auch für eine grundlegende Neuausrichtung der Energieversorgung genutzt wird, bleibt abzuwarten. Die Bürger dieses Landes hätten es verdient.

In Zeiten wie diesen, in denen die Stabilität ganzer Volkswirtschaften auf dem Spiel steht und politische Fehlentscheidungen die Ersparnisse der Bürger bedrohen, erweist sich einmal mehr der Wert physischer Edelmetalle als Vermögenssicherung. Gold und Silber kennen keinen Füllstand, der auf null sinken kann – sie sind seit Jahrtausenden ein verlässlicher Anker in stürmischen Zeiten und eine sinnvolle Ergänzung für jedes breit gestreute Anlageportfolio.

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