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Kettner Edelmetalle
06.01.2026
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Die „Don-Roe-Doktrin": Trumps Venezuela-Intervention erschüttert die Weltordnung

Was wie ein geopolitisches Gedankenspiel klang, ist nun bittere Realität geworden. Präsident Donald Trump hat zu Beginn des Jahres 2026 mit einer militärischen Operation in Venezuela die internationale Gemeinschaft in Aufruhr versetzt. Innerhalb weniger Stunden befand sich der venezolanische Präsident Nicolás Maduro in US-Gewahrsam – angeklagt wegen Drogenhandels in die Vereinigten Staaten.

Ein historischer Präzedenzfall mit weitreichenden Folgen

Es ist das erste Mal seit 1989, dass die USA einen lateinamerikanischen Staatschef gewaltsam aus dem Amt entfernen. Damals war es George Bush senior, der gegen Panamas Noriega vorging – ebenfalls unter dem Vorwand des Drogenhandels. Doch wer glaubt, es ginge Trump tatsächlich nur um Drogen, der verkennt die strategische Dimension dieser Operation. Was wir hier erleben, ist nichts Geringeres als die Wiederbelebung der Monroe-Doktrin in ihrer aggressivsten Form – von Beobachtern bereits treffend als „Donroe-Doktrin" bezeichnet.

Die Reaktionen der lateinamerikanischen Nachbarn fielen erwartungsgemäß scharf aus. Brasiliens Präsident Lula sprach von einer „inakzeptablen Grenzüberschreitung", Mexiko lehnte den Angriff entschieden ab, Chile und Kolumbien äußerten tiefe Besorgnis. Besonders brisant: Trump warnte bereits, dass Kolumbien als nächstes dran sein könnte, und beschuldigte den kolumbianischen Präsidenten ebenfalls des Drogenhandels.

Europas gespaltene Reaktion offenbart tiefe Risse

Während die lateinamerikanische Welt geschlossen protestiert, zeigt sich Europa einmal mehr gespalten. Frankreichs Präsident Macron wählte den politisch opportunen Weg und gratulierte Trump zu seinem „Erfolg": Das venezolanische Volk sei von Maduros Diktatur befreit und könne sich nur freuen. Eine bemerkenswert unkritische Haltung gegenüber einer völkerrechtlich höchst fragwürdigen Militärintervention.

Bundeskanzler Friedrich Merz hingegen zeigte sich deutlich zurückhaltender. Die rechtliche Bewertung sei „komplex", ließ er verlauten. Vor allem aber mahnte er einen Übergang zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung an und warnte vor politischer Instabilität. Eine Position, die zumindest den Anschein von Rechtsstaatlichkeit wahrt – auch wenn man sich fragen darf, welche praktischen Konsequenzen diese verbalen Bedenken haben werden.

Trumps eigenwillige Vorstellung von Demokratie

Besonders aufschlussreich ist Trumps Vorstellung davon, wie Venezuela nun regiert werden soll. Während Macron vorschlug, der mutmaßliche Wahlsieger Edmundo González Urrutia könne die Übergangsphase leiten, hat Trump andere Pläne. Die Oppositionsführer hätten nicht den nötigen „Respekt" im Land, um effektiv zu regieren. Stattdessen favorisiert der US-Präsident ausgerechnet Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez für den Posten – weil sie „im Wesentlichen bereit ist zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder großartig zu machen".

„Die USA werden Venezuela führen, bis ein sicherer, ordnungsgemäßer und umsichtiger Machtwechsel vollzogen werden kann."

Diese Aussage Trumps lässt tief blicken. Hier geht es nicht um Demokratie oder die Befreiung eines unterdrückten Volkes. Hier geht es um knallharte Interessenpolitik, um Kontrolle über strategische Ressourcen und um die Demonstration amerikanischer Macht in der westlichen Hemisphäre.

Das wahre Ziel: Venezuelas Ölreserven

Venezuela verfügt über die größten nachgewiesenen Ölreserven der Welt. Eine Kontrolle über diese Ressourcen würde den USA nicht nur niedrige Energiepreise für ihre Verbraucher sichern, sondern auch die Treibstoffversorgung für Schifffahrt und Militär garantieren. Gleichzeitig würde es geopolitische Rivalen wie Russland und China schwächen, die sich bisher über Energieverkäufe finanzieren konnten.

Allerdings ist die venezolanische Ölproduktion nur noch ein Bruchteil dessen, was sie einmal war. Experten schätzen, dass es mindestens fünf bis zehn Jahre dauern würde, die Kapazitäten wieder auf das frühere Niveau zu bringen. Ein langfristiges Engagement also, dessen Ausgang ungewiss ist.

China und Russland unter Druck

Die Gefangennahme Maduros belastet auch die ohnehin angespannten Beziehungen zu Russland und China erheblich. Beide Länder hatten Venezuela unterstützt, und Maduro hatte noch wenige Stunden vor seiner Festnahme chinesische Gesandte getroffen. Die Frage, wie Peking und Moskau auf diese offene Machtdemonstration reagieren werden, bleibt offen – und birgt erhebliches Eskalationspotenzial.

Grönland und der Panamakanal im Visier

Venezuela ist möglicherweise nur der Anfang. Trump hatte bereits im vergangenen Jahr gedroht, die Kontrolle über den Panamakanal zu übernehmen, und erklärt, dass „etwas mit Grönland passieren könnte". An diesem Wochenende wiederholte er, dass die USA Grönland „aus Gründen der nationalen Sicherheit" benötigten. Die „Donroe-Doktrin" scheint weit über Lateinamerika hinauszureichen.

Für Anleger und Sparer bedeuten diese geopolitischen Verwerfungen vor allem eines: erhöhte Unsicherheit. In Zeiten, in denen die Weltordnung neu verhandelt wird und militärische Interventionen wieder salonfähig werden, gewinnen sichere Häfen an Bedeutung. Physische Edelmetalle wie Gold und Silber haben sich historisch als verlässlicher Wertspeicher in Krisenzeiten erwiesen und können als sinnvolle Ergänzung eines breit gestreuten Anlageportfolios zur Vermögenssicherung beitragen.

Wir sind gerade erst wenige Tage im Jahr 2026, und der Ton ist gesetzt. Schnallen Sie sich an – es wird eine turbulente Fahrt.

Hinweis: Dieser Artikel stellt keine Anlageberatung dar. Jeder Anleger ist selbst für seine Investitionsentscheidungen verantwortlich und sollte vor einer Anlageentscheidung eigene Recherchen durchführen sowie gegebenenfalls professionelle Beratung in Anspruch nehmen.

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