
Deutschlands Stahlindustrie am Abgrund: Produktion stürzt auf Krisenniveau von 2009
Was einst das Rückgrat der deutschen Wirtschaftsmacht bildete, liegt nun am Boden. Die deutsche Stahlproduktion ist im Jahr 2025 auf erschreckende 34,1 Millionen Tonnen eingebrochen – der niedrigste Wert seit dem Finanzkrisenjahr 2009. Ein Rückgang von 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr, der die strukturellen Probleme des Wirtschaftsstandorts Deutschland schonungslos offenlegt.
Kapazitätsauslastung unter kritischer Schwelle
Die Zahlen, die die Wirtschaftsvereinigung Stahl in ihrer Jahresbilanz präsentiert, lesen sich wie ein Abgesang auf eine einst stolze Industrienation. Die Kapazitätsauslastung sei unter den kritischen Wert von 70 Prozent gefallen, berichtet der Verband. Bereits zum vierten Mal in Folge blieb die Produktion deutlich unter der Marke von 40 Millionen Tonnen – jener Schwelle, die für eine auskömmliche Wirtschaftlichkeit als unverzichtbar gilt.
Seit 2018 wurde diese Grenze insgesamt sechsmal unterschritten. Die Branche verharrt damit auf einem Rezessionsniveau, das man sich vor wenigen Jahren noch nicht hätte vorstellen können. Deutschland, einst der größte Stahlproduzent Europas, mit Duisburg als Herzkammer der Schwerindustrie, droht seine industrielle Basis zu verlieren.
Energiepreise als Sargnagel der Wettbewerbsfähigkeit
Die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes, Kerstin Maria Rippel, benennt die Ursachen mit bemerkenswerter Deutlichkeit: Eine historisch schwache Nachfrage, ein ungebremst wachsender Importdruck und international nicht wettbewerbsfähige Energiepreise würden der Branche das Genick brechen. Inzwischen stamme rund jede dritte in der EU eingesetzte Tonne Stahl aus dem Nicht-EU-Ausland.
„Die derzeit nicht wettbewerbsfähigen Strompreise sind eine hohe Belastung und zugleich ein zentraler Hemmschuh für den Umbau der gesamten Stahlindustrie zur Klimaneutralität."
Hier offenbart sich das ganze Dilemma einer verfehlten Energiepolitik: Während man in Berlin jahrelang ideologiegetrieben den Ausstieg aus Kernkraft und Kohle vorantrieb, explodierten die Strompreise in schwindelerregende Höhen. Die Zeche zahlen nun die Unternehmen – und mit ihnen die Arbeitnehmer, deren Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen.
Trumps Zollpolitik verschärft die Misere
Als wäre die hausgemachte Krise nicht genug, verschärfen globale Überkapazitäten und die aggressive Zollpolitik der USA unter Präsident Trump die Lage zusätzlich. Die 20-prozentigen Zölle auf EU-Importe treffen die deutsche Stahlindustrie mit voller Wucht. Ein perfekter Sturm, der die Branche in die Knie zwingt.
Die Bundesregierung und die EU-Kommission hätten zwar begonnen gegenzusteuern, so Rippel, doch umgesetzt sei noch lange nichts. Druck und Tempo müssten hochgehalten werden. Das Jahr 2026 müsse zum Jahr der Standortsicherung werden – eine Forderung, die angesichts der bisherigen Untätigkeit fast schon verzweifelt klingt.
Ein Weckruf für die Politik
Die Zahlen aus der Stahlindustrie sind mehr als nur Branchenstatistik. Sie sind ein Symptom für den schleichenden Niedergang des Industriestandorts Deutschland. Während andere Nationen ihre Industrie schützen und fördern, hat man hierzulande jahrelang zugesehen, wie die Wettbewerbsfähigkeit erodierte. Die neue Große Koalition unter Friedrich Merz steht vor der Herkulesaufgabe, diesen Trend umzukehren – bevor es endgültig zu spät ist.
Für Anleger, die angesichts solcher wirtschaftlichen Verwerfungen nach Stabilität suchen, bieten physische Edelmetalle wie Gold und Silber eine bewährte Möglichkeit zur Vermögenssicherung. Als krisenfeste Sachwerte haben sie sich über Jahrhunderte als verlässlicher Anker in turbulenten Zeiten erwiesen und können eine sinnvolle Ergänzung zu einem breit gestreuten Anlageportfolio darstellen.
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