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Kettner Edelmetalle
24.07.2026
15:01 Uhr

Die Kapitulation aus Brüssel: EU nennt US-Zölle „ungerechtfertigt“ – und schluckt sie dann brav herunter

Es ist ein Schauspiel, das an Peinlichkeit kaum zu überbieten ist. Die Europäische Union erklärt neue US-Zölle für „nicht gerechtfertigt“ – und akzeptiert sie im selben Atemzug. Man reibt sich verwundert die Augen: Da poltert Brüssel mit erhobenem Zeigefinger, um dann kleinlaut den Kopf einzuziehen. Wer so verhandelt, hat schon verloren, bevor die erste Runde überhaupt beginnt.

Das Turnberry-Abkommen und die 15-Prozent-Grenze

Konkret geht es um Folgendes: Washington plant neue Abgaben auf Waren aus der EU. Solange diese die im Turnberry-Abkommen vereinbarte Obergrenze von 15 Prozent nicht überschreiten, will Brüssel stillhalten. Das Abkommen war im Juli 2025 zwischen US-Präsident Donald Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschlossen worden. Wie Euronews berichtet, begründe die US-Regierung die geplanten Zölle mit angeblich unzureichenden Anstrengungen ihrer Handelspartner gegen Produkte aus Zwangsarbeit.

US-Handelsbeauftragter Jamieson Greer erklärte, die Einführung der neuen Zölle stehe unmittelbar bevor. Die alte Zollregelung laufe demnächst aus. Und was tut die EU? Sie klammert sich an das eine Ziel, das ihr geblieben ist: Wenigstens die 15-Prozent-Marke zu sichern, damit die Unternehmen irgendeine Form von Planungssicherheit erhalten. Nicht gerade das, was man einen Sieg nennen würde.

Zwei Zungen in einem Mund

Ein hochrangiger EU-Vertreter ließ verlauten, Brüssel teile die amerikanische Begründung ausdrücklich nicht. Mit den Schlussfolgerungen zur Zwangsarbeit sei man selbstverständlich nicht einverstanden, hieß es. Die Kommission halte die geplanten Zölle weiterhin für „nicht gerechtfertigt“. Doch derzeit sei es eben wichtiger, die vereinbarte Obergrenze zu sichern.

Man protestiert also lautstark – und fügt sich dann geräuschlos. Ein diplomatisches Meisterstück der Selbstverleugnung.

Hintergrund ist eine Untersuchung des US-Handelsministeriums zu Zwangsarbeit in globalen Lieferketten. Die Kommission verweist trotzig darauf, bereits strenge Vorschriften gegen entsprechende Produkte zu besitzen. Und dennoch: Eine bessere Alternative als das brave Einhalten des Abkommens sehe Brüssel nicht. Es ist die klassische Haltung der europäischen Politik – erst empört sein, dann kapitulieren.

Wo bleibt das selbstbewusste Europa?

Man muss die Frage stellen dürfen: Wo ist eigentlich das selbstbewusste Europa geblieben, von dem in Sonntagsreden so gerne die Rede ist? Statt aus einer Position der Stärke zu verhandeln, gibt sich die EU-Bürokratie als Bittsteller. Während Washington seine Interessen mit eiserner Härte durchsetzt – man erinnere sich an die 20 Prozent Zölle auf EU-Importe, die Trump im Frühjahr 2025 verhängte –, ergeht sich Brüssel in wolkigen Absichtserklärungen und leerem Wortgeklingel.

Es ist ein Symptom für den strukturellen Niedergang europäischer Wettbewerbsfähigkeit. Wer sich über Jahre hinweg in Bürokratiemonstern, Gender-Debatten und ideologischen Klimaträumereien verliert, verliert irgendwann den Blick für das Wesentliche: die Interessen der eigenen Wirtschaft und Bürger. Statt Handelsmacht zu demonstrieren, exportiert die EU vor allem eines – Ohnmacht.

Was bedeutet das für Verbraucher und Anleger?

Neue Zölle bedeuten am Ende stets höhere Preise – und damit einen weiteren Beschleuniger der ohnehin schwelenden Inflation. Wenn Handelsbarrieren steigen, verteuern sich Waren, Lieferketten geraten unter Druck, und die Kaufkraft des kleinen Mannes schmilzt weiter dahin. Kombiniert mit dem 500-Milliarden-Euro-Schuldenprogramm der Berliner Großen Koalition zeichnet sich ein Bild ab, das den sparsamen Bürger frösteln lässt.

In solchen Zeiten der geopolitischen Unsicherheit und schleichenden Geldentwertung besinnen sich viele Menschen auf das, was über Jahrhunderte Bestand hatte: physische Edelmetalle. Gold und Silber kennen keine Zollstreitigkeiten, keine diplomatische Feigheit und keine politische Beliebigkeit. Sie stehen außerhalb des Zugriffs von Notenbanken und Handelsbürokraten – ein solides Fundament in einer Welt, in der Europas Politiker das Rückgrat verloren zu haben scheinen. Als Beimischung zu einem breit gestreuten Vermögen können physische Edelmetalle daher eine sinnvolle Absicherung darstellen.

Hinweis: Dieser Beitrag stellt keine Anlageberatung dar. Er gibt ausschließlich die Meinung unserer Redaktion sowie die uns vorliegenden Informationen wieder. Jeder Anleger ist verpflichtet, eigenständig zu recherchieren und trägt die Verantwortung für seine Anlageentscheidungen selbst. Für Vermögensentscheidungen empfehlen wir, fachkundigen Rat einzuholen.

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